Trotz frauenfördernder Maßnahmen und einzelner Verbesserungen stellen Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen nach wie vor einen Bereich dar, an dem Hürden und Barrieren für Frauen Alltag sind. Auch das verbreitete Widerstreben, sich mit der gesellschaftlich verankerten Geschlechterungleichheit wissenschaftlich und politisch auseinanderzusetzen scheint aus der Fortsetzung von patriarchalem Denken und männlich dominierten Strukturen zu resultieren, welche es notwendiger Weise zu kritisieren gilt. Das Referat für feministische Politik sieht es daher als seine Aufgabe, sich mit aktuellen, unzumutbaren Entwicklungen in punkto Geschlechterverhältnis an den Hochschulen wie auch in der österreichischen Politik auseinanderzusetzen und eine Kritik an den herrschenden Verhältnissen zu formulieren.
In diesem Bereich findest du nicht nur Informationen über die Projekte und Tätigkeiten des Referates für Feministische Politik, sondern auch über Veranstaltungen, Symposien, Konferenzen, Tagungen, Parties von anderen Frauen/Mädchen/Lesben/Trans*/Queerinitiativen bzw. allgemein frauenpolitische Nachrichten.
Referat für feministische Politik
Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft Bundesvertretung
Taubstummengasse 7-9
1040 Wien
Mobil +43/676/ 888 52 274
Fax +43/1/310 88 80 - 36
Beratung gibt's auch nach Vereinbarung.
Judith Götz
Referentin für feministische Politik
judith.goetz@oeh.ac.at
Carina Klammer
Sachbearbeiterin für feministische Politik
carina.klammer@oeh.ac.at
Magdalena Schrott
Sachbearbeiterin für feministische Politik
magdalena.schrott@oeh.ac.at
Das Femref hat hübsche Taschen produziert, um Feminismus jederzeit und überall tragbar zu machen. Diesmal in pink, hellgrün und hellblau...

Bestellung unter frauenreferat@oeh.ac.at
Nachdem der Jahreswechsel naht und um einen feministischen Start in neue Jahr zu ermöglichen, verlost das Referat für feministische Politik 40 Kalender des Vereins Frauensolidarität (http://www.frauensolidaritaet.org/), in dem Fraueninitiativen aus verschiedenen Regionen der Welt ihre politische und aktivistische Arbeit zu informeller Wirtschaft und menschenwürdiger Arbeit in Text und Bild vorstellen. Sie zeigen die vielfältigen Möglichkeiten sich für die Durchsetzung von Arbeitsrechten und die Schaffung einer geschlechtergerechten Arbeitswelt zu organisieren.
Inhalte des aktuellen Kalenders sind
Frauen und ihre globalen Arbeitswelten: Dabei werden Frauenorganisationen und -netzwerke aus Thailand, Brasilen, Simbabwe und andere Ländern vorgestellt; Hausangestellte und Heimarbeiterinnen verkünden lautstark ihre Forderungen. Der Kalender gibt einen Einblick in die Schwierigkeiten die Frauen tagtäglich in ihren Arbeitsrealitäten widerfahren und wie sie sich vehement dagegen wehren.
Die Frauen berichten über ihr teils gewalttätiges Umfeld und die Übergriffe auf sie, die eine Teilnahme am Arbeitsleben verhindern und dadurch ihre Existenz gefährden (Honduras). Besonders die rechtswidrige Arbeitspraxis multinationaler Unternehmen ist Hauptgrund zahlreicher Verletzungen der Arbeitsrechte von Frauen. Weltweit sind diese ähnlich und zeugen von einer globalen systematischen Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt zur Profitmaximierung einiger weniger. Zunehmend werden formelle Arbeitsrechte abgebaut und Frauen immer mehr in rechtlich ungeschützte Arbeitssituationen gedrängt in denen die Arbeitslast zunimmt, die Löhne
aber weniger werden und das Interesse an Verbesserungen seitens der Staaten und der Unternehmen fehlt. Die Frauen sprechen klar und deutlich über die andauernden Missstände und sagen was es für sie bedeutet eine so genannte menschenwürdige Arbeit zu haben.
Der Kalender ist Teil der Kampagne – „Frauen und Globalisierung: Decent Work for ALL!“ der Frauensolidarität.
Wenn du gerne einen Kalender hättest, schreib einfach ein email an frauenreferat@oeh.ac.at und wir schicken dir, so lange der Vorrat reicht, einen zu.
Die Arbeitsgruppe Genderwerkstatt im Verein Gedenkdienst und die Österreichische Hochschüler_innenschaft, sowie die ÖH FH Campus Wien organisieren vom 1. bis 5. Juni 2011 eine Studienfahrt nach Ravensbrück und Berlin mit den Themenschwerpunkten Geschlecht und Erinnerungspolitik.
Das Konzentrationslager Ravensbrück wurde 1939 als größtes Frauenlager auf deutschem Gebiet erbaut und zwei Jahre später durch ein kleineres Männerlager ergänzt. Zusätzlich errichteten die Nationalsozialist_innen wenige Kilometer entfernt das „Jugendschutzlager“ Uckermark für junge Frauen und Mädchen, die zum Großteil als „kriminell, asozial oder sexuell verwahrlost“ eingestuft wurden. Die Arbeitskraft der Häftlinge wurde in einem breiten Netz von Außenlagern sowie in den von Siemens & Halske am KZ-Gelände selbst erbauten Werkhallen ausgebeutet. Bis zum Ende des Krieges waren hier 132.000 Frauen, 20.000 Männer und 1000 Jugendliche aus 40 Nationen interniert und den Schikanen der Aufseher_innen sowie der SS, die direkt vor dem Konzentrationslager in eigens erbauten Häusern untergebracht waren, ausgesetzt.
Auf einem Teil des Areals des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück wurde 1959 eine von drei „Nationalen Mahn- und Gedenkstätten“ in der DDR eingerichtet. Der Rest des Gebiets wurde von der Sowjetarmee bzw. den GUS Streitkräften bis 1994 für andere Zwecke genutzt.
In den baulichen Überresten des Konzentrationslagers wurden nach und nach zahlreiche Ausstellungen installiert. Die 2004 eröffnete Informationsschau zum weiblichen SS-Personal sowie die Ausstellung im sogenannten „Führerhaus“ sind hier besonders, da eine Auseinandersetzung mit Täter_innenschaft so in keiner anderen Gedenkstätte zu finden ist.
Im Gegensatz dazu steht das ehemalige „Jugendschutzlager“ Uckermark, das im Vergleich zur institutionalisierten Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück bis heute nur kaum erschlossen ist. Seit den 90er Jahren bemüht sich hier die „Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.“ um Gelder zur Erforschung und Aufbereitung des Ortes. Zusätzlich wurden am Gelände von jährlich stattfindenden autonomen FrauenLesbenTrans – Baucamps Informationstafeln und Installationen angebracht sowie Fundamente freigelegt.
Eine Verknüpfung mit Erinnerungsorten in Berlin erweitert den Fokus und bildet gerade im Vergleich zur österreichischen Geschichtsaufarbeitung eine spannende Grundlage für Diskussionen und den Abschluss unserer Studienfahrt.
Weitere Infos findest du unter:
http://www.maedchen-kz-uckermark.de/
Die Studienfahrt findet von 1. – 5. Juni statt, am 26. Mai wird es ein Vorbereitungstreffen zum inhaltlichen Einstieg und zur Klärung organisatorischer Fragen geben. Für die Anmeldung benötigen wir deine Telefonnummer, Matrikelnummer und die Hochschule, an der du inskribiert bist. Außerdem bitten wir, der Bewerbung ein kurzes Motivationsschreiben (ca. 10 Sätze) beizulegen, in der du kurz schilderst, warum du gerne mitfahren würdest, was du vielleicht zu dem Thema schon gemacht hast, was dich besonders interessiert, u.ä. Dieser kurze Text soll es für uns einfacher machen, im Fall von zu vielen Anmeldungen eine faire Auswahl zu treffen. Der Teilnehmer_innen-Beitrag wird 70 Euro betragen. Die Anmeldefrist endet am 17. April; deine Anmeldung ist erst nach Bezahlung des Beitrages fix.
Anmelden kannst du dich hier:
http://www.stuve-wien.at/?p=1299

Im Rahmen der Förderung von Sonderprojekten seitens der ÖH Bundesvertretung gibt es auch einen eigenen Topf, der speziell feministischen, frauenspezifischen, queeren oder geschlechterkritischen Projekten gewidmet ist. Darunter fallen zum Beispiel die Organisation von Workshops, Vorträgen, Veranstaltungsreihen, Lesekreisen, Kunst- oder Zeitungsprojekten, die sich kritisch mit Geschlechterverhältnissen auseinandersetzen.
Durch die Förderung von feministischen Sonderprojekten sollen emanzipatorische Aktivitäten von Studierenden für Studierende unterstützt werden, wobei ihnen von der Bundesvertretung der ÖH finanzielle und administrative Hilfe zur Verfügung stellt. Auch für feministische Einreichungen für den Sonderprojekttopf gelten die allgemeine Richtlinien für Sonderprojekte im Rahmen des Ausschusses für Sonderprojekte der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft.
Bitte vor Einreichen des Antrages Kontakt mit uns aufnehmen, um abzuklären, welche zusätzlichen Unterlagen bei der jeweiligen Art von Projekt nötig sind!
Allgemeine Richtlinien für Sonderprojekte (pdf, 110KB)
Antrag für ein Sonderprojekt (Excel-Datei, als Zip gepackt, 5KB)
Kontakt
Österreichische HochschülerInnenschaft
z.Hd. Elisabeth Böhm
"Sonderprojekte"
Taubstummengasse 7-9
1040 Wien
Telefon +43/1/310 88 80/21
FAX +43/1/310 88 80/36
E-Mail: elisabeth.boehm@oeh.ac.at
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Im Archiv findest du viele interessante ältere Termine, Veranstaltungen und Initiativen