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Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) kritisiert Ausweitung der Zugangsbeschränkungen in UG-Novelle

Ausfinanzierung statt Beschränkung des Zugangs, faire Mitsprache bei Berufungen von Professor_innen und keine neuen StEOPS

Obwohl die Wirksamkeit von Zugangsbeschränkungen stark bezweifelt wird, plant die Bundesregierung eine Verlängerung und Ausweitung. Die ÖH lehnt jede Form der Zugangsbeschränkung ab. "Anstatt Studien noch stärker zu beschränken ist es endlich notwendig die Hochschulen mit 2 % des BIP zu finanzieren, wie es seit vielen Jahren zugesagt ist." ärgert sich Philip Flacke vom Vorsitzteam. Im selben Atemzug wird weiters geplant, die Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) zu verlängern und auf bisher davon verschonte Studiengänge auszuweiten. Eine Mindestgröße von 8 ECTS lehnt die ÖH ab, gerade auch im Hinblick auf die Ergebnisse der StEOP-Evaluierung, in welcher StEOPs mit weniger ECTS ausdrücklich gelobt wurden. Die geplante Vorziehregelung im Rahmen von 10 ECTS ist bei weitem nicht ausreichend. Beihilfen und Stipendien brauchen oft einen höheren Leistungsnachweis als mit der vorliegenden Regelung erreichbar ist. Die ÖH fordert die Abschaffung der StEOP, zumindest aber eine grundlegendere Überarbeitung. Die StEOP in ihrer heutigen Form fungiert immer noch als unfaire und versteckte Zugangsbeschränkung. Investitionen in den österreichischen Hochschulsektor sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes.
Die Erweiterung der Professor_innenkurie durch assoziierte Professor_innen ist ein erster Schritt in Richtung fairer Mitspracheverhältnisse an den Universitäten. Die Einführung verkürzter Berufungsverfahren für assoziierte Professor_innen ist jedoch der falsche Weg. Bis dato wurden Berufungen unter Mitsprache aller Universitätsangehörigen durchgeführt. Dies soll nun in autokratischer Weise alleinige Aufgabe des Rektorats sein. "Eine derartig undemokratische Vorgangsweise öffnet Freund_innenwirtschaft Tür und Tor." fügt Philip Flacke hinzu. Die ÖH fordert seit hier die Wiederherstellung der Drittelparität in den Senaten der Universitäten.
Auch die Verdopplung des Planungszeitraums der Universitäten in Form eines sechsjährigen Entwicklungsplanes stellt eine massive Einschränkung der Flexibilität unserer Hochschulen dar. "Die heutige Wissenschaftswelt muss flexibel und kurzfristig auf Entwicklungen reagieren können, nur so sind Bildung und Forschung auf internationalem Niveau möglich." hält Philip Flacke fest.

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