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ÖH: Tag der Inklusion im Zeichen von Distance Learning

ÖH: Tag der Inklusion im Zeichen von Distance Learning

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) möchte am Tag der Inklusion auf die prekäre Situation von Studierenden durch Distance Learning aufmerksam machen. Dabei geht es darum zu beleuchten inwiefern Barrieren durch diese Ausnahmesituation verschlimmert wurden, aber auch wo Barrieren aufgrund der Umstellung zur Online-Lehre abgebaut werden konnten und warum Studieren flexibel werden muss. Dabei wird mit Studierenden, welche von dieser Situation betroffen sind, zusammengearbeitet, um Barrieren im Studium zu beseitigen und allen Menschen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Zum Beispiel berichtet ein Student der Universität Wien: „Mehr Flexibilität innerhalb des Studiums, was die Zeit der angebotenen Seminare betrifft, wäre hier sehr hilfreich, nicht nur für Studierende mit Behinderung, sondern auch für Studierende in Arbeitsverhältnissen oder jene, die alleinerziehend sind.“ Gerade durch die Pandemie wurden Ungleichheiten verstärkt und Belastungen noch deutlicher, dennoch bringen die neuen Möglichkeiten im universitären Leben auch Vorteile. „Die Möglichkeit, Seminare aus meiner Wohnung zu verfolgen, erleichtert mir das Studium insofern, da ich den Weg durch die Stadt nicht antreten muss. Dieser bereitet mir häufig Schwierigkeiten und erfordert viel Konzentration. Zusätzlich kann ich dann auch Powerpointfolien vergrößern, sodass ich sie teilweise mitlesen kann“, berichtet der Student. Er und viele andere Studierende fordern ganz klar, dass Studieren flexibler werden muss: „Was mich manchmal verzweifeln lässt, sind die höchst unflexiblen Studienzeiten. Als Studierender mit Behinderung, in einem Arbeitsverhältnis und mit familiären Pflichten ist es hier schwierig, alles unter einen Hut bringen zu können.“

Als ÖH stehen wir hinter den Studierenden und fordern am Tag der Inklusion einen flexibleren Zugang zum Studium sowie den Abbau von Barrieren für Studierende.

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