Der SAFE Fund wirkt!

14. September 2026

Der SAFE Fund wirkt!

Im Rahmen des SAFE Funds konnte die ÖH in Kooperation mit dem BMFWF beinahe 850 iranische Studierende unterstützen. In kurzer Zeit konnte so eine direkte finanzielle Unterstützung an beinahe ein Drittel aller iranischen Studierenden in Österreich ausgezahlt werden. Somit haben wir viele Studierende in Notlage erreichen und unterstützen können.

Aber: Einmalzahlungen reichen nicht!

Trotz dieses Erfolges ist die Situation iranischer Studierender in Österreich weiterhin prekär. Der Angriffskrieg im Iran tobt weiter, ein Ende ist nicht in Sicht. Das bringt die iranischen Studierenden in Österreich in eine extrem belastende emotionale Situation und in eine finanzielle Notlage. Durch die massive Entwertung des iranischen Rials haben sich die Kosten mehr als verzehnfacht. Familiäre Unterstützungen für Studierende aus dem Iran fallen daher weg. Ganz zu schweigen von der traumatischen Situation, Angehörige, Familie und Freund_innen in einem Kriegsgebiet zu haben und in ständiger Ungewissheit zu sein, wie es ihnen geht. Eine Einmalzahlung kann hier nur punktuell helfen. Die hohe Anzahl der eingegangenen Anträge für den SAFE Fund hat uns gezeigt, dass iranische Studierende weiterhin dringend Unterstützung und Hilfeleistungen benötigen.

Es braucht strukturelle Veränderungen

Aus diesem Grund fordern wir strukturelle Veränderungen, damit Studieren inklusiv wird und iranische Studierende ihr Studium in Österreich weiterführen können. Darunter fallen folgende Maßnahmen:

  • Erlass der Studienbeiträge für iranische Studierende 
  • Durch eine Änderung in der Studienbeitragsverordnung könnten iranische Studierende vom doppelten Studierendenbeitrag von 726,72€ befreit werden, um akut finanzielle Entlastung zu schaffen. Als ÖH fordern wir gleichzeitig die allgemeine Abschaffung der doppelten Studiengebühren für alle Drittstaatsstudierenden. 
  • Automatischer Arbeitsmarktzugang mit der Aufenthaltsbewilligung
    Die Beschäftigungsbewilligung erschwert den Zugang zum Arbeitsmarkt für ausländische Studierende erheblich. Viele Studierende sind auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen, dieses sollte ihnen nicht durch bürokratische Hürden verwehrt werden!
  • Ausbau des Angebots für finanzielle Entlastungen von Drittstaatstudierenden
    Studierende aus Drittstaaten sind von vielen (staatlichen) Beihilfen in Österreich ausgenommen. Der Ausbau von Angeboten, die für alle Studierenden offen stehen, ist hier ein wichtiger Schritt, um einen Gegenpol zu schaffen. 
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