Was ist das Antifa-Seminar?
Das Antifa-Seminar ist ein zweitägiges Bildungsseminar welches mit dem Besuch der Befreiungsfeier in Mauthausen am Sonntag dem 10.05.2026 endet. In Workshopeinheiten am Freitag und Samstag setzen sich Trainer_innen und ca. 60 Teilnehmer_innen kritisch mit faschistischer Geschichte und Gegenwart auseinander. Es wird zudem auf die Geschichte verschiedener Opfergruppen des NS-Regimes, sowie Erinnerungs- und Gedenkkultur eingegangen. Neben der inhaltlichen Weiterbildung soll das Seminar auch ein Ort der Vernetzung und des Austausches sein.
Wir erwarten:
- Befähigung zur Leitung von Workshops und Kenntnisse in Bezug auf Gruppendynamik
- Expertise im gelehrten Themengebiet
- Spaß im Umgang mit Menschen
Wir bieten:
- Honorar pro Trainer_in (180 € pro 90 min Einheit exkl. USt à 2 am Freitag und Samstag 4 Einheiten) auf Werksvertragsbasis
- Nächtigung und Verpflegung werden von der ÖH übernommen
- Erstattung von Fahrtkosten
- Kontakt und Vernetzung mit engagierten Ehrenamtlichen
Für welche Workshops kannst du dich bewerben?
Jeder Workshop soll von ein bis zwei Trainer_innen abgehalten werden. Die Art der didaktischen Aufbereitung obliegt den Trainer_innen, wobei diese auf die Inhalte abgestimmt werden soll. Wichtig ist, dass zumindest die angeführten Inhalte behandelt werden. Jeder Workshop hat eine maximale Anzahl an 15 Teilnehmer_innen (bzw. 30 am Freitag Abend).
Workshop Auflistung:
Freitag: Nachmittag/Abend (2 Workshop Einheiten)
Rechte Gewalt in Österreich und Deutschland
Dieser Workshop behandelt rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Österreich und Deutschland – von historischen Kontinuitäten bis zu aktuellen Fällen wie dem NSU-Komplex oder NSU 2.0. Dabei wird analysiert, welche gesellschaftlichen, institutionellen und politischen Faktoren rechte Gewalt begünstigen und welche Rolle Zivilgesellschaft, Bildung und politische Arbeit im Gegenwirken spielen können.
Frauen im Widerstand
Der Workshop rückt die oft marginalisierte Rolle von Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den Fokus. Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen europäischen Ländern werden vielfältige Formen des Widerstands sichtbar gemacht. Ziel ist es, Widerstandsgeschichte aus einer feministischen Perspektive neu zu betrachten und bestehende Geschichtsbilder zu erweitern.
Samstag: Vormittag/Nachmittag (4 Workshop Einheiten)
Kärnten/Koroška (2 Personen)
Dieser Workshop beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart Kärntens/Koroškas als mehrsprachiger und politisch umkämpfter Raum. Thematisiert werden unter anderem die slowenische Minderheit, Nationalismus, Erinnerungskultur sowie Konfliktlinien rund um Identität, Sprache und Minderheitenrechte. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die historischen Hintergründe und aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Region zu vermitteln.
Geschichte des ehemaligen KZ Mauthausen und dessen Befreiung (2 Personen)
Der Workshop bietet einen Überblick über die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen, seine Funktion im nationalsozialistischen Lagersystem sowie die Lebens- und Leidensrealitäten der Inhaftierten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Befreiung des Lagers und der Bedeutung von Gedenk- und Erinnerungskultur heute.
Zusätzlich findet am Samstagabend ein Vorbereitungsvortrag statt, der gezielt auf die Teilnahme an der Befreiungsfeier in Mauthausen am darauffolgenden Tag vorbereitet und historische sowie politische Kontexte vertieft. (eine 5. Workshopeinheit für alle Teilnehmer_innen)
Vielfalt der Opfer und des Widerstandes europaweit
Dieser Workshop setzt sich mit der Vielfalt der Opfergruppen des Nationalsozialismus sowie den unterschiedlichen Formen des Widerstands in Europa auseinander. Neben bekannten Gruppen werden auch weniger sichtbare Perspektiven beleuchtet. Ziel ist es, ein differenziertes Bild von Verfolgung, Widerstand und Solidarität zu vermitteln und vereinfachende Narrative kritisch zu hinterfragen.
Antisemitismus damals und heute
Der Workshop thematisiert Antisemitismus als historisch gewachsenes und bis heute wirkmächtiges Phänomen. Ausgehend von antisemitischen Ideologien und Praktiken im Nationalsozialismus wird der Bogen zu aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus gespannt. Gemeinsam werden Kontinuitäten, Brüche und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Antisemitismus erarbeitet.
Wohin sende ich meine Bewerbung?
Schicke uns deine vollständige Bewerbung per Mail bis spätestens 27.02.2026 an ta.ca.heo@afitna„“.
Neben einem kurzen Lebenslauf und Kontaktdaten sollte deine Bewerbung auch folgende Punkte enthalten:
- Für welchen Workshop bewirbst du dich?
- Welche Erfahrungen hast du auf dem Gebiet des Workshops?
- Skizziere kurz, wie du deinen Workshop zum gewählten Themengebiet gestalten würdest.


