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ÖH ad Mitterlehner: Zugang zum Studium verbreitern – aber richtig!

Zugangsbeschränkungen Bildung Universität Hochschulen
ÖH LEHNT ZUGANGSHÜRDEN ENTSCHIEDEN AB

Österreichische Hochschüler_innenschaft lehnt Zugangshürden entschieden ab

Wien (OTS) - Fragwürdig sieht die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) die heutigen Aussagen von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei den Alpbacher Hochschulgesprächen.
Zugangsregelungen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie zu mehr Exklusion führen
"Wir zeigen uns jederzeit bereit zu wirklichen Verhandlungen für mehr Inklusion von Kindern aus Nicht-Akademiker_innenfamilien und Migrant_innen. Eine Ausweitung der Zugangsbeschränkungen lehnen wir entschieden ab", so Magdalena Goldinger vom Vorsitzteam der ÖH.

Mit der geplanten Ausweitung der Zugangsregelungen ‎in der Novelle des Universitätsgesetz werden die Hürden zum Hochschulzugang nur noch mehr verschärft. "Die ÖH fordert seit Jahren eine Ausfinanzierung der Hochschulen mit 2% des BIP. Wir bekennen uns klar zu einem freien und offenen Hochschulzugang und lehnen die Beschränkung weiterer Studien entschieden ab", so Goldinger weiter.

Bildung ist in Österreich immer noch von der finanziellen Situation der Eltern abhängig. Fehlende soziale Absicherung stellt für viele eine große Barriere dar, auch schon vor Beginn des Studiums. Studiengebühren machen diese Kluft nur größer. "Es stimmt eben nicht, dass alle von Anfang an die gleichen Chancen haben. Um ein Studium für alle möglich zu machen, müssen Sozialleistungen und Beihilfen ausgebaut und an die heutigen Erfordernisse angepasst werden", fordert Goldinger.

Für eine wirkliche Verbesserung der Situation braucht es vor allem politischen Willen. "Wir sehen, dass Hochschulen immer mehr zu elitären Bildungseinrichtungen verkommen. Um hier entgegenzuwirken braucht es finanzielle Anstrengungen und vor allem strukturelle Änderungen. Im Moment müssen wir aber leider feststellen, dass die Verantwortlichen hier nicht ausreichend Willen zeigen, tatsächlich etwas zu verändern", so Goldinger.

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