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uniko im Traumland, in dem die Fernlehre schon funktioniert

uniko im Traumland

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) zeigt sich empört hinsichtlich der unreflektierten Aussagen von uniko Präsidentin Sabine Seidler in einer heutigen Aussendung. Die Forderung der ÖH nach einem Erlass der Studiengebühren sei für uniko Präsidentin Seidler „nicht gerechtfertigt“. “Der Zusammenschluss von uniko und Wissenschaftsministerium gegen die Studierenden ist eine Unverschämtheit sondergleichen. Frau Seidler scheint nicht zu begreifen, in welchen finanziellen Notlagen sich die Studierenden gerade befinden. Bitte, kommen Sie endlich in der Realität an, Frau Seidler”, sagt Adrijana Novakovic vom ÖH Vorsitzteam.

Laut uniko sollen Studierende Flexibilität zeigen und Abstriche machen. “Abstriche sind für Studierende zur Zeit Lebensmittel und die Miete. Hier geht es ans Existenzielle. ‘Sollen sie doch Kuchen essen’ war noch nie ein sympathischer Lösungsansatz. Studierende haben seit Wochen keine Sicherheit, weder von den Hochschulen, noch vom Ministerium - die lassen mit der geforderten Flexibilität nämlich auf sich warten“, sagt Dora Jandl vom ÖH Vorsitzteam.

Die ÖH als Interessenvertretung soll nun also die existenziellen Probleme von hunderttausenden Studierenden abfangen. Die Studiengebühren würden ca. 1 Promille aus dem “Koste es was es wolle” Budget der Regierung benötigen. “Dass die uniko sich überhaupt erlaubt, zu fordern dass die ÖH den Härtefonds doch einfach weiter ausbauen soll ist an Überheblichkeit und Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten”, stellt Desmond Grossmann vom ÖH Vorsitzteam klar und führt weiter aus. “Wir werden natürlich alles in unserer Macht stehende tun um die Studierenden zu unterstützen, dazu braucht es aber auch realistische Maßnahmen von Hochschulen und Ministerium. Alles auf uns als Interessensvertretung abzuwälzen kann nicht funktionieren.”

Für die Fernlehre gibt es von den Studierenden schlechte Noten. Laut einer ÖH-Umfrage erweist sich ein Großteil des Distance Learning als katastrophaler Fehlschlag. So wären Laborübungen aufgrund der aktuellen Maßnahmen beispielsweise ganz ausgesetzt. Auch Online Prüfungen würden alles andere als flächendeckend angeboten werden.

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