„Fakten statt Falschbehauptungen“: ÖH entkräftet Vorwürfe zur Verwendung von Studierendenbeiträgen

2. April 2026

Wien – Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) weist die zuletzt verbreiteten Vorwürfe rund um eine angebliche Verschwendung von ÖH-Beiträgen entschieden zurück. Gleichzeitig nimmt sie die Debatte zum Anlass, um faktenbasiert über die Verwendung der Mittel aufzuklären und die Rolle der ÖH als gesetzlich verankerte Interessenvertretung der Studierenden zu verdeutlichen.

Ein umfassendes Fact-Sheet mit Hintergrundinformationen zum Thema, Zahlen und Fakten sowie Fragen und Antworten kann hier eingesehen werden.

Ausgangspunkt der Kritik sind verkürzte Darstellungen einzelner Budgetposten, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Tatsächlich unterliegt die ÖH jedoch klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen: Ihre Gebarung wird regelmäßig geprüft, Budgets werden demokratisch beschlossen und sind öffentlich einsehbar. Die Verwendung der Beiträge ist zweckgebunden – sie dient der sozialen, rechtlichen und bildungspolitischen Unterstützung von Studierenden in ganz Österreich.

Jeder Euro erfüllt einen konkreten Zweck

Die Erzählung von ‚verschwendeten Beiträgen‘ hält einer sachlichen Überprüfung nicht stand“, stellt Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz klar. „Die Mittel werden dort eingesetzt, wo Studierende konkret entlastet werden – sei es durch Sozialfonds, kostenlose Beratungsangebote oder Serviceleistungen, die im Studienalltag unmittelbar wirksam sind.“ Tatsächlich fließt ein wesentlicher Teil der ÖH-Beiträge in Unterstützungsstrukturen, die staatliche Leistungen ergänzen oder überhaupt erst zugänglich machen. Dazu zählen etwa finanzielle Notfallhilfen, mietrechtliche Beratung, psychologische Unterstützung oder arbeitsrechtliche Beratung für erwerbstätige Studierende. Diese Angebote gewinnen insbesondere vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten zunehmend an Bedeutung.

Strukturelle Einordnung statt verkürzter Kritik

Die ÖH betont, dass die aktuelle Debatte nicht isoliert geführt werden darf: „Wer über die Verwendung von Studierendenbeiträgen spricht, muss auch die strukturellen Rahmenbedingungen mitdenken“, so Viktoria Kudrna aus dem Vorsitzteam. „Viele Studierende sind auf Unterstützung angewiesen, weil öffentliche Förderungen oft nicht ausreichen oder schwer zugänglich sind. Die ÖH will diese Lücken schließen.“ Gerade in einem System, in dem laut Studierendensozialerhebung ein erheblicher Anteil der Studierenden finanziell unter Druck steht, sind niederschwellige Unterstützungsangebote essenziell. Die ÖH fungiert dabei nicht nur als politische Vertretung, sondern auch als unmittelbare Anlaufstelle in sozialen und rechtlichen Fragen.

Verantwortung statt Verunsicherung

Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitz sieht in den Vorwürfen auch ein politisches Problem: „Pauschale Anschuldigungen ohne fundierte Grundlage tragen nicht zur Verbesserung der Situation bei – im Gegenteil. Sie verunsichern Studierende und schwächen Strukturen, die tagtäglich konkrete Hilfe leisten.“ Die ÖH spricht sich daher für eine sachliche, transparente und lösungsorientierte Diskussion aus. Kritik sei legitim und notwendig – müsse aber auf nachvollziehbaren Fakten basieren, anstatt auf verkürzten oder bewusst zugespitzten Darstellungen.

Abschließend bekräftigt die ÖH ihren Anspruch, verantwortungsvoll mit den Beiträgen der Studierenden umzugehen und diese im Sinne größtmöglicher Wirkung einzusetzen. „Unsere Aufgabe ist klar: Wir vertreten die Interessen der Studierenden und schaffen konkrete Entlastung im Alltag“, so das ÖH Vorsitzteam abschließend. „Daran lassen wir uns messen – und genau das tun wir auch transparent und nachvollziehbar.“

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