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Allgemeines


Sozialbroschüre

Alle wichtigen Informationen findest du im Moment in unserer Sozialbroschüre, die du downloaden oder bestellen kannst.

Es lohnt sich jedenfalls für Detailfragen diese Broschüre zu konsultieren. Wenn du danach noch Fragen hast, kannst du dich auch an unsere Sozialberatung wenden

Formulare

Das Antragsformular für Studienbeihilfe und andere wichtige Formulare findest du auch im Formulare-Bereich des Referats für Sozialpolitik.

Warum mach ein Antrag jedenfalls Sinn?

Wir empfehlen ALLEN Studierenden, Studienbeihilfe zu beantragen. Selbst wenn du keine monatliche Beihilfe bekommst, könnte sich für dich der Studienzuschuss (Rückerstattung der Studiengebühren – sofern du diese zahlen musst) ausgehen. Für den Fall, dass du gar keine Studienbeihilfe bewilligt bekommst, erfährst du im Bescheid, wie hoch die Unterhaltsleistung deiner Eltern(teile) theoretisch ist – also wie viel sie dir monatlich zur Finanzierung deines Studiums geben müssten. Das kann auch sehr interessant sein. Alle Informationen zur Antragstellung auf Studienbeihilfe und die Formulare findest du hier.


Stipendienrechner

Die ÖH bietet dir in Kooperation mit der AK mit diesem Programm ein Instrument zur Berechnung der staatlichen Studienbeihilfe, des Studienzuschusses und des Versicherungskostenbeitrages an.
Stipendienrechner der AK OÖ

Selbsterhalter- bzw. Selbsterhaltinnenstipendium

Bei der Studienbeihilfe für Selbsterhalter_innen spielt das Einkommen der Eltern keine Rolle. Außerdem gibt es eine Altersgrenze die oftmals den Anspruch vereitelt. Ansonsten gilt hinsichtlich Anspruchsdauer, Nachweis des günstigen Studienerfolgs, Studienwechsel etc. dasselbe wie für Bezieher_innen der Studienbeihilfe.

Als Selbsterhalter bzw. Selbsterhaltin nach StudFG gilt, wer sich vor der ersten Zuerkennung von Studienbeihilfe mindestens vier Jahre (48 Monate) zur Gänze selbst erhalten hat und die jährlichen Einkünfte zumindest 8.580 Euro – brutto minus Sozialversicherung minus Werbungskosten- und Sonderausgabenpauschale – betragen haben. Eine aliquote Berechnung in Rumpfjahren ist zulässig (z.B. im Jahr des Beginns der Berufstätigkeit).

Zeiten des Präsenz- bzw. Zivildienstes gelten jedenfalls als Zeiten des Selbsterhaltes, unabhängig von der Einkommenshöhe.

Lehrzeiten und Zeiten, in denen Waisenpension bezogen wurde, sind dann Zeiten des Selbsterhaltes, wenn die entsprechende Einkommensgrenze überschritten wird (z.B. in manchen Lehrberufen im 3. Lehrjahr).

Die vier Jahre mit eigenen Einkünften müssen also vor dem erstmaligen Bezug einer Studienbeihilfe liegen. Als Zeiten des Selbsterhalts gelten auch solche, in denen du z.B. Arbeitslosengeld, Karenzgeld, Notstandshilfe oder Krankengeld bezogen hast, vorausgesetzt du kommst auf ein jährliches Einkommen von mindestens 8.580 Euro.

Eine Anleitung zur Antragstellung auf Selbsterhalter_innenstipendium findest du hier.

Vorstudium

Probleme können sich ergeben, wenn du vor Beginn des Studiums, für das du ein Selbsterhalter_innenstipendium beziehen möchtest, schon einmal inskribiert warst. Denn schon die bloße Inskription gilt bereits als Studium im Sinne des Studienförderungsgesetzes. Du hast in so einem Fall nur Anspruch auf Studienbeihilfe, wenn du aus dem Vorstudium einen günstigen Studienerfolg nachweisen kannst. Außerdem müssen die Regeln über den Studienwechsel beachtet werden.

Altersgrenze

Grundsätzlich muss das Studium vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen werden. Diese Grenze erhöht sich für Selbsterhalter_innen um ein weiteres Jahr für jedes volle Jahr, in dem sie sich länger als vier Jahre selbst erhalten haben und bei der Pflege eines Kindes um zwei Jahre pro Kind, höchstens jedoch um insgesamt 5 Jahre (die maximale Altersgrenze ist also der 35. Geburtstag).
Höhe

Die Höchststudienbeihilfe für Selbsterhalter_innen beträgt 715 Euro monatlich. Für über 24-Jährige gibt es einen 20€- Zuschlag pro Monat, für über 27-Jährige weitere 20€ pro Monat. Studierende mit Kind(ern) erhalten einen Zuschlag von 100 Euro pro Kind pro Monat.

Von der Höchststudienbeihilfe abgezogen werden:

  • die zumutbare Unterhaltsleistung des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin
  • die zumutbare Eigenleistung, wenn die Verdienstgrenze (10.000 €) überschritten wird
  • die Familienbeihilfe und der Kinderabsetzbetrag, falls auf Grund deines Alters noch Anspruch auf die Familienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag besteht



Studienabschlussstipendium

Voraussetzung für die Gewährung eines Studienabschluss-Stipendiums ist, dass die/der Studierende

  • sich in der Studienabschlussphase befindet (voraussichtlich das Studium längstens innerhalb von achtzehn Monaten ab Zuerkennung des Studienabschluss-Stipendiums abschließen wird)
  • noch kein Studium oder eine gleichwertige Ausbildung abgeschlossen hat
  • zum Zeitpunkt der Zuerkennung des SAS noch nicht 41 Jahre alt ist
  • in den letzten vier Jahren vor Gewährung des SAS mindestens drei volle Jahre zumindest halbbeschäftigt war oder ein diesem Beschäftigungsausmaß entsprechendes Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielt hat, wobei Schutzfristen gemäß Mutterschutzgesetz sowie Kindererziehungszeiten während eines Karenzurlaubes gemäß MschG, Eltern-Karenzurlaubsgesetz im vollen Ausmaß zu berücksichtigen sind
  • in den letzten vier Jahren vor Gewährung des SAS keine Studienbeihilfe bezogen hat
  • ab Gewährung des SAS jede Berufstätigkeit aufgibt (Karenzierung genügt)
  • bisher noch kein SAS erhalten hat.

Außerdem ist Voraussetzung, dass du die österreichische Staatsbürger- bzw. Staatsbürgerinnenschaft hast oder gleichgestellte Ausländer bzw. Ausländerin im Sinne des StudFG bist (siehe Kapitel „Studienbeihilfe“ in der ÖH Sozialbroschüre).

In der Studienabschlussphase befindest du dich, wenn neben dem Abschluss der Diplomarbeit Lehrveranstaltungen und Prüfungen aus Pflicht- und Wahlfächern im Umfang von höchstens 10 Semesterstunden (20 ECTS) oder zwei Fachprüfungen zum Abschluss des Studiums fehlen. Ist keine Diplomarbeit anzufertigen, darf der Umfang der fehlenden Lehrveranstaltungen und Prüfungen höchstens 20 Semesterstunden (40 ECTS) oder vier Fachprüfungen betragen. Bei Studien an Universitäten der Künste ist das Stundenausmaß der zentralen künstlerischen Fächer nicht auf dieses Ausmaß anzurechnen.

Bei Studierenden an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen entspricht die Abschlussphase den letzten beiden Semestern.

Die Voraussetzungen müssen zum Zeitpunkt der Zuerkennung gegeben sein. Du kannst den Monat, ab dem dir das SAS zuerkannt werden soll, in deinem Ansuchen bestimmen.

Wie lange kannst du das SAS beziehen?

Maximal 6 Monate, wenn neben dem Abschluss der Diplomarbeit LV und Prüfungen aus Pflicht- und Wahlfächern im Umfang von höchstens 5 Semesterstunden oder eine Fachprüfung fehlt; ist keine Diplomarbeit anzufertigen, darf der Umfang der fehlenden LV und Prüfungen höchstens 10 Semesterstunden oder zwei Fachprüfungen betragen.

Maximal 12 Monate, wenn neben dem Abschluss der Diplomarbeit LV und Prüfungen aus Pflicht- und Wahlfächern im Umfang von höchstens 10 Semesterstunden oder zwei Fachprüfungen fehlen; ist keine Diplomarbeit anzufertigen, darf der Umfang der fehlenden LV und Prüfungen höchstens 20 Semesterstunden oder 4 Fachprüfungen betragen.

Nur wenn du nachweisen kannst, dass deine Diplomarbeit überdurchschnittlich umfangreich oder zeitaufwändig ist (durch eine Bestätigung des Betreuers bzw. der Betreuerin der Diplomarbeit), verlängert sich die Förderungsdauer um weitere 6 Monate.

Bei Studien an FHs und Pädaks entspricht die Förderungsdauer den noch zu absolvierenden Semestern.

Die Auszahlung endet aber in jedem Fall vorzeitig, wenn du das Studium früher abschließt (mit Ablegung der letzten Prüfung).

Höhe des SAS

Die Höhe des SAS beträgt zwischen 600 und 1.040 Euro. Die Höhe richtet sich nach deinem vorherigen Beschäftigungsausmaß. Die Berechnungsmethode findest du in der aktuellen Sozialbroschüre

Ansuchen

Das SAS ist bei der Stipendienstelle, die für den Studienort zuständig ist, mittels des dafür aufgelegten Formulars zu beantragen, und die erforderlichen Nachweise (Ausmaß der Berufstätigkeit bzw. Höhe der Einkünfte, Studienfortschritt) sind vorzulegen. Außerdem musst du eine Erklärung unterschreiben, in der du dich verpflichtest, an Erhebungen über deine Berufstätigkeit nach Studienabschluss mitzuwirken. Die Erhebung dieser Daten erfolgt für Zwecke der Evaluierung der Förderungsziele.

Da auf das SAS kein Rechtsanspruch besteht, erfolgt die Entscheidung nicht mittels Bescheid, sondern du schließt eine Fördervereinbarung ab.

Wie schon oben erwähnt stellt der Mangel an Rechtssicherheit für berufstätige Studierende eine Unzumutbarkeit dar. In diesem Sinne halten wir es auch für nicht rechtfertigbar, dass Studierende bei Ablehnung ihres Antrags nicht einmal die Möglichkeit haben, ein Rechtsmittel zu ergreifen. Vergleich mit den Sozialfonds der ÖH: Bei einer Ablehnung eines Fondsantrags steht der AntragstellerIn Berufung an eine gesonderte Kommission zu.

Wurde über dein Ansuchen positiv entschieden, erfolgt die Auszahlung monatlich. Den Studienabschluss (oder Studienabbruch) musst du der Stipendienstelle umgehend melden und den Studienabschluss durch ein Zeugnis nachweisen.

Rückforderung

Spätestens innerhalb von sechs Monaten nach der letzten Auszahlung musst du den Abschluss des geförderten Studiums nachweisen, andernfalls wird das gesamte ausbezahlte SAS zurückgefordert.

Bei Vorliegen bestimmter Gründe wie z.B. Krankheit kann die Frist zum Nachweis des Studienabschlusses verlängert werden.

WICHTIG:
Es genügt nicht, dass du das Studium rechtzeitig abgeschlossen hast, sondern du musst auch den Studienabschluss rechtzeitig nachweisen, um eine Rückforderung auszuschließen!

Die Rückforderung ist aber auf 180 Euro zu reduzieren, wenn das Studium zwar rechtzeitig abgeschlossen, der Nachweis aber erst nach Ablauf der Frist vorgelegt wird.

Erzielst du neben dem Bezug des SAS ein Einkommen aus Berufstätigkeit (auch wenn es nur geringfügig ist) oder beziehst du Leistungen zur Bestreitung des Lebensunterhalts von anderen Einrichtungen, die bei der Berechnung nicht berücksichtigt wurden, wird das SAS für den jeweiligen Monat (in voller Höhe) zurückgefordert. Außerdem erfolgt eine Rückforderung, wenn die Zuerkennung durch unvollständige oder unwahre Angaben bewirkt wurde.

Die Rückforderung erfolgt durch Bescheid. Gegen diesen Bescheid ist binnen zwei Wochen ab Zustellung eine Vorstellung an den Senat der Studienbeihilfenbehörde zulässig. Der Senat entscheidet wiederum mit Bescheid. Gegen den Bescheid des Senats ist eine Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht möglich.

Die Richtlinien für die Vergabe des SAS findest du unter: www.stipendium.at

Studienunterstützung

Alle Studierenden, die zum Kreis der begünstigten Personen im Sinne des Studienförderungsgesetzes gehören und Studierende oder Absolvent _ innen von ordentlichen Studien sind, können zum Ausgleich von sozialen Härtesituationen und zur Bewältigung besonders schwieriger Studienbedingungen eine Studienunterstützung beantragen.

Diese Unterstützung bezweckt hauptsächlich eine Wiedereingliederung von Studierenden ins Studienbeihilfensystem und eine Korrektur von Gesetzeslücken im StudFG.

Hierbei können Unterstützungen von Wohnkosten, Förderung von Studien an grenznahen nichtösterreichischen Universitäten und an nichtösterreichischen Fernuniversitäten, Förderung von Auslandsaufenthalten im Rahmen des Studiums und eine einmalige Unterstützung unter Berücksichtigung der außerordentlich Gründe bei Überschreitung der Anspruchsdauer für den Bezug einer Studienbeihilfe beantragt werden.

Alle StudienbeihilfebezieherInnen, denen die Summe der eigene Familienbeihilfe bei der Berechnung der Studienbeihilfe abgezogen wurde, die diese aber auch vom Finanzamt nicht bekommen haben (Nachweis über den Nichtbezug erforderlich), können diesen Betrag der nichterhaltene Familienbeihilfe über Studienunterstützung geltend machen!

Verfahren und Details

Mehr Information zur Studienunterstützung, insbesondere zum Verfahren, findest du auf der Homepage der Studienbeihilfenbehörde.


Leistungs- & Förderstipendium

Hier findest du die Leistungs- und Förderungsstipendien der österreichischen Universitäten.

Leistungsstipendien richten sich an Studierende mit überdurchschnittlichem Studienerfolg. Förderungstipendien richten sich an Studierende und Graduierte die eine Förderung für ihre Diplomarbeit, Dissertation oder sonstige wissenschaftliche Arbeit benötigen (z.B. für Reisekosten).

Weitere Angebote zur Forschungsförderung (national und international) findest du in der Datenbank des Österreichischen Austauschdiensts (ÖAD) unter www.grants.at

Hochschule Leistungs- & Förderstipendium
Universität Wien Leistungsstipendium, Förderungsstipendium
Universität Graz Stipendien an der Universität Graz
Universität Innsbruck Leistungs- und Förderungsstipendium
Medizinische Universität Graz Fördermöglichkeiten an der Medizinischen Universität Graz
Medizinische Universität Innsbruck Fördermöglichkeiten an der Medizinischen Universität Innsbruck
Universität Salzburg Fördermöglichkeiten an der Uni Salzburg
Technische Universität Wien Leistungs- und Förderungsstipendium an der TU Wien
Technische Universität Graz Allgemeine Informationen
Montanuniversität Leoben Stipendien und Preise
Universität für Bodenkultur Wien Leistungs- und Förderungsstipendium
Veterinärmedizinische Univ. Wien Stipendien Preise und Förderungen
Wirtschaftsuniversität Wien Leistungs- und Förderungsstipendium
Universität Linz Stipendien und Preise
Universität Klagenfurt Fördermöglichkeiten an der Universität Klagenfurt
Universität für angewandte Kunst Wien Stipendien an der Universität für angewandte Kunst Wien
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Fördermöglichkeiten an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Universität Mozarteum Salzburg Fördermöglichkeiten Mozarteum Salzburg
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Kosten, Stipendien und Beihilfen
Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz Stipendien und Preise
Akademie der bildenden Künste Wien Stipendien an der Akademie der bildenden Künste Wien |



sonstige Stipendien

Stipendien des Landes Burgenland

Das Land Burgenland vergibt Stipendien für Auslandsstudien. Genauere Informationen findest du hier.

Stipendien des Landes Kärnten

Das Land Kärnten vergibt jährlich einige Stipendien für Studierende. Die genauen Voraussetzungen findest du hier.

Stipendien des Landes Niederösterreich

Das Land Niederösterreich vergibt jährlich bis zu 20 Leistungsstipendien. Alle Informationen findest du hier.

Stipendien des Landes Tirol

Das Land Tirol vergibt sowohl individuelle Studienförderungen als auch Förderungen für Auslandsaufenthalte. Mehr Informationen findest du hier.

Stipendien des Landes Vorarlberg

Das LAnd Vorarlberg vergibt Stipendien für Auslandsaufenthalte. Genauere Informationen gibt es hier.

Stipendien des Landes Wien

Das Land Wien vergibt Stipendien in unterschiedlichen Bereichen, unter anderem auch Stipendien, die für Student_innen vorgesehen sind. Alle Informationen findest du hier.

Stipendien an der Universität Wien

Neben den Leistungs- und Förderstipendien (sh oben) gibt es ander Universität Wien eine Reihe weiterer Stipendien, diese findest du hier.

Uni spezifische Stipendien

Montanuniversität Leoben:

[Adolf Feizlmayr Unterstützungsstipendium] im Wintersemester 2017 (http://bit.ly/2yQmZUN "Adolf Feizlmayr Unterstützungsstipendium")



Waisenpension

Wenn deine Mutter oder dein Vater stirbt, ist es meist ein großer Schock für die Kinder. Nichts ist mehr so wie vorher. Doch ganz abgesehen von deinem emotionalen Ausnahmezustand, warten zumeist eine Menge organisatorischer Dinge auf dich.

Die nachfolgenden Informationen beziehen sich auf die Waisenpension nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG). Das ASVG gilt, wenn der verstorbene Elternteil unselbständig beschäftigt und nach ASVG versichert war. Für andere Berufsgruppen (z.B. Selbständige, Beamte bzw. Beamtin, usw.) ist die Waisenpension unter Umständen etwas anders geregelt. Viele nütze Informationen findest du auch auf help.gv.at .

Für andere Berufsgruppen, informiere dich bitte bei den jeweiligen Sozialversicherungsanstalten. Wenn beispielsweise dein verstorbenes Elternteil selbständig war, gilt das Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz (GSVG) und die zuständige Stelle ist die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und wenn dein verstorbenes Elternteil Beamte oder Beamtin war, ist die Versicherungsanstalt für öffentliche Bedienstete zuständige – rechtliche Grundlage ist das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (B-KUVG).

Voraussetzung

  • Tod eines Elternteils
  • Es muss eine Kindeseigenschaft vorliegen
  • Anspruch auf Waisenpension haben nach dem Tod eines bzw. einer Versicherten die Kinder. Als Kinder gelten die ehelichen, die unehelichen und die Wahlkinder des bzw. der Versicherten, sowie die Stiefkinder, wenn sie in ständiger Hausgemeinschaft mit dem bzw. der Verstorbenen gelebt haben.
  • Als Studierende kannst du die Waisenpension bis zu deinem 27. Lebensjahr beziehen, solange du ein ordentliches Studium ernsthaft und zielstrebig verfolgst.
  • Dein verstorbener Elternteil muss eine gewisse Mindestzeit versichert gewesen sein.

Je nach Alter staffeln sich die verlangten Versicherungszeiten. Unabhängig vom Lebensalter deines Elternteils erwirbst du Pensionsanspruch wenn:

  • mindestens 180 Beitragsmonate der Pflichtversicherung oder der freiwilligen Versicherung oder
  • mindestens 300 Versicherungsmonate am Pensionsstichtag (siehe Stichtag)

vorliegen.

Eine andere Möglichkeit, die Wartezeit zu erfüllen hängt vom Lebensalter deines Elternteils ab.

  • Liegt der Stichtag vor dem 50. Lebensjahr, ist diese Voraussetzung erfüllt, wenn 60 Versicherungsmonate in den letzten 120 Kalendermonaten vorliegen.
  • Wenn der Stichtag nach dem 50. Lebensjahr ist, wird zusätzlich zu den eben genannten 60 Monaten für jeden Lebensmonat über 50 ein weiterer Versicherungsmonat verlangt.

Die Wartezeit entfällt völlig, wenn der Tod Folge eines Arbeitsunfalls, einer Berufskrankheit oder einer Wehrdienstschädigung ist.

Hatte deine Mutter/dein Vater bis zum Tod bereits Pension beansprucht, gilt die Wartezeit jedenfalls als erfüllt.

Wenn die Wartezeit (also die Versicherungszeit deines verstorbenen Elternteils) nicht erfüllt ist, besteht die Möglichkeit einer einmaligen Leistung in Form einer Abfindung.

Stichtag

Anspruchsberechtigt bist du ab dem Todestag deines Elternteils, wenn dieser auf einen Monatsersten fällt, sonst der nachfolgende Monatserste.

Antrag

Für die Antragsstellung benötigst du ein Formular, das auf der Homepage der Pensionsversicherungsanstalt zum Download verfügbar ist www.pensionsversicherung.at.

Die Waisenpension wird dir ab dem Tag nach dem Tod deines Elternteils zuerkannt, wenn du den Antrag innerhalb von sechs Monaten nach dem Tod stellst. Bei späterer Antragsstellung ist der Antragstag gleichzeitig auch der Pensionsbeginn. Einzureichen ist der Antrag bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA).

Krankenversicherung

Durch den Anspruch auf Waisenpension bist du automatisch krankenversichert. Dir entstehen dadurch keine zusätzlichen finanziellen Belastungen.

Andere Sozialversicherungen (z.B. Pensionsversicherung, Arbeitslosenversicherung) sind durch die Waisenpension nicht abgedeckt.

Leistungsnachweis

Voraussetzung des Bezuges von Waisenpension ist, dass dein Studium ernsthaft und zielstrebig betrieben wird.

Bis zum 27. Lebensjahr ist ein Anspruch auf Waisenpension jedenfalls gegeben, wenn du die Familienbeihilfe beziehst, oder dein Studium ernsthaft und zielstrebig verfolgst.

Zuverdienst

Wenn du Waisenpension beziehst, kannst du zwar unbeschränkt dazu verdienen, es muss aber beachtet werden, dass bei einer Vollzeittätigkeit kaum ein ordentliches Studium möglich sein wird. In der Praxis wird bereits ab einer Tätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden nachgefragt, um welche Tätigkeit es sich handelt und in diesen Fällen hängt die weitere Bezugsmöglichkeit davon ab, ob deine Tätigkeit studienrelevant ist. Eine allgemeine Zuverdienstgrenze ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Voraussetzung ist allerdings, dass neben deiner Erwerbstätigkeit dein Studium ernsthaft und zielstrebig verfolgt wird.

Achten musst du aber darauf, dass die Waisenpension als Einkommen gilt und und ein mögliches zusätzliches Einkommen zusammen als gesamtes Einkommen gelten. Hierbei musst du auf die Einkommensteuergrenzen achten (alle Einkünfte bis jährlich 11.000 Euro sind einkommenssteuerfrei)

Höhe der Waisenpension

Die Basis für die Berechnung der Waisenpension bildet immer eine 60-prozentige Witwen- oder Witwerpension, unabhängig davon, ob bzw. in welcher Höhe diese tatsächlich anfällt.

Also wenn kein Anspruch auf Witwen- oder Witwerpension besteht (zB die Eltern nicht verheiratet sind) wird trotzdem eine mögliche Witwen- oder Witwerpension zur Berechnung herangezogen.

Die Waisenpension beträgt

  • bei Tod eines Elternteiles 40 Prozent bzw.
  • bei Tod beider Elternteile 60 Prozent

der Witwen- bzw. Witwerpension

Sind die Voraussetzungen für die Gewährung einer Waisenpension nach beiden Elternteilen erfüllt, so gebühren zwei Pensionen: 60 Prozent der Witwen- und 60 Prozent der Witwerpension.

BEISPIEL:

Der Vater stirbt, seine Pension hat bzw. hätte betragen >> 1.250 Euro
davon 60% Witwenpension >> 750 Euro
davon 40% Waisenpension >> 300 Euro

Du bekommst also monatlich 300 Euro Waisenpension – egal ob Witwenpension zusteht oder nicht.

Stirbt auch die Mutter, erhöht sich die nach dem Vater bezogene 40-prozentige Waisenpension auf 60% >> 450 Euro

Sofern auch nach der Mutter ein Pensionsanspruch besteht, kann zusätzlich eine weitere Waisenpension anfallen. Diese gebührt gleich ab Beginn mit 60% der Witwerpension.

Pension der verstorbenen Mutter hat/hätte betragen >> 1.500 Euro
davon 60% Witwerpension >> 900 Euro
davon 60% Waisenpension >> 540 Euro

In diesem Fall würdest du dann 990 Euro (450 + 540) Waisenpension erhalten.

Der Tod eines Elternteils kann auch Auswirkungen auf die Höhe der Studienbeihilfe haben, auch hier solltest du gegebenfalls einen neuen Antrag stellen.

Wenn dir eine Waisenpension zuerkannt wird, beachte, dass bei der Studienbeihilfe die Waisenpension als Einkommen gilt. Die Einkommensgrenze bei der Studienbeihilfe beträgt 10.000 Euro pro Jahr, hierfür werden Waisenpension und andere Einkünfte zusammengezählt. Genaueres zur Studienbeihilfe kannst du im Kapitel Studienbeihilfe nachlesen.

Ausgleichszulage

Die Ausgleichszulage soll jedem Pensionsbezieher bzw jeder Pensionsbezieherin, die bzw. der im Inland lebt, ein Mindesteinkommen sichern – dies gilt auch für die Waisenpension. Liegt also dein Gesamteinkommen (inklusive andere Einkommen) unter dem gesetzlichen Mindestbetrag, so erhältst du als Aufstocken die Ausgleichszulage. Bei jedem Antrag auf Pension, wir auch gleichzeitig der Anspruch auf Ausgleichszulage geprüft.

Die Richtwerte für die Mindestpension von Waisen sind 2017:

Pensionsberechtigte auf Waisenpension bis zum 24. Lebensjahr >> 327,29 Euro
Pensionsberechtigte auf Waisenpension bis zum 24. Lebensjahr, falls beide Elternteile verstorben sind >> 491,43 Euro
Pensionsberechtigte auf Waisenpension nach dem 24. Lebensjahr >> 581,60 Euro
Pensionsberechtigte auf Waisenpension nach dem 24. Lebensjahr, falls beide Elternteile verstorben sind >> 889,84 Euro

Falls sich der Anspruch auf Ausgleichszulage mit deinem 24. Geburtstag ergibt, stelle einen Antrag bei deiner zuständigen Pensionsversicherungsanstalt. Ansonsten sollte auch die Pensionsversicherungsanstalt üblicherweise prüfen, ob ab dem 24. Geburtstag ein Anspruch besteht.

Bei späterer Antragstellung kann die Ausgleichszulage rückwirkend frühestens ab dem der Antragstellung vorangegangenen vollen Kalendermonat gewährt bzw. erhöht werden.

Anspruch auf die Ausgleichszulage hast du nur, wenn du deinen gewöhnlichen, rechtmäßigen Aufenthalt im Inland hast.

Sonderzahlungen

In den Monaten April und Oktober erhältst du zusätzlich zur monatlichen Pension jeweils eine Sonderzahlung. Die Höhe ist in etwa wie die monatlichen Zahlungen, allerdings ist bezüglich der Höhe zu beachten:

  • Sonderzahlungen bis zu einer Lohnsteuerbemessungsgrundlage von 620 Euro pro Jahr sind steuerfrei.
  • Bei einem Jahressechstel (durchschnittliche monatliche Bruttopension im Kalenderjahr mal 2) von höchstens 2.100 Euro sind die innerhalb dieses Jahressechstels liegenden Sonderzahlungen ebenfalls steuerfrei.
  • Ist das Jahressechstel höher als 2.100 Euro werden die Sonderzahlungen abzüglich des Krankenversicherungsbeitrages und des steuerfreien Betrages von 620 Euro mit 6% versteuert.
  • Falls Ihre Sonderzahlungen höher als die monatliche Pension sind, müssen unter Umständen Teile der Sonderzahlung(en) gemeinsam mit der monatlichen Pension versteuert werden.

Anlaufstellen

Pensionsversicherungsanstalt (PVA)
Friedrich-Hillegeist-Straße 1, 1021 Wien
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-288 50
www.pensionsversicherung.at, pva@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Burgenland
Ödenburger Straße 8, 7001 Eisenstadt
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-338 50
pva-lsb@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Kärnten
Südbahngürtel 10, 9021 Klagenfurt
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-358 50
pva-lsk@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Niederösterreich
Kremser Landstraße 5, 3100 St. Pölten
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-328 50
pva-lsn@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Oberösterreich
Terminal Tower, Bahnhofsplatz 8, 4021 Linz
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-368 50
pva-lso@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Salzburg
Schallmooser Hauptstraße 11, 5021 Salzburg
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-378 50
pva-lss@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Steiermark
Eggenburgerstraße 3, 8021 Graz
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-348 50
pva-lsg@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Tirol
Ing.-Etzl-Straße 13, 6020 Innsbruck
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-388 50
pva-lst@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Vorarlberg
Zollgasse 6, 6850 Dornbirn
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-398 50
pva-lsv@pva.sozvers.at

PVA Landesstelle Wien
Friedrich-Hillegeist-Straße 1, 1021 Wien
Tel.: 05 03 03, Fax: 05 03 03-288 50
pva-lsw@pva.sozvers.at