Hitze an Hochschulen

1. Oktober 2026
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Hitze an Hochschulen

Für hitzeresistente und solidarische Hochschulen

Überhitzte Hörsäle sind kein Komfortproblem. Sie sind ein Gesundheits-, Bildungs- und Gerechtigkeitsproblem.

Wir als ÖH haben deshalb im Sommer 2026 die Temperaturen an mehreren Hochschulen gemessen und legen nun konkrete Forderungen für einen verbindlichen Hitzeschutz vor.

Hitzewellen werden durch die Klimakrise häufiger, länger und intensiver, auch an unseren Hochschulen. Hohe Temperaturen beeinträchtigen Konzentration und Leistungsfähigkeit und können gesundheitliche Belastungen verstärken. Besonders betroffen sind jene, die ohnehin mit schlechten Wohnbedingungen, langen Anfahrtswegen oder gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen haben.

Um sichtbar zu machen, wie die Situation an österreichischen Hochschulen tatsächlich aussieht, hat die ÖH im Juni und Juli 2026 an der BOKU, der Universität Wien und der JKU Innenraumtemperaturen und Luftfeuchtigkeit in Hörsälen erfasst.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Überhitzte Lernräume sind bereits heute Realität.

Die höchsten gemessenen Werte:

BOKU: 33,9 °C – gefühlte Temperatur 33 °C

Universität Wien: 28,7 °C – gefühlte Temperatur 32,6 °C

JKU: 34,7 °C – gefühlte Temperatur 37 °C

Auch die Dauer der Belastung ist relevant: In belegten Hörsälen wurden an der BOKU 51,5 Stunden, an der Universität Wien 9 Stunden und an der JKU 87,3 Stunden mit Temperaturen über 26 °C erfasst.

Die Messungen zeigen damit, dass es nicht um einzelne besonders heiße Tage geht. Sie machen sichtbar, dass Studierende und Beschäftigte bereits heute über längere Zeiträume unter problematischen Bedingungen lernen und arbeiten.

Wir wollen deshalb nicht bei Messungen stehen bleiben. Wir fordern:

  • verbindliche Hitzeschwellen für Lehre und Prüfungen
  • ein standardisiertes Temperaturmonitoring
  • konkrete Hitzepläne an Hochschulen
  • schnelle Maßnahmen an besonders belasteten Standorten
  • eine langfristige Strategie für klimafitte Hochschulgebäude und Studierendenwohnheime
  • eine ambitionierte Klimapolitik

 

Unser Ziel ist klar: Hitze darf nicht darüber entscheiden, wer unter welchen Bedingungen studieren kann.

Die Ergebnisse der Messungen und unsere konkreten Forderungen haben wir in zwei Dokumenten zusammengefasst:

→ Bericht: Hitzemessungen an österreichischen Hochschulen

→ Forderungspapier Hitzeresistente und solidarische Hochschulen

Hitzeschutz muss zur Grundausstattung jeder Hochschule gehören. Dafür braucht es jetzt verbindliche Standards, klare Zuständigkeiten und ausreichende öffentliche Finanzierung.

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