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Den Studierenden ihr Recht!

Alle Jahre wieder redet die Politik bedeutungsvoll von einer Reform des Studienrechts. Alle Jahre wieder ändert sich schlussendlich dann doch recht wenig. Mit der neuen türkis-grünen Regierung soll es jetzt aber wirklich passieren - eine Arbeitsgruppe wurde angekündigt und wir, als gesetzliche Vertretung aller Studierenden, vertreten dort eure Interessen.

Geht's der Wirtschaft gut, geht's der Wirtschaft gut

Die Ausgangslage ist eine schwierige. In den letzten Monaten wurde immer deutlicher, dass sich unsere Vorstellung von Hochschulen und ihrem gesamtgesellschaftlichen Zweck von derjenigen des Wissenschaftsministeriums unterscheiden. Während Bildung für uns vor allem ein Mittel zur Emanzipation sein muss, hört man bei Minister Faßmann sehr viel von “Leistung” und “Wirtschaft”. Da geht es schon lange nicht mehr um kritisches Denken und interdisziplinäres Lernen und Forschen, sondern darum, möglichst viele Studierende möglichst schnell, möglichst fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Oberste Prämisse lautet: Der Wirtschaft gefallen. Als ÖH wehren wir uns gegen die neoliberale Verwertungslogik, in der Hochschulen immer mehr als reine Ausbildungsstätten gesehen werden, um uns Studierende quasi wie Konsument_innen abzufertigen.

Wenn man nicht mehr weiter weiß – gründet man 'nen Arbeitskreis

In den vergangenen Jahren wurde es düsterer in der Hochschulpolitik. Genossen die Verhandler_innen des Regierungsprogramms selbst größtenteils noch ein sehr viel liberaleres Studienrecht ohne Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren, erfahren wir Studierende heute einen bildungspolitischen Rückschlag nach dem anderen. Die jetzt angekündigte Reform des Studienrechts bedeutet für uns als ÖH also, bestehendes zu verteidigen und neues, besseres zu erkämpfen.

Wir verlangen:

  • mehr Rechtssicherheit, nicht weniger
  • ein selbstbestimmtes Studium – und zwar in jeder Lebenslage
  • Besseres Lernen auf Augenhöhe

Zusammen sind wir mehr

Die Änderungen im Studienrecht betreffen uns alle. Sie entscheiden, wie unser Studium abläuft, wie die Jahre unseres Studiums gestaltet sind. Wir Studierende sind die Expert_innen in der Frage, wie wir studieren können und wollen. Wir sind unmittelbar davon betroffen - ganz im Gegenteil zu Ministerium und Rektoraten. Lassen wir uns nicht an die kurze Leine nehmen, sondern kämpfen für mehr Sicherheit für alle Studierenden ungeachtet ihrer Lebensumstände, ein selbstbestimmtes Studium und eine bessere Lehre.

Du bist gefragt!

Einen genauen Fahrplan für die angehende Arbeitsgruppe gibts es noch nicht - das heißt aber auch, dass wir Studierende JETZT Druck machen müssen! Teil uns mit, was sich ändern muss, vom Prüfungsrecht bis zu den Curriculas. Wir holen uns ein Studienrecht, dass sich an uns orientiert und nicht an der Wirtschaftskammer - bist du dabei?

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