Die ÖH Bundesvertretung nimmt den Internationalen Frauentag zum Anlass, darauf aufmerksam zu machen, dass eine
wissenschaftliche Karriere für Frauen immer noch mit vielen Hürden verbunden ist. Auch wenn mittlerweile mehr Frauen als Männer an den
Hochschulen studieren, zeigt sich beim wissenschaftlichen Personal den ProfessorInnen oder den RektorInnen ein ganz anderes Bild.
Wann: am 08.03. um 10.00 Uhr
Wo: vor der Hauptrampe der Universität Wien
Liebe Frauen*, Mädchen, Lesben, Trans! Liebe Interessierte,
Der 8.März, Internationale Frauen*tag rückt immer näher und euch heuer wollten wir euch anbieten, auch heuer wieder Materialien für
Aktionen rund um den 8.März an euch zukommen zu lassen.
Wir können euch anbieten
- 8.März Broschüre des Femrefs anlässlich des 100. Frauentags (letztes Jahr)
- Plakate zum 8.März
- Plakate gegen Gewalt an Frauen
Material kann unter http://www.oeh.ac.at/#/informationnews/downloads-bestellen/bestellen/ gratis bestellt werden.
Die Broschüre zum 8. März des Referats für feministische Politik ist auch online:
http://www.oeh.ac.at/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/2011/OEHfrauen_Maerz11_WEB.pdf
8.März 2012- Frauen auf die Straße, Frauen auf die Barrikaden –
Raus zum Internationalen Frauenkampftag!
Autonome Frauen Lesben Mädchen - DEMONSTRATION: 8. März 12
Auftaktkundgebung Schwedenplatz, 16.30 Uhr, Demobeginn 17.00
Kein Arrangieren von uns Frauen mit dem Patriarchat, Kapitalismus und
seinen imperalistischen Kriegen!
Nein zu Isolation und Vereinzelung -
Revolutionäre FrauenLesbenOrganisierung lohnt sich!
FrauenLesben protestieren, rebellieren und organisieren Frauenwiderstand überall auf der Welt – zu jeder Stunde, an jedem Tag – ob im Alltag, in der Arbeit, Schule, Lehre, Ehe, gegen neokoloniale Besatzer und deren Militär, gegen den Staat, gegen Vergewaltiger,….- als Individuum und organisiert, gegen Patriarchat, Ausbeutung und Unterdrückung.
An Tagen wie dem 8. März organisieren FrauenLesben international – in Verbundenheit zueinander – Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen, nicht nur in „Traditionspflege“, sondern um die Kämpfe für unsere Freiheit und Würde im HIER und JETZT weiter zu führen und sichtbar zu machen. Wir beziehen uns auf die historischen Frauenkämpfe, bauen auf den erkämpften Errungenschaften der ersten und der autonomen Frauenbewegung auf und verteidigen diese zugleich gegen reaktionäre, antifeministische Angriffe aus der so genannten „Neuen Rechten“, der„Väterrechtsbewegung“ und der Maskulisten, der Klerikalfaschisten und Abtreibungsgegner. Wir bieten dem organisierten Frauenhass die Stirn und bekämpfen die sexistische Gewalt“kultur“, in der wir leben sollen.
Darum: FrauenLesben kommt am 8. März auf die Straße!
Kapitalismus - wir haben dich durchschaut!
Uns kannst du am Arsch integrieren!
Unter anderem durch viele Errungenschaften der feministischen Bewegungen hat sich der Kapitalismus modernisiert und ist heute anpassungsfähiger als je zuvor. Durch die Institutionalisierung wichtiger Teile der Frauenbewegung, ist es schwieriger unseren Kampf weiterzuführen. Dennoch: als Feministinnen wehren wir uns gegen jede Einverleibung ins kapitalistische System! Gesetzliche Gleichstellung, gleichbedeutend mit einer Anpassung ans kapitalistische Patriarchat, wird uns als anstrebenswertes Ziel und weitgehend realisiert vorgegaukelt. Doch davon lassen wir uns nicht täuschen! Wir FrauenLesben wollen mehr, wir wollen in Freiheit und Selbstbestimmung leben. Trotz der vielen Kämpfe von Frauen und der dadurch errungenen Erfolge besteht für die Mehrheit bis heute nirgendwo gesellschaftliche Freiheit.
Darum: FrauenLesben kommt am 8. März auf die Straße!
Widerstand gegen Asylgesetze, EUropa- und weltweite Kriegseinsätze!
Hände weg von Afrika!
Solange Frauen weltweit in Unterdrückung und Ausbeutung leben, sind wir HIER nicht frei! Es sind imperialistische Staaten und deren multinationale Konzerne hier –wo auch Österreich mitmischt – die auf allen Kontinenten an der Ausplünderung von Rohstoffen beteiligt sind. Die diktatorische Regime finanziell und mit Waffen unterstützen, emanzipatorischen Bewegungen niederschlagen und damit die Anhäufung „ihres“ Reichtums durch die Ausbeutung der Arbeitskraft der Menschen, vor allem auch Frauen(körpern) und der Natur in den kolonialisierten Ländern weiterhin sichern.
Verschärft durch die Krise und die zunehmende zwischenstaatliche Konkurrenz, hat bereits ein Krieg um die Neuaufteilung der ehemals kolonialisierten Länder begonnen. Der Krieg gegen Libyen war ein strategischer Zug, um im Norden Afrikas Fuß zu fassen.
Auch die EU – Staaten sind dabei aufzurüsten, um sich an Kriegseinsätzen „effizienter“ beteiligen zu können. Dadurch wandern Millionen an Euros in die Tasche der Ruestungsindustrie und fehlen dann im sozialen Bereich. Äußere militärische Aufrüstung, Kriegseinsätze und Aufstandsbekämpfung haben einen verschärften Krieg gegen die eigene Bevölkerung zur Folge und werden im Rahmen repressiver Gesetze wie den „Antiterrorgesetzen“ und rassistisch/ sexistischer Gesetze umgesetzt. Wir lassen uns nicht einschüchtern! Teil unseres politischen Handelns ist es, die nationalstaatlichen und europäischen KriegsHERREN hier zu stoppen sowie den Protest gegen den rassistischen Staatsapparat zu organisieren.
Darum: FrauenLesben kommt am 8. März auf die Straße!
Alle Frauen fürs Patriarchat kaputt gespart?
Griechenland ist ein vor Augen geführtes, drastisches Beispiel dafür, wie EU-Politik funktionieren soll und wem sie eigentlich dient: Das Griechenland zur Verfügung gestellte Geld darf nicht dazu verwendet werden, ein anderes Wirtschaftssystem aufzubauen. Das Geld geht an die Verursacher mit Zinsen zurück und wird sowohl vom griechischen Volk wie auch EU-weit von den Armen zu den Reichen umverteilt. Die Superreichen werden wieder mal nicht mit diesem Problem tangiert. Sie verdienen noch dran! Und wie immer zahlen in erster Linie Frauen die Zeche dieser Räuber! Denn sie müssen auch unter widrigsten Umständen das Über-Leben garantieren. Eingeforderte Sparpakete, Sparmaßnahmen, durch die das „investierte“ Geld wieder zurückgeholt werden soll, bedeuten unter dem Deckmantel der Umstrukturierung zu „wirtschaftlichen“ Unternehmen einen Abbau von erkämpften sozialen Errungenschaften und Einrichtungen wie der allgemeinen Gesundheits- und Pensionsvorsorge, Absicherungen durch Arbeitslosengeld oder Mindestsicherung, etc. Wie sich das dann auf Regionalpolitik auswirkt, zeigt sich auch durch die Kürzungen unter der neoliberalen rot/grünen Stadtregierung. Soziale, feministische und antifaschistische Projekte wie das Kulturzentrum Amerlinghaus werden kaputt gespart oder durch finanzielle „Umstrukturierungen“ bedroht. Massiv betroffen sind seit Jahren feministische Einrichtungen wie autonome Frauennotrufe, Frauenzentren, Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen. Das autonome FrauenLesbenMädchenZentrum (FLMZ) in Wien ist ebenfalls im Visier dieser wirtschaftlichen Einverleibungsversuche der Stadt. Denn anstatt autonome Orte zu fördern oder gar zu finanzieren, sollen diese Orte plötzlich Geld liefern! Das FLMZ, wurde vor 30 Jahren von Frauen und Lesben als Teil der autonomen Frauenbewegung besetzt und ist ein wichtiger feministischer Ort des Widerstandes und der feministischen Organisierung, den wir uns nicht nehmen lassen!
Darum: FrauenLesben kommt am 8. März auf die Straße!
Organisiert – gemeinsam – international -
Für ein feministisches Leben kämpfen, raus aus der Passivität!
Eine Welt ohne Macht, Ausbeutung und Unterdrückung, ohne Kriege und Herrschaft über andere Menschen ist unsere Utopie und ist möglich! Autonome FrauenLesbenOrganisierung sehen wir als Notwendigkeit, um unsere Selbstbestimmung innerhalb patriarchaler Strukturen zu leben. Der Kapitalismus lebt durch die Aufrechterhaltung sexistischer Strukturen wie der Ehe, dem Konzept Kleinfamilie und der unbezahlten Reproduktionsarbeit
(Kindererziehung, Hausarbeit und Altenpflege, Beziehungsarbeit). Frauen sollen schön, jung, schlank, sexy, sexuell verfügbar, ruhig und passiv und zugleich alle Aufgaben meisternd sein. Das Bild wie Frauen sein sollen, wird uns seit es Kapitalismus gibt, immer wieder in abgeänderter Form präsentiert. Schluss damit! Seit es Herrschaft gibt, gibt es auch Frauen, die sich dagegen wehren. Sie alle sind, im Kleinen wie im Großen, Rebellinnen und Kämpferinnen. Es ist keiner Frau Schicksal als Opfer zu leben. Wir treffen Entscheidungen, verändern und bestimmen unser Leben selbst – einzeln und gemeinsam.
Darum: FrauenLesben kommt am 8. März auf die Straße!
Frauen, die kämpfen, sind Frauen, die leben!
Ohne Befreiung der Frau gibt es keine Revolution – Ohne Revolution gibt
Es keine Befreiung der Frau!
Devrim olmadan kadInlar kurtulmaz – kadInlar katIlmadan devrimler olmaz
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8th of March, 2012: International Fighting - Day of Women -
Women, come into the streets, Women, mount the barricades!
autonomous demonstration of women, lesbians and girls only
meetingpoint: 4.30p.m. Schwedenplatz_ Demonstration starts at 5p.m.
WOMEN SAY NO TO PATRIARCHY, CAPITALISM AND IMPERIALISTIC WARS!
FOR A REVOLUTIONARY - SEPERATED - ORGANISATION OF WOMEN AND
LESBIANS!
Women and lesbians are revolting, fighting and are organising resistance
everywhere in the world - every minute, every day in their daily -
life- at work, at school, in apprenticeship, against men in marriage or
their boyfriends, rapists, sexist's attacks in the streets, against state,
neocolonialism, imperialism and military,...- as an individiuum and
organised - against patriarchy, oppression and exploitation.
On days like the 8th of March, women are organising international protests
– in solidarity and connectivity to each other - not only
because of "traditional" reasons but to continue the struggle
for our freedom and dignity, to make it visible here and now.
As women today we refer to historical fights of women and their results of
the first women movement and the autonomous movement of women and lesbians
in the seventies. We also are defending our rights, others faught for in
the past, against antifeminists attacks from the new right - wing,
"movements of the daddys" and the masculists, the clerical
facists and the self appointed pro-lifers. We fight against this sexist
male - violent "cultur" where we live in.
For that reasons: Women and lesbians come to the streets on the 8th of March!
Capitalism- we know you well! We will never blend in! Fuck off!
Due to achievements from the feminist movement, capitalism has (been)
adapted and ideological upgraded. Today capitalism is more flexible than in
the past. Due to the process of annexation of important parts of the
feminist movement, it is harder to continue our struggle. Nevertheless, as
feminists we are continuing to fight against every attempt to assimilate us
into the capitalistic system. To stop the struggle by affirming their
format of equality generally means adaption into the
capitalistic patriarchy. In common they try to present us
equality as realised aim. We refuse to be cozen! We, women
and lesbians, want much more, we want to live in freedom and
self - determination. Despite struggling of many women and their
success, for the majority of people there is no social freedom yet.
For that reasons: Women and lesbians come to the streets on the 8th of March!
Resistance against imperialistic wars and against the racist and sexist
laws against asylum - seekers! EUrope - hands off Africa!
As long as Women worldwide are living in economic dependence due to
exploitation and oppression, no one of us (here) can be free. The
imperialistic states and their multinational affiliated groups here -
Austria is definitely part of it - are responsible for the
exploitation of natural resources in all continents of the world, for the
abolition of freedom movements through the financial support and weapons to
the dictatorships and empires. That's all done to assure their own
luxuriousness and wealth due to the exploitation of human - labour,
especially from women(bodies) and nature at the colonial countries.
Armament, wars and smashing revolts parallel means intensive war in the own
country against the own population, authorized by repressive laws which are
opposed to refugees, migrants, women, social - weak persons and also
to every kind of resistance and revolutionary movements. We won't be
intimidated by that repression! It's our political responsibility and
necessary part of our acting to stop the national and EUropean warlords
here, where they are!
For that reasons: Women and lesbians come to the streets on the 8th of March!
All women ruined by "saving for patriarchy"?
Greece is a drastic example to recognise how EU-policies should work and
whom's purpose this serves: The provided finances must not be used to build
another economy or to provide labour and life to the people. Finances will
return to the causer interest-bearing. It has to be paid by greec
population and is reallucated from the poor to the rich EU-wide. Superrich
are not confronted with that problem at all. They turn a profit by this.
And as always: Women will foot the bill caused by this bandits. Because
women have to sustain children and families under worst
conditions.Austerity packages and economy measures, demanding to restore
"invested" money under the disguise of economic restructuring, mean nothing
else than undermining hard-fought social advances and facilities like
public health care, pension fund, coverage by unemployment benefit or
social welfare.
How to affect the crises the regional politcs, the green - red gouverment?
The impact from the extensive economies to the regional politics are more
and more social cuts from the neoliberal government in Vienna. Social,
feminist and antifacist projects, like the "Kulturzentrum Amerlinghaus",
are ruined by curtailing and are endangered by forced financial
restructuring. Hardly affected by financial curtails are feminist
projects like autonomous helplines, women/lesbian centers, shelters and
counselling centers for women, currently in trouble is the autonomous
women's/lesbian and girls-center in Vienna (FLMZ). Instead of advancing or
to support projects, like this, citygovernment wants us to achieve money to
them. 30 years ago, the FLMZ was squatted by women and lesbians as a part
of the autonomous women's - movement. Till this day it is an important
space of feminist resistance and for the feminist organisation.
For all this reasons: Women and lesbians! Come to the streets on the 8th
of March!
Organised - common - international - struggling for a feminist life!
Out of the passiveness!
A world without capitalist - patriarchy power, exploitation and
oppression, without wars and autorithy among other people(s) is our utopia
and is possible!
Autonomous organisation of women and lesbians is the necessity for living
under self - determination within patriarchal structures. Capitalism is
only possible concerning the maintenance of sexist structurs in society
like marriage and the nuclear family, the unpaid reproduction - labour
(parenting, domestic work, care of the elderly). Women have to be
beautiful, young, slight, carnal to be available, passive and at the same
time have to manage all work and all problems. Since capitalism exists,
the way women should be has changed several times and is suggested again
and again. Women have to do, in changing form, everywhere present.
Stop it now! Women have been struggling since the riseup of dominance. All
of them are, in small or in big relation, rebels and fighters. It' s not
women' s destiny to live as victims. We make decisions, changes and
determinate our life by ourself - as an individium and common!
For all that reasons: Women and lesbians come to the streets on the 8th of
March!
Women who fight are women who live!
There is no revolution, without the liberation of women _ without
liberation of women, there is no revolution!
liebe frauen,
die demo am 19. naht in großen schritten und wir haben noch 20000 flyer, 10000 pickerl und 5000 folder, die im kosmostheater in wien auf ihre verteilung warten (minus dem, was bisher schon abgeholt wurde).
dafür suchen wir 100 aktivistinnen, die in den nächsten 2-3 tagen je 300 folder, flyer und aufkleber im öffentlichen raum verteilen und anbringen.
das kosmostheater ist täglich zwischen 11 und 15 uhr geöffnet, in dieser zeit könnt ihr die materialien abholen.
300 folder/flyer und aufkleber sind ca. 3 stunden zeit von heute bis freitag!
alle, die sich an dieser aktion beteiligen möchten, sind herzlcih eingeladen, sich bei office@20000frauen.at (zwecks koordinierung und überblick) zu melden.
am ende der woche sollte es keinen bezirk, keine straße, keine u-bahn- und s-bahnstation, keine schule, keinen kindergarten, kein einkaufszentrum usw. mehr in wien (und umgebung) geben, an und in denen frauen nicht von der demo gehört und gelesen haben.
lassen wir die sonne scheinen!
liebe frauen,
die initiative 100 jahre internationaler frauentag am 19. märz 2011 trifft sich das nächste mal am volksstimmefest.
ort: frauendorf, jesuitenwiese-prater
zeit: sonntag, 5. september 2010, 13.30
dann wieder am 22. september 2010, 19.00 bei lefö, kettenbrückengasse 15/4, 1050 wien.
an beiden terminen wollen wir sowohl inhaltliches als auch organisatorisches (sprich: arbeitsteiliges) diskutieren.
diejenigen, die laufend informiert werden möchten, können sich in die facebook-gruppe 100 Jahre Internationaler Frauentag oder in die mailingliste: 100jahrefrauentag@gmail.com eintragen.
Internationaler Frauentag 2011
Die Idee: eine bundesweite Frauendemonstration
Wir rufen auf zu einer bundesweiten Demonstration von Tausenden Frauen am Samstag, 19. März 2011!
Am bzw. rund um den 8. März sollen regionale Aktivitäten und Demonstrationen stattfinden.
Vor beinahe 100 Jahren, am 19. März 1911, fand in Wien die erste große Demonstration für Frauenrechte statt. An die 20.000 Personen – mehrheitlich Frauen – marschierten vom Gartenbaupalais zum Rathaus. Ihre Anliegen waren: allgemeines Frauenwahlrecht, Arbeitsschutzgesetze, Mutter- und Kinderschutz, 8-Stunden-Tag, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, die Senkung der Lebensmittelpreise, die Einführung einer Sozialversicherung, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und die Verhinderung des sich am Horizont bereits abzeichnenden 1. Weltkrieges. Ähnliche Demonstrationen fanden im selben Jahr in Deutschland, der Schweiz, Dänemark und den USA statt. Die Initiative zum Internationalen Frauentag kam aus der proletarischen sozialistischen Frauenbewegung. Clara Zetkin brachte einen Antrag für einen Internationalen Frauentag bei der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen im Jahr 1910 ein. Seither wurde von sozialistischen und kommunistischen Frauen und seit den 70er Jahren auch von Autonomen Feministinnen der 8. März als internationaler Frauenkampftag für gemeinsame Frauenorganisierung, die Öffentlichkeit von Frauenanliegen, den Kampf um Frauenrechte und die gesellschaftliche Freiheit von Frauen genutzt.
Weitere Aktionsformen und Öffentlichkeiten:
In der Vorbereitung sollen unterschiedliche Aktionsformen, Installationen, eine Frauenkonferenz, Publikationen, wie z.B. eine Sammlung der Statements aller Beteiligten, eingesetzt und weitere Ideen und Vorschläge umgesetzt werden.
Wir treffen uns
Wir treffen uns in wechselnden Frauenräumen und feministischen FrauenLesbenorten in Wien und möchten uns ab Herbst auch mit engagierten Frauen und Feministinnen in anderen Städten und Regionen treffen.
Für die Vorbereitung der bundesweiten Frauendemonstration braucht es Frauen unterschiedlicher Generationen, mit unterschiedlichen Hintergründen und politischen Herkünften. Für die Vorbereitung und Organisierung der Demo ist ein breites Bündnis von Frauen unabdingbar.
Unser nächstes Treffen findet am 22.September, 19.00 statt.
Ort: LEFÖ, Kettenbrückengasse 15/4, 1050 Wien.
Der Neoliberalismus ordnet alles der Profitgier einiger Weniger unter und spielt alle gegen alle aus. Wir arbeiten immer mehr, gering bezahlt oder unbezahlt, während Wenige immer reicher werden. Viele von uns haben kaum oder nicht genug zum Leben, während reichlich Geld in Rüstung und Überwachung fließt.
Bankenrettungs- und gleichzeitig Belastungspakete werden geschnürt. Wir werden auf ein „Gürtel-engerSchnallen“ eingestimmt, während jene, die die Krise verursachen, weitestgehend ungeschoren bleiben sollen.
Große Einsparungen, insbesondere bei Leistungen, die Frauen erhalten oder sie entlasten sind geplant; im Bildungssystem, im Pflege- und Gesundheitsbereich, die Streichung der 13. Kinderbeihilfe, Einfrieren der Pensionen, sinkende Löhne bei gleichzeitig mehr Arbeit.
In Medien und von rechten Gruppierungen wird Rassismus geschürt. Gegen Mit-Menschen anderer Herkunft werden Ausländergesetze, verschärfte Asylgesetze, Schubhaft und Deportation eingesetzt und für MigrantInnen gelten nicht dieselben StaatsbürgerInnen- und Menschenrechte.
Gleichzeitig erleben wir eine Verschärfung patriarchaler Zustände, mit einem Erstarken der Männerrechtsbewegung und der Abtreibungsgegner. Die Frauenbewegung, erkämpfte Frauenrechte und der Feminismus werden zum Feindbild. Durch die Pornografisierung der Gesellschaft, vor allem in den Medien, der Werbung, der Musik- und Kunstindustrie werden Frauen zu Objekten, Sexualität zur Ware und Gewalt gegen Frauen alltäglich. Hierarchische Geschlechterverhältnisse und soziale Geschlechterrollen werden mit Wissenschaften und Religionen erneut biologisch oder „gottgewollt“ begründet. Trotz Reden von Gleichberechtigung ist sexistische Gewalt gegen Frauen brutaler Alltag.
Die Unfähigkeit patriarchaler kapitalistischer Herrschaft, ökologische Konsequenzen der unbegrenzten Wachstumsmanie zu beachten sind ebenso wie die globalen Ausbeutungsverhältnisse und aus diesen folgende nationale kriegerische Auseinandersetzungen Grund, internationale Frauensolidarität zu bekräftigen.
Wir wollen eine gerechte Wirtschaftsordnung, egalitäre Geschlechterverhältnisse und ein solidarisches Zusammenleben!
Zum Thema laden die KPÖ-Frauen zu einer Diskussionsveranstaltung am Volksstimmefest ein. Sonntag, 5. September, 13.30 im Frauendorf auf der Jesuitenwiese.
Interessierte, Unterstützerinnen und Mitarbeitsfreudige können uns kontaktieren über:
E-Mail: 100jahrefrauentag@gmail.com
Facebook-Gruppe: 100 Jahre Internationaler Frauentag
8. MÄRZ DEMO 2010 - STILL LOVIN' FEMINISM & GEGEN DAS SCHEISS PATRIARCHAT!
AUFRUF DES QUEER- FEMINISTISCHEN BLOCKS
AN ALLE FRAUEN, LESBEN, MÄDCHEN, TRANSFRAUEN
ZUR DEMO AM 8. MÄRZ. 2010 - Internationaler Frauenkampftag
SEXISTISCHE KACKSCHEISSE
Sexismus ist jede Handlung und gesellschaftlich verfestigte Struktur, die die Unterdrückung und Marginalisierung einer Person oder Gruppe aufgrund ihres Geschlechts bewirkt und fort schreibt. Sexistische Strukturen zwängen Menschen in jene binären Geschlechterkategorien, die erst ihre Hierarchisierung erlauben. Konkret bedeutet dies: Männer werden - im besonderen der weiße, heterosexuelle Mann - strukturell privilegiert. Alle anderen sind gezwungen, sich mit den sexistischen, rassistischen, homo- und transphoben Gewaltstrukturen auseinander zusetzen, die ihnen entgegentreten.
Wir sehen, dass jede Frau* in verschiedenste Herrschaftsverhältnisse eingebunden ist. Sexistische, kapitalistische, rassistische und antisemitische Strukturen sind Gewaltverhältnisse, die die Selbstbestimmung, körperliche Integrität und Freiheit von Menschen einschränken und beschneiden. All diese Strukturen sind verschränkt und müssen gemeinsam angegriffen werden.
Was uns verbindet, ist der Widerstand gegen Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund geschlechtlicher Zuschreibung, die alltäglich und überall stattfinden: von den nationalen Grenzen bis hin zum eigenen Bett. Wir sind lesbisch, bisexuell, heterasexuell. Wir sind zwischen oder jenseits dieser Kategorien, und kämpfen für einen Tag, an dem diese Bezeichnungen weder relevant noch zwanghaft sind. Wir lassen uns nicht in Kategorien zwängen und gestalten unser Leben, wie wir wollen!
WE ARE FEMINISTS!
NEIN HEISST NEIN!
Gewalt, besonders sexualisierte Gewalt, gehört für FrauenLesbeMädchenTrans zu den alltäglichen Erfahrungen. Sie stellt eine spezifische Grenzüberschreitung dar, um Frauen* in „ihre“ Schranken zu verweisen, ihnen Raum zu nehmen, ihre Wahrnehmung zu definieren, kurz: männliche Dominanz zu sichern. Diese Ausübung von Macht und Kontrolle erfolgt in den meisten Fällen von bekannten Männern, wie dem Chef, Kollegen, Freunden, politische Mitstreitern, dem Liebespartner. Dem ganz „normalen“ Mann eben. Von blöden Anmachsprüchen bis hin zu körperlichen Übergriffen: sexualisierte Gewalt verletzt.
Es völlig egal, in welcher Form sich ein NEIN ausdrückt. Jedes „Vielleicht später“, „Nein danke“, „Verpiss dich“, „Ich weiß noch nicht“, „Ich mag dich, aber…“, „Ich will jetzt lieber schlafen“ bedeutet genauso NEIN, wie auch jedes Abwenden, Zögern, Schweigen und jede Stille. Wir bestimmen selbst, wo unsere Grenzen sind!
AND WE FIGHT BACK!
OUR BODIES OUR CHOICE!
Die Herrschaft über Frauen wurde und wird auch immer über ihre Körper ausgetragen. Die gesellschaftliche Norm definiert nicht nur wie Frauen* auszusehen haben, sondern verbindet auch körperliche Merkmale erst mit einem Geschlecht. Wer von diesen Normen mehr oder weniger abweicht oder ausgeschlossen wird, erlebt oft Ausgrenzung und/oder verschiedenen Formen von Gewalt.
Die Selbstbestimmung unserer Körper wird auch in Frage gestellt, wenn es darum geht, wann und ob wir Kinder bekommen wollen. Die Verfügbarkeit von Verhütungsmittel bis hinzu Abtreibung reguliert grundlegend der Staat. Der überlässt Entscheidungen im „im besten“ Fall dem Arzt im schlechtesten Fall Pfaffen und Co. Ein Recht auf Abtreibung existiert nach wie vor nicht. Hingegen arbeiten Konservative bis hinzu (Klerikal)Faschist_innen weiterhin an der Abschaffung der Fristenlösung, und Gruppen wie HLI oder ProLife terrorisieren nach wie vor Abtreibungskliniken bzw. Frauen die diese aufsuchen. Unsere Antwort darauf: Kerz'lfresser schlucken!
FÜR DIE SELBSTBESTIMMUNG UNSERER KÖRPER
NO BORDER - NO NATION
Wir erklären uns solidarisch, mit all jenen, die nationale Grenzen überqueren, aus welchen Gründen auch immer, und dabei illegalisiert, verhaftet oder getötet werden. Für Frauen* erweist sich Migration oft als besonders schwierig. So wird patriarchale Gewalt, wie Vergewaltigung oder Verfolgung als Lesbe, in Österreich nicht als Asylgrund anerkannt. Frauen, die aufgrund von Eheschließung Aufenthaltsrechte erhalten, können sich nicht bedingungslos scheiden lassen, ohne zu riskieren, diese zu verlieren.Illegalisierte Menschen werden am Arbeitsmarkt ausgebeutet, wobei ungleiche Lohnverhältnisse illegalisierte Frauen besonders treffen. Der Anteil von Migrantinnen in der Sexarbeit beträgt in Österreich zwischen 60-70%. Sexarbeit ist dabei die einzige staatlich tolerierte Arbeitsmöglichkeit für asylsuchende Frauen. Illegalisiert Leben und Arbeiten bedeutet keine Rechte und keinen Schutz zu haben.
KEIN MENSCH IST ILLEGAL!
KA SCHEISS HOCK'N FÜR OARSCH KOHLE!
Das Datum des 8.März entsprang einem Streik von sozialistischen Textilarbeiter_innen, die für bessere Arbeitsbedingungen kämpften. Auch heute noch verdienen Frauen* weniger als Männer, bekommen weniger Pension, weniger Arbeitslosengeld, und verrichten den Großteil „privater“ (= unentlohnter) Tätigkeiten. Wir fordern nicht gleichen Lohn, sondern die Abschaffung kapitalistischer Arbeitsverhältnisse, die auf Ausbeutung konzipiert sind, und für die Ungleichheit unter Menschen Bedingung ist.
FIGHT THE STATE! FIGHT CAPITALISM!
RIOT NOT QUIET!
DESHALB KOMMT AM 8.MÄRZ 2010 -
ZUR FRAUEN* LESBEN MÄDCHEN* DEMO
[b]SMASH PATRIARCHY! SMASH SEXISM![/b]
TREFFPUNKT: 17:00, Ecke Museumsquartier/ Marcus Omofuma Denkmal
Flyer zum Downloaden unter:
http://www.easy-share.com/1909389167/flyer8.märz.jpg
http://www.easy-share.com/1909389177/Märzaufruf innen.jpg
http://at.indymedia.org/node/17264
Wenn du dein Leben lebst, es dir anschaust und feststellst du arbeitest FÜR die Fabrik, FÜR die Firma, FÜR den Ehemann, FÜR die Kinder und dich dann fragst, wo ist MEIN Leben, wo bin ICH, sind das wichtige Fragen für die wir gemeinsam eine Antwort finden müssen. Denn du bist nicht allein: Wer kocht abends das Essen, wer versorgt die Kinder, wer putzt das Klo, welche entscheidet was produziert wird, hast du Zeit dich mit FreundInnen, NachbarInnen und politischen GefährtInnen zu treffen, kannst du alleine – auch nachts – spazieren gehen, spürst du Respekt gegenüber dir als Mensch und als Frau, wenn du deine Zuneigung gegenüber anderen Menschen ausdrückst? Das alles betrifft Bedingungen und Möglichkeiten von Frauen! Wir leben in einem Kapitalismus, ein wirtschaftliches System, indem UnternehmerInnen die Lebenszeit der ArbeiterInnen rauben und aus dem Aussaugen der ArbeiterInnen ihren Reichtum aufbauen. Also: das geht allen ArbeiterInnen so! Wir leben in einem Patriarchat, der Herrschaft der Männer über Frauen, wo vor allem Männer über das wirtschaftliche Kapital, die politische und militärische Macht verfügen, indem für Frauen weniger Lohn gilt, das davon lebt, dass Frauen unbezahlt die Hausarbeit, Kindererziehung und Altenpflege erledigen müssen, indem Männer Sexismus, Gewalt und sexualisierter Gewalt gegen FrauenLesbenMädchen ausüben. Also: das gilt für alle Frauen! Der bürgerliche Staat regelt und garantiert das Gelingen des Kapitalpatriarchats. Er ist rassistisch, denn er schafft Gesetze, durch die Menschen anderer Herkunft hier minderwertige Rechte haben, für die nicht dieselben StaatsbürgerInnen - und Menschenrechte gelten. Als ArbeiterInnen, als Frauen, als MigrantInnen stellen wir die Verbindung zueinander her, solidarisieren uns anstatt uns spalten zu lassen und kämpfen gemeinsam gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für die Freiheit von Frauen, für ein solidarisches Zusammenleben, unabhängig von Hautfarbe und StaatsbürgerInnenschaft, für soziale Gerechtigkeit!
OFFENE GRENZEN, BLEIBERECHT FÜR ALLE ÜBERALL! Die neue Asyl- und Fremdenrechtsgesetznovelle vertieft den Rassismus im Staat, denn sie verschärft und weitet die Schubhaft aus, will alle straffällig gewordenen AusländerInnen abschieben, verhindert Aufenthaltstitel und binationale Paare mit Einkommensnachweisen von über 1000,- Euro und sieht für Asylsuchende die Gebietsbeschränkung auf den Meldebezirk vor, inklusive Meldepflicht und Zimmerdurchsuchungen durch das Innenministerium.
. Für das Niederlassungsrecht gleichgeschlechtlicher Paare!
. Für ein eigenständiges Bleiberecht für Frauen unabhängig vom Ehemann!
. Die Anerkennung von sexistischer Verfolgung, Frauenhandel, Zwangsverheiratung, Lesbenverfolgung und Genitalverstümmelung als Asylgrund!
. Gebietsbeschränkung bedeutet Ausgangssperre - Bewegungsfreiheit überall!
. Zugang zum regulären Arbeitsmarkt, Bildungswesen – soziale Versorgung für Alle!
ABTREIBUNG IST FRAUENRECHT, FÜR DAS SELBSTBESTIMMUNGSRECHT DER FRAU ÜBER IHREN EIGENEN KÖRPER! Nach wie vor wird das Selbstbestimmungsrecht der Frau durch KlerikalfaschistInnen wie HLI und „Jugend für das Leben“ und der katholischen Kirche angegriffen. Auch die Haltung des Staates ist deutlich, da die Fristenlösung noch immer im Strafgesetzbuch verankert ist. FPÖ - Politiker, wie Ewald Stadler, fordern die Abschaffung der Abtreibung weil sie ein Tötungsdelikt sei und will stattdessen Frauen ein 15.000 Euro Geburtsgeld auszahlen.
. Abtreibung raus aus dem Strafgesetz !
. Abtreibung auf Krankenschein und kostenlose Verhütung in allen Bundesländern!
. Schutzzonen vor allen Abtreibungskliniken !
RAUS AUS DER PATRIARCHALEN KERNFAMILIE, BILDET FRAUENLESBENKOLLEKTIVE! Neu ist die Homoehe oder das PartnerInnenschaftsgesetz, eine Reform wodurch Lesben und Schwule mehr Rechte erhalten sollen, indem aber das Adoptionsrecht von Kindern oder das Niederlassungsrecht binationaler Paare nicht vorkommt! Als Feministinnen und Lesben haben wir keinen Anpassungswillen sondern Kritik an der bürgerlichen Familie und dem romantizierenden Paar - Denken, und leben freie Beziehungsnetzwerke und vielfältige Lebensformen, allein, zu zweit, in Wohngemeinschaften, Kommunen, als Kollektive!
Die Liebe, unsere Zuneigung und Respekt füreinander ist frei und keine Bevölkerungspolitik!
SEXISTISCHEN NORMALZUSTAND ANGREIFEN! Im Verfahren gegen Fritzl wurde erstmal die „sexuelle Versklavung“ angeklagt und der Prozess erhielt, wie bei der Anklage gegen Prechtobil, große mediale Aufmerksamkeit als „besonderer Fall“ und nicht als Teil einer sexistischen „Normalität“. Wir spüren und begreifen in diesen sexistischen Gewaltverbrechen den Zusammenhang zum Sexismus, den wir alltäglich erleben, lesen, hören, sehen – die alltäglichen sexualisierten Anmachen, die pornografisierten Darstellungen von Frauen in den Medien, die Einschränkungen unserer Bewegungsfreiheit, die körperlichen Zurichtungen von Frauen und Mädchen im Namen von „Schönheit“ und „Weiblichkeit“, die Vergewaltigungen durch Bekannte und auf der Straße, bis zu den Morden an Frauen durch ihre Lebensgefährten. Wir haben – im Gegensatz zu den Gerichten - keinerlei Verständlichkeit für „männliche Gemütserregungen“, die sich gegen die Würde, die Eigenständigkeit und Freiheit von Frauen richtet. Dieses patriarchale Selbstverständnis produziert Männergewalt gegen Frauen, gegen feministische Frauenorte und erkämpfte gesellschaftliche Strukturen, die Eigenständigkeit von Frauen unterstützen, wie zB.: der Mordanschlag eines Mannes gegen eine Richterin, die zuvor die rechtliche Ehescheidung durchführte. Diese sexistischen Gewalttaten sind eine Form von gesellschaftlicher Repression gegen Frauen. Unser feministischer Widerstand richtet sich gegen jede Form von Sexismus, denn: Frauen sind frei und wild, weder Dienerinnen noch Freiwild. Feuer und Flamme dem Patriarchat. Kampf dem Sexismus im Alltag bei der Arbeit und im Staat!
BILDET FRAUENLESBENBANDEN GEGEN STAATLICHE REPRESSION! Hier in den imperialistischen Staaten und im Trikont führt das Kapitalpatriarchat einen Kampf gegen RevolutionärInnen. Hier bekämpfen sie täglich mit ihrer Polizei und Justiz die Menschen, vor allem soziale und politische Bewegungen, die sich für eine Rätedemokratie von unten einsetzen. Dort in den Trikontstaaten werden Menschen und Befreiungsbewegungen, durch das „eigene“ Militär bekämpft, aufgebaut und finanziert von den imperialistischen Staaten und durch Angriffskriege, wie gegen Jugoslawien, Afghanistan und dem Irak, getötet und niedergeschlagen. Wie oft wurden wir schon auf Demonstrationen verprügelt, wie oft wurden manche von uns schon eingeknastet! Wie oft wurden Befreiungsbewegungen mittels europäischen Waffen, amerikanischen und deutschen Foltersystemen, importierter Zwangsmarktwirtschaft geknechtet und niedergeschlagen. Hier ist es mit der Demokratie nicht von weit her, die Wahrheit ist, es gibt hier keine Demokratie! Die Anwendung staatlicher Repression ist neben der zunehmenden rassistischen Stimmung auch hier zu Lande Alltag geworden. Gewalttätige Übergriffe von Neonazis gegen MigrantInnen und Linke werden scheinbar toleriert während AntifaschistInnen und emanzipatorische Bewegungen von Staat und Justiz kriminalisiert werden. Folgende Beispiele verdeutlichen dies: Eine Truppe organisierter Neonazis überfällt das linke Kulturlokal W23 in Wien, Angriffe gegen Linke und MigrantInnen während H.C. Strache - Wahlveranstaltungen, im KZ – Lager Ebensee wo junge Neonazis mit Softguns auf KZ – Überlebende losgingen. Das Verbot der antifaschistischen Demonstration gegen den WKR – Ball zeigt ganz deutlich die Fratze des autoritären Staates. Die zunehmende Repression hier zu Lande ist Teil einer weltweit um sich greifenden HERRschenden „Sicherheitpolitik“. Spätestens seit 9.11. wurden unter dem Vorwand des „internationalen Kampfes gegen den Terrorismus“ neue „Antiterrorgesetze“ geschaffen um alle sozialen und politischen Bewegungen, die sich gegen die herrschende Logik richten, zu kriminalisieren. Das Speichern von biometrischen Daten, die Onlineüberwachung und Bespitzelung der „Staatfeinde“ wie BürgerrechtaktivistInnen, die bereits erfolgte Anwendung der Paragraphen 278a gegen die TierschützerInnen oder deren Vorläufer bei Operation Spring, der neu - geschaffene Paragraph 278b, der die Unterstützung oder Mitgliedschaft einer angeblich terroristischen Vereinigung unter Strafe stellt und das Verbot einer antifaschistischen Demonstration gegen den WKR – Ball ist ein Angriff gegen uns Alle!
.Für eine starke antifaschistische Bewegung!
.Weg mit dem „Terrorparagraphen 278a, b und Folgeparagraphen!
.Für die sofortige Einstellung der laufenden Verfahren gegen die TierrechtsaktivistInnen!
FÜR EINE STARKE INTERNATIONALISTISCHE FRAUENLESBENBEWEGUNG! Internationalismus bedeutet für uns, dass wir uns trotz unterschiedlicher ökonomischer und sozialer Ausgangsbedingungen zu den kämpfenden Frauen in allen Teilen der Welt verhalten und auch unseren eigenen Widerstand gegen die HIER herrschenden Strukturen organisieren. Miese Jobs, Schikane durch Sozial – und Arbeitsamt, Frauenheimarbeit, Rationalisierungen,…betrifft uns ALLE. Wir sprechen unterschiedliche Sprachen, haben verschiedene Hautfarben, andere Lebensbedingungen, wählen den Umständen entsprechend unterschiedliche Mittel des politischen Kampfes, wie der bewaffnete Kampf oder das Organisieren von Demos in Städten_ jedoch haben wir eines gemeinsam: die Sprache des Widerstands und die Befreiung der Frau weltweit! Unser Widerstand richtet sich gegen die Entfremdung, gegen die alltäglich und international – organisierte Arbeitsteilung, die Frauen der ganzen Welt dazu verdammt, als Hausfrauen, Mütter und als Frauen in der „dritten Welt“ für einen Hungerlohn zu arbeiten. Wir verurteilen die eurozentristische Sichtweise, die Widerstand in anderen Ländern als rückständig erklärt und sich anmaßt, dass diese „Gesellschaften“ nur durch die Einführung westlicher Demokratiemodelle befreit werden können. Militärische Interventionen wie im Irak, Afghanistan, Jugoslawien, Afrika und Lateinamerika zeigen deutlich das Kriege im Namen der Demokratie verlogen sind und zu keiner Befreiung geführt haben. Wenn wir Kapitalpatriarchat und Imperialismus bekämpfen, mit all unserer Wut, Kraft und Verbundenheit zueinander, nach dem Bedürfnis nach einem befreiten Leben, finden wir einen Austausch mit allen kämpfenden Frauen und feministischen Gruppen wichtig, denn wir kämpfen mit den Frauen hier wie dort, gemeinsam gegen Unterdrückung und Ausbeutung! Solange es auf dieser Welt, eine Frau, ein „Volk“ oder Gesellschaft gibt welche/s nicht frei ist, können auch wir nicht frei sein!
. Für eine weltweite Abrüstung und eine revolutionäre Aufrüstung!
. Sabotiert die Kriegsindustrie, imperialistische Kriege unmöglich machen!
. Feministische Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung!
8.MÄRZ - INTERNATIONALER FRAUENKAMPFTAG! 1910, vor hundert Jahren, brachte Clara Zetkin den Antrag für einen internationalen Frauentag auf der Amsterdamer Konferenz der Sozialistischen Internationale ein. In der Geschichte war der 8. März immer ein öffentliches Auftreten von Frauen gegen patriarchale Verhältnisse, für Frauenrechte, gegen Kapitalismus, für soziale Gerechtigkeit und gegen Krieg.
Unsere Kämpfe finden alltäglich und organisiert statt, im Alltag, in Beziehungen, in WG’s, bei der Arbeit, in der Ausbildung, beim Arbeits – und Sozialamt, in Institutionen, im Denken, bei Träumen, im Fühlen und Erkennen, beim Sich – organisieren, auf der Straße und gegen den Staat! Demonstrationen sind eine Form unsere Kämpfe zu verbinden und öffentlich zu machen, unsere Stärke gemeinsam zu leben, in Verbundenheit mit den kämpfenden Frauen in der Welt.
FRAUEN KOMMT ALLE ZUR FRAUENMÄDCHENLESBENDEMO
8. März 2010, 17 Uhr
Treffpunkt: Mariahilferstraße/ Ecke Museumsquartier bei Markus – Omofuma Denkmal
Ein interessantes Stück Frauengeschichte und Frauenalltag
Der 8. März ist nun schon seit fast 100 Jahren dem Kampf der Frauen gewidmet und seit 1977 auch ganz offiziell von der UNO als Internationaler Frauentag im Kalender vermerkt. Allerdings wurde der Frauentag nicht immer am 8. März gefeiert, und scheinbar gibt es da den einen oder anderen Mythos rund um dieses Datum.
Bread and Roses! – der proletarische Frauenkampf
Viele Quellen, welche u. a. im Internet zu finden sind, geben an, dass am 8. März 1857 Textilarbeiterinnen in New York in einen Streik getreten sind und hier der Ursprung des heutigen Frauentags liegt. Berichtet wird auch von einem Streik der Näherinnen und Fabrikarbeiterinnen in Lynn (Massachusetts), welcher am 7. März 1860 stattgefunden haben soll. Gesicherter scheinen die Angaben über den Streik von 20.000 bis 30.000 Hemdennäherinnen, welche 1908 in New York für 13 Wochen in Generalstreik traten, um auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen hinzuweisen. Es wird berichtet, dass im Rahmen dieses Protests 129 Arbeiterinnen starben, weil der Fabrikbesitzer sie einsperrte und aus unbekannten Gründen Feuer in der Fabrik ausbrach. Wie dem auch sei – Tatsache ist, dass Frauen immer wieder an vorderster Front für Gleichberechtigung - sei es als Arbeiterin und/oder als Frau - gekämpft haben. Es gibt z.B. einen Bericht in der New York Times vom 6. März 1912, wo sich ein Polizeioffizier darüber beschwert, dass Frauen und Kinder den Streik anführten: „The crowds were usually led by women and children. They were always in the front rank, and sometimes women had children in their arms. Other women carried flags.” (New York Times, 6. März 1912, S. 6).
Egal, welches dieser Ereignisse nun genau am 8. März stattfand – Tatsache ist, dass die Idee für den 8. März aus der Tradition der proletarischen, gewerkschaftlichen Frauenkämpfe kommt. Kein Wunder also, dass der Vorschlag von Clara Zetkin, einen regelmäßigen internationalen Frauenkampftag einzuführen, bei der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen, angenommen wurde. Am Anfang gab es noch kein fixes Datum für den Internationalen Frauentag. Zuerst wurde beschlossen, dass immer der letzte Sonntag im Februar zum Frauentag erklärt werden sollte. Daher fand in Petersburg am 23. Februar 1917 (nach dem Gregorianischen Kalender war dies der 8. März) ein Streik für „Brot und Frieden“ (in Anlehnung an die amerikanischen Textilarbeiterinnen, welche „Brot und Rosen“ forderten) statt, welcher angesichts der angespannten Situation letztendlich in die Februarrevolution 1917 mündete und zum Sturz des Zaren führte. 1921 wurde dann von der Kommunistischen Frauenkonferenz in Moskau der 8. März zum Internationalen Frauentag erklärt.
„Den Frauen ihr Recht!“ – Forderungen zum Internationalen Frauentag
Die Forderungen, welche damals nicht nur am 8. März artikuliert wurden, hatten immer etwas mit den allgemeinen gesellschaftlichen Zuständen zu tun. In den USA wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder die Forderung nach gerechtem Lohn und gleicher Bezahlung laut. Aus dem Leitmotiv des oben erwähnten Streiks von 1912, „We want bread and roses too!“, entstand das Lied „Brot und Rosen“ welches zu einer Art Hymne der (US-amerikanischen) Frauenbewegung wurde. Auch das allgemeine Frauenwahlrecht war, bis es schließlich durchgesetzt wurde, immer ein Thema des Internationalen Frauentag. Die österreichischen Frauen konnten nach Ende des 1. Weltkrieges am 16. Februar 1919 erstmals das aktive und passive Wahlrecht ausüben.
In der Zwischenkriegszeit wurden am Internationalen Frauentag v. a. Prosteste gegen Gewalt und Krieg, sowie Forderungen nach der Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen laut. Forderungen, die ebenso wie jene nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, heute noch wichtig und präsent sind. Die Zeitlosigkeit der Anliegen war den Frauen allerdings auch damals schon bewusst. In einem Wiener Flugblatt aus dem Jahr 1930 hieß es: „Das Ziel, wofür wir vor 20 Jahren kämpften, ist erreicht. Politisch gleichberechtigt sind die Frauen geworden. Aber noch leiden sie unter den eingewurzelten Vorurteilen, dass das Weib von Natur aus m i n d e r w e r t i g sei. (...) Und jetzt, wo die Wirtschaftsnot schwer auf allen lastet, wo die Arbeitslosigkeit die Arbeiterschaft quält und martert, sind die Frauen schweren Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt.“
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden jegliche Demonstrationen und Veranstaltungen verboten. Die Nationalsozialisten verliehen am Muttertag das Mutterkreuz, was ihre ideologischen Überzeugungen, dass die Frau zur Erhaltung der Deutschen Rasse dienen sollte, untermauerte und unterstützte. Aber auch der Austrofaschismus hatte keinen Platz für den 8. März, weshalb die Diktatoren Dollfuß und Schuschnigg auch in Österreich den 8. März verboten. Dennoch blieb die Idee des 8. März lebendig, und illegale Flugblätter erinnerten an den Internationalen Frauentag und forderten den antifaschistischen Kampf ein.
Nie wieder Faschismus und Krieg! Das war in logischer Konsequenz auch das Hauptanliegen der ersten Frauentage nach dem 2. Weltkrieg. Während in den kommunistischen
Ländern der 8. März immer mehr zum Staatsfeiertag wurde, und dies auch heute noch in den Ländern der Russischen Förderation ist, hat der Westen – im Schatten des Kalten Krieges – den Tag und die Geschichte lange Zeit ausgeklammert. Erst in den 1970ern wurde, von autonomer feministischer Seite, der 8. März wieder in Anspruch genommen und als Kampftag für Gleichberechtigung besetzt.
* Der Text stammt aus der Broschüre „8.März 2006 – Eine Dokumentation“ des Referats für feministische Politik der Österreichischen HochschülerInnenschaft