Nachbericht Hochschulstrategie-Konferenz „Studieren. Verändern.“ 

27. April 2026
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Am Mittwoch, dem 22.4 lud die Österreichische Hochschüler_innenschaft zur Konferenz „Studieren. Verändern.“ an die Hochschule Campus Wien.

Ziel der Veranstaltung war es die Forderungen und Anliegen der Studierenden im aktuellen Hochschulstrategieprozess hervorzuheben und an zentrale Akteur_innen aus Hochschule und Politik weiterzugeben.

Begrüßungsworte hielt Frau Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, welche zentrale Herausforderungen im aktuellen Hochschulsystem benannte.

Erster inhaltlicher Programm stelle ein Vortrag von Dr. Stefan Reiß dar, welche im Auftrag der Österreichischen Hochschüler_innenschaft eine bundesweite Studie auswertete.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Studierende sind mit ihrem Studium prinzipiell zufrieden
  • Studierende, welche nicht arbeiten gehen müssen, sehen die Hochschulen als sehr inklusiv an 
  • First-Generation-Students erleben schlechtere Studienbedingungen und weniger Unterstützung

Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands sprach zu Wissenschaftsfeindlichkeit und Rechtsextremismus, insbesondere der aktuell drohenden Gefährdung der wissenschaftlichen Freiheit durch politische Entwicklungen.

Kern der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion, in der Vertreter_innen aus zwei der Arbeitsgruppen der Hochschulstrategie gemeinsam mit Studien- und Hochschulvertretungen in den Austausch kamen und sich über die Bedürfnisse und Anliegen ihrer Universitäten und Hochschulen unterhielten. Hierbei wurde insbesondere darauf Wert gelegt, Personen aus unterschiedlichen Sektoren auf die Bühne zu holen: So diskutierten miteinander eine Vertreterin einer Fachhochschule, einer Privatuniversität, sowie der Universität Wien als größte öffentliche Hochschule mit je einer Person aus den Arbeitsgruppen.

Nach einer Keynote von Franziska Knogler der European Students Union kam es zum interaktiven Austausch: Studierende und Teilnehmer_innen der Veranstaltungen wurde im Rahmen eines World Cafés nach ihrem Input gefragt!

Geordnet nach zuständiger Arbeitsgruppe wurden Ideen eingeholt, welche die jeweiligen Verteter_innen der ÖH in der Arbeitsgruppe anschließend in den Hochschulstrategieprozess einbringen können.

Unter den Inputs der Teilnehmer_innen finden sich beispielsweise:

  • Berufsorientierung in der Schule
  • Studienbeihilfe als soziale Unterstützung ausbauen
  • Berufsbegleitende Studiengänge ausbauen
  • Kooperationen zwischen Hochschulen verstärken
  • Bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie in der Forschung
  • Zu wenig Doktoratsstudiengänge und anschließende Stellen
  • Digitale und mediale Bildung
  • Campus und Mensa als Austauschorte
  • bessere Vereinbarkeit von Anwesenheitspflichten
  • Mehr Anerkennung zwischen Bachelor und Masterstudiengängen
  • KI-Grundbildung
  • Anrechnungen zwischen Sektoren stärken
  • demokratische/transparente Entscheidungen an den Hochschulen verstärken
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