FrauenSommerUniversität 2012 Wien

19. bis 22. September 2012 in Wien

Feminismen leben


Den Feminismus gibt es nicht. So vielfältig wie die Lebensrealitäten von Frauen sind auch feministische Strömungen.
Feminismen sind nicht nur theoretische Konzepte – sie sind Ausgangspunkte für politische Bewegungen und werden von Feminist*innen im Alltag gelebt.
Im Rahmen der FrauenSommerUniversität 2012 in Wien möchten wir uns mit dieser feministischen Praxis auseinandersetzen und rufen euch dazu auf, uns eure Ideen zum Thema „Feminismen leben“ zu schicken.

Frauenuniversitäten haben in Österreich eine lange Tradition, wurden 2007 wiederbelebt und finden seither jährlich in einem anderen Bundesland statt. Die Frauenuniversität schafft Räume, um sich auszutauschen, zu diskutieren, sich zu vernetzen und frauenpolitisch aktiv zu werden. Jede Frau* ist dazu eingeladen, einen Vortrag zu halten, einen Workshop oder eine künstlerische / politische Aktion zu gestalten, eine Diskussion zu leiten – oder sich in ganz anderer Form einzubringen.

Feminismen leben – Themenbereiche

1. Alltagsfeminismus

Kinder feministisch erziehen, eine feministische Partner_innenschaft leben, sich rassistischer und sexistischer Diskriminierung im Alltag entgegenstellen, feministisch einkaufen…? Feminismen finden auch außerhalb von Hörsälen und Frauendemonstrationen statt: Wir möchten wissen, wie ihr Feminismus im Alltag lebt und welche Herausforderungen sich dabei für euch ergeben! Nachahmung erwünscht!?

2. Jeder Generation ihren eigenen Feminismus!?
2. Welle, 3. Welle – der Generationenkonflikt der Feministinnen* wird (zumindest medial) seit einigen Jahren diskutiert. Gibt es einen solchen Konflikt tatsächlich? Hat jede „Generation“ ihren Kampf zu führen und benötigt so auch ihren eigenen Feminismus? Verlaufen Konfliktlinien auf gänzlich anderen Ebenen? Wirken solche Konflikte produktiv oder schaden sie der Frauen*bewegung? Eure Positionen sind gefragt!

3. Verhandlungen von Feminismen und Antifeminismen im Netz
Das Internet schafft (virtuelle) feministische Räume: Auch im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile zahlreiche feministische Weblogs, in sozialen Netzwerken findet der feministische Austausch über nationale Grenzen hinweg statt. Zugleich hat sich das Netz aber auch zum Treffpunkt für Männerrechtler*innen und Antifeminist*innen entwickelt: In feministischen Foren werden Diskussionen verunmöglicht, Drohungen und Beschimpfen stehen auf der Tagesordnung. Wir interessieren uns für eure Ideen und Strategien: Wie geht ihr mit dieser Situation um? Welche Bedeutung hat das Internet für eure feministische Lebenspraxis?

4. Feminismen in Theorie und Praxis
Die Diskussion um das Verhältnis von feministischer Theorie und Praxis begleitet die Frauen*bewegung seit vielen Jahrzehnten. Welche Bedeutung hat die Theorie-Praxis-Schere für die vielfältigen feministischen Strömungen? Wie viel Vielfalt verträgt Feminismus? Wie verläuft eine Kommunikation von feministischer Wissenschaft und findet sie überhaupt statt? Wird feministische Wissenschaft von den „Gender Studies“ abgelöst? Oder sind „Gender Studies“ und „Queer Theory“ nur neue Labels für bestehende Diskurse. Lasst uns gemeinsam Theorie und Praxis verbinden!

5. FSU in Action!
Feministischer Aktionismus im öffentlichen Raum hat vielfältige Formen angenommen: Flashmobs, Guerilla Knitting, Adbusting – wir möchten bei der FrauenSommerUniversität in Wien eure Kreativität nutzen, Handlungsanleitungen entwerfen und selbst aktiv werden! Eure Ideen sind gefragt!

Eure Beiträge


Was die Form eurer Beiträge betrifft, möchten wir euch möglichst wenig einschränken. Ob ihr einen klassischen Vortrag halten und eure Forschungsergebnisse präsentieren möchtet oder andere Frauen* für einen Projektentwurf, eine künstlerische Aktion oder eine Diskussion begeistern möchtet – die FrauenSommerUniversität bietet Raum für eure Ideen.
Wir bitten euch um eine kurze Beschreibung (ca. eine A4 Seite) eures Vorhabens und welche Räumlichkeiten und welches Material ihr dazu benötigt.

Wir sind bemüht, genügend Fördermittel zu gewinnen, um eure Beiträge angemessen zu honorieren, können das aber im Moment noch nicht zusagen. Wir werden auf jeden Fall eventuelle Fahrt-, Übernachtungs- und Materialkosten übernehmen.

Bitte schickt uns eure Ideen bis spätestens 03.06.2012 am besten per E-Mail an: fsu.wien[a]gmail.com
Wir werden uns anschließend alle Einreichungen ansehen und euch so bald als möglich über unsere Entscheidung informieren. Wir freuen uns auf eure Beiträge!

Das Orga-Team der FrauenSommerUniversität Wien

Kontakt: fsu.wien[at]gmail.com

Auf http://ffuni.blogsport.de/ findet ihr laufend Informationen zur FSU! Wir sind auch auf Facebook vertreten!

Frauenin/transFormation. Beiträge zur FrauenFrühlingsUniversität Graz 2009


herausgegeben von Hanna Rohn, Lisa Scheer und Eva Maria Zenz

Anschließend an die FrauenFrühlingsUni in Graz 2009 entstand eine Publikation, in welcher Mitwirkende Inhalte, Themen und Erkenntnisse der Veranstaltung noch einmal aufgreifen und Revue passieren lassen.

Die Vielfalt der Beiträge und Reflexionen spiegelt die Heterogenität ihrer Autorinnen sowie der heutigen Frauenbewegung wider. Sie thematisieren die Geschichte der Frauenbewegungen bis hin zu aktuellen Krisen des Geschlechterverhältnisses, die Kritik an Heteronormativität bis hin zur geschlechtergerechten Sprache, das Arbeitsrecht bis hin zur politischen Utopie, mediale Geschlechterbilder und die Frauenmusikbewegung – sowohl aus theoretischer wie auch aus praktischer Perspektive.

FFU09 Cover

Neben der Beschäftigung mit aktuellen Fragen zum Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft wird Einblick in die Organisation, die hinter einer Frauenuniversität steht, gegeben sowie in damit zusammenhängende Diskussionen, deren Erkenntnisse auch für andere feministische Veranstaltungen aufschlussreich sind.

Exemplare können über die Herausgeberinnen bezogen werden – Kontaktaufnahme via Email:
ffu09@gmx.at

Frauensommeruniversität Linz 2011

Lebensrealitäten: Weiter denken. Weiter handeln

Wann: 23. bis 24. September 2011

Wo: Kunstuni Linz

Veranstalterin: Linzer Verein zur Förderung feministischer Wissenschaft und Praxis


Frauenuniversitäten haben seit den 1970er Jahren eine lange Tradition. Sie wurden geschaffen, um weibliche Freiräume an den von Männern dominierten Universitäten zu etablieren. Nachdem 2007 die Frauenuniversitäten wieder ins Leben gerufen wurden und bisher in Wien, Salzburg, Graz und Klagenfurt stattfanden, gibt es 2011 in Linz eine Frauensommeruniversität (FSU). Sie findet in einem besonderen Jahr statt. Vor 100 Jahren wurde in Österreich, Deutschland, Dänemark, der Schweiz und anderen Ländern zum ersten Mal der Internationale Frauentag begangen. Ungefähr 20.000 Personen, zu einem überwiegenden Teil Frauen, demonstrierten für die Einführung eines allgemeinen Frauenwahlrechts, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs und Verbesserungen in der Sozialgesetzgebung. 100 Jahre später sind Frauen noch immer nicht in allen Lebensbereichen gleichgestellt. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass, bei der Frauensommeruni mit dem Thema „Lebensrealitäten“ die noch bestehenden Ungleichheiten aufzuzeigen, verschiedene Wirklichkeiten darzustellen, kritische Perspektiven zu entwickeln, miteinander und voneinander zu lernen sowie uns zu vernetzen und uns zu feiern.

Die Frauensommeruniversität soll ein Freiraum für alle interessierten Frauen und Transfrauen sein, in dem jenseits der alltäglichen Mühen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht, Vernetzung und Bildung ermöglicht wird. Gesellschafts- und frauenpolitische Forderungen können nur gemeinsam gefunden werden, wenn verschiedenen Wirklichkeiten, Erfahrungen und Anliegen Freiraum geboten wird. Im Rahmen der Frauenuniversität soll eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Herrschaftsstrukturen stattfinden.

Die Frauenuniversität richtet sich an Frauen und Transfrauen jeden Alters, jeder Bildung, jeder sozialen und geografischen Herkunft und jeder sexuellen Orientierung. Unabhängig von gesellschaftlichen Zuschreibungen sind Frauen und Transfrauen mit und ohne Arbeit, mit und ohne Betreuungspflichten, mit und ohne besonderen Bedürfnissen, die zu einer Verbesserung des politischen, kulturellen und sozialen Lebens von Frauen beitragen wollen, eingeladen, ihre Ideen zu präsentieren und zu diskutieren. Der Freiraum soll dazu genutzt werden, Projekte zu planen, die gegenwärtige Ungleichheiten aufzeigen und/oder Strategien zu entwickeln, diese zu beseitigen. Der Freiraum bietet nicht nur Raum für Diskussion und Engagement, sondern auch Platz fürs Feiern, Tanzen, Essen und Trinken.

Die Frauenuni lebt von den Frauen, die sie mit Leben füllen. Sie bietet daher einen Rahmen für Einzelfrauen, Gruppen aber auch verschiedene Initiativen oder Organisationen, um eigene Forderungen, Ideen, Projekte, Forschungsergebnisse usw. – mit verschiedensten Ausdrucksformen – einzubringen.

Presseaussendung Frauensommeruniversität Linz, 23. – 24.09.2011


FrauenFrühlingsUniversität 2010

FrauenFrühlingsUniversität
Heuer findet die FrauenFrühlingsUni (FFU) in Klagenfurt/Celovec statt!
Termin: 21. – 23. Mai 2010.

Veranstaltungsort: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Universitätsstraße 65-67, 9020 Klagenfurt

Gut zu wissen: kostenlos und unabhängig; ganztägige Kinderbetreuung; barrierefreier Zugang. Eingeladen sind alle Frauen und Transfrauen ab 14. Für einige Workshops sind dieses Jahr erstmalig auch interessierte Männer eingeladen, weil wir wissen, dass Feminismus nicht nur Frauensache ist und der Weg zur Gleichberechtigung eine gemeinsame Zusammenarbeit mit sensibilisierten Männern beinhaltet.

Dass die FrauenFrühlingsUni von Frauen organisiert wird und die Workshops von Frauen geleitet werden hat jedoch einen Sinn: Seit den 1970er Jahren schaffen die FrauenSommer- bzw. FrauenFrühlingsUnis einen Raum für Frauen, um sich zu bilden und zu vernetzen. Sie dienen dem Empowerment von Frauen in einer noch immer männlich dominierten (Wissenschafts-) Welt. Bei den FFUs werden zur Abwechslung einmal alle leitenden und repräsentativen Funktionen von Frauen übernommen. Die Lebensrealitäten von Frauen werden thematisiert und berücksichtigt. Frauen erfahren Frauensolidarität. Es entstehen Frauennetzwerke und feministische Projekte. Frauen erleben, dass - und wie -sie zur angestrebten Gleichberechtigung selber beitragen können.

„Die FFU – das ist ein Ort des Austausches, der Geschichte und Geschichten, der Bildung, der Emanzipation und noch vieles mehr. Die FFU ist ein Projekt, das Frauen generations-übergreifend zusammenbringt, wo über Erfahrungen gesprochen, Politik diskutiert, Hergebrachtes und Eingefahrenes kritisiert, aber auch gemeinsam gefeiert, lustvoll gelebt wird.“ (Salzburger Folder 08)
Frauen – Wege – Utopien. Das sind die Themenachsen der heurigen FFU. Frauen aus Österreich, Deutschland und Ungarn bieten zu diesen Themen Workshops, Vorträge und Symposien an: Körperutopien werden hinterfragt, Wege mit dem eigenen Körper umzugehen können in einem Qigong- einem Atemtechnik- und einem Expressive – Authentic –Dance- Workshop erprobt werden. Selbstverteidigungsstrategien können in einem Erzählcafé ausgetauscht werden und bei einem Argumentationstraining kann frau lernen,schlagfertige Antworten auf Stammtischparolen zu geben. In einem Erinnerungsarbeit-Workshop und einem Theater- Biografie- Workshop können zurückgelegte Wege aufgearbeitet werden. Thematisiert werden aber auch Frauenwege in der Geschichte: Die historische Darstellung der Frauenbewegung in Ungarn, die Studentinnenbewegung in Lateinamerika, Frauen und Rechtsextremismus, Frauen und Abtreibung, Frauen in der europäischen Wissenschaftsgeschichte, die Sexualitäts- und Geschlechtergeschichte der neuzeitlichen Hexenverfolgung, aktuelle Herausforderungen der Frauenbewegung u.v.a. Darüber hinaus präsentieren verschiedene Künstlerinnen ihre Videoinstallationen zu diesen Themen und die Texte der GewinnerInnen des Literaturwettbewerbs „Frauen – Wege – Utopien“ werden verlesen.

Neugierig geworden?
Weitere Informationen findet ihr auf http://ffuni.blogsport.de (Programm, Anmeldung, Anfahrt, Rückerstattung der Fahrtkosten, kostenlose Übernach-tung, Kinderbetreuung, etc.).



Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft

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