Aufgrund des großen Interesses an dem Stadtspaziergang zum Thema Sexarbeit haben das Referat für feministische Politik und das Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik der ÖH Bundesvertretung einen weiteren Termin organisiert, der für alle genders offen ist. Der Termin wird am 15.1. stattfinden.
Anmeldung bis 5.1. unter: frauenreferat@oeh.ac.at unbedingt notwendig!
Treffpunkt: 13 Uhr, Dauer 2-3 Stunden
Durch die Diskussionen um den Straßenstrich und die Novellierung des Wiener Prostitutionsgesetzes, das am 1. November in Kraft trat, ist das Thema Sexarbeit in letzter Zeit vermehrt in den Fokus getreten. Die Straßenprostitution macht nur einen kleinen Teil der Sexarbeit aus, allerdings den sichtbarsten.
Prostitution diente immer schon als Projektionsfläche und ermöglicht durch ihre Existenz Abgrenzung und Konstruktion der bürgerlichen Identität.
Wolfgang Maderthaner und Lutz Musner schreiben in ihrem Buch "Anarchie der Vorstadt": „So verkörpert die Vorstadt in der Gestalt der Dirne das ,Andere` der männlich bürgerlichen Sexualmoral.“
Auch heute sprechen Sexarbeiterinnen, Kunden und Sozialarbeiterinnen immer wieder von der "anderen Welt".
Es gibt in Wien kein dezidiertes Rotlichtviertel. "Sex für Geld" passiert in kleinen Konzentrationen und eher versteckt als auffällig.
Die Soziologin Martina Löw entdeckte in Wien viele verstreute Orte des Anderen, die gemeinsam einen eigenen Raum bilden, die aufeinander verweisen und sich ergänzen.
Insgesamt stehen in Wien ca. 100 bis 200 Frauen auf der Straße. 2200 sind offiziell als Prostituierte registriert. (Schätzungen der Zahl der Nicht-Registrierten variieren je nach Quelle von 2000-5000.) 70-90% der Sexarbeiterinnen sind Migrantinnen.
Schätzungsweise kaufen um die 15.000 Männer pro Tag sexuelle Dienstleistungen.
Wo findet das statt und was unterscheidet die Orte (Studio, Laufhaus, Wohnung, Straße, Peep-Show)?
Welchen Einfluss hat die Topographie einer Stadt?
Wie sind die ökonomischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Wie ist der Umgang mit Sexarbeit anderswo und wie sehen die gesetzlichen Regelungen aus?
In einem feministischen Stadtspaziergang, der von Elisabeth Kofler gestaltet wird, wollen wir diese und andere Fragen erforschen, diskutieren und uns gemeinsam an das Thema Sexarbeit in Wien annähern.
FrauenLesben Kundgebung: 16 Uhr ViktorAdler Markt 10. Bezirk (Musik + heiße Getränke)
anschl.(ca. 18 Uhr) Demo
ausschließlich FrauenLesbenMädchen!!!
Mit unserer Wut brechen wir das Schweigen und schaffen uns unsere Freiheit
selbst!!
GEWALT GEGEN FRAUEN HAT VIELE GESICHTER, strukturelle,
häusliche/familiäre oder sexualisierte Gewalt erhält das System
weltweit und hat System wenn Frauen zum Beispiel
...von Männern abhängig sind
...für denselben Job 2/3 Lohn bekommen
...beim Vorstellungsgespräch nach Kinderwünschen gefragt werden
...im Berufsleben gegeneinander ausgespielt werden
...und Mädchen über ihre Ausbildung nicht selber entscheiden dürfen
...nicht lieben dürfen wen sie wollen
... aufgrund ihrer Migrationsgeschichte rassistisch diskriminiert werden
...nicht zu Wort kommen und zugehört wird
...unverhältnismäßig Reproduktionsarbeit verrichten, d.h. Kochen,
Putzen, Kindererziehen und Beziehungsarbeit leisten
...mit blöden Witzen und verbalen Attacken angegriffen werden
...von sexualisierten Übergriffen betroffen sind
...ausgeschlossen, vereinzelt und alleine alt werden
Dem Machtspiel mit Ängsten treten wir gemeinsam und entschlossen
entgegen,
die Ketten sind da und wir Frauen werden sie sprengen!!!!
Vergewaltiger wir kriegen EUCH!!
Abtreibung ist Frauenrecht; Weg mit den KlerikalfaschistInnen!!
Männerbünde angreifen, Patriarchat abschaffen
Frauensolidarität sagt der Hausverstand!!!!
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KADINLARA UYGULANAN ŞİDDETTİN BİR ÇOK YÜZÜ VARDIR
bünyevili, ev/aile içi veya bu sistem içinde ve dünyada
seksüelleştirilmiş şiddet ve
örneğin şunlar oluyorsa
…erkeklere bağımlılarsa
…aynı işe üçte iki az ücret alıyorsa
…iş görüşmesinde çocuk isteği üzerine soru soruluyorsa
…iş hayatında diğerlerine kaşı kullanılıyorsa
…ve genç kadınların hangi mesleği seçeceğine müsaade
edilmiyorsa
…kendilerinin kimi seveceğine müsaade yoksa
…göçmen kökenli olmalarından dolayı ırkçı bir şekilde
küçük düşürülüyorsa
…kadın olduğundan dolayı söz hakkı tanınmıyorsa
…nispetsiz şekilde reprodüksion işlerinde, örneğin pişirme,
temizleme, çocuk
yetiştirme ve münasebet işleri kadının üzerine yükleniyorsa
…delice fıkralar ve sözlü saldırılara maruz kalıyorsa
…belden aşağı küfürlerle canı yakılarak
…diskalifiye edilip, tecrit edilerek ve yaşamı
yalnızlaştırılıyorsa
Kadına karşı şiddet sistemleşmiştir
Biz birlikte tahakküm oyunlarına sıkı şekilde ve kararlı karşı
çıkalım,
zincirlerimizden başka kaybedecek bir şeyimiz yok ve biz kadınlar bu
zincirleri
kıracağız! Tecavüzcüler biz SİZİ’de ele geçireceğiz!
Iskatı cenin kadın hakkıdır, ümmetçi faşist kadınlar çekilin
şuradan!
Erkek birliklerine karşı taarruz, eski zamandan kalma gelenekler
kaldırılsın!
Kadınlar arası dayanışma sağlıklı insan anlayışıdır!
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Venerdi 25.11.2011 Journée internationale contre les violences faites
aux femmes.
Réunion politique des femmes et des lesbiennes: 16h ViktorAdler Markt,
1100 Vienne Arrondissement.A boire, de la musique
Enfin (vers 18h00) manifestation
Que notre rage brise le silence, creons nous meme notre liberte!!
La violence faites aux femmes a plus d?une facette:
Qu?elle soit structurelle, domestique/familiale ou sexuelle.
Ces violences préservent le système dans le monde entier et sont
visibles entre autre lorsque des femmes:
...sont dépendent des hommes.
...obtiennent pour le même travail seulement 2 / 3 du salaire normal.
...sont interrogées sur leur désir d'enfants au moment de l'entretien
d'embauche.
...doivent se battre dans la vie professionnelle pour les memes droits.
...lorsque les filles ne peuvent pas décider elles-même de leur
formation.
...ne peuvent pas aimer qui elles veulent.
...sont victimes de discrimination raciale en raison de leur histoire
de migration.
...ne peuvent s?exprimer d?un point de vue feministe.
... sont celles qui font dans une ecrasane majorite des cas le travail
de ?reproduction?c'est-à-dire cuisine, nettoyage, éducation des
enfants et entretien des relations.
...sont attaquées avec des plaisanteries stupides et des attaques
verbales.
...sont victimes d'agressions sexuelle.
...vieillissent seules, isolées et exclues.
Nous nous levons ensemble et contre ces abus de pouvoir.
Les chaines sont la, et nous, femmes allons les faire sauter!!!
Violeurs, on vous AURA!!!
L?avortement est un droit, a bas les faschistes clericaux!!
Attaquons les, detruisons le patriarchat.
Le bon sens dit solidarité des femmes!
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Friday November 25, 2011 International Day Against Violence Against Women
Womyn/Lesbian Rally: 4 pm at the Viktor Adler Marked 10th District
Hot Drinks + Music
Followed at 6 pm by a protestmarch
With our rage we will break the silence and will emancipate ourselves!
VIOLENCE AGAINST WOMYN HAS MANY FACES, structural, domestic
violence/violence within intimate spheres, and sexual violence
maintain the system worldwide and this structure can be seen for
example when womyn
...are dependent on men
...receive 2/3 of the pay for equal work
...are asked at interviews whether they plan to have children
...are played off against each other in the workplace
...and girls are not allowed to make decisions about their education
...are not allowed to love whomever they want
...are discriminated against in a racist manner because of their
cultural backgrounds
...are marginalized and feminist voices are not heard
...do a disproportionate amount of ?housework,? specifically cooking,
cleaning, raising children, and working on relationships
...are attacked with stupid jokes and verbal harassment
...are survivors of sexual violence
...are excluded, isolated and left to grow old alone
We stand together and resolute against the power games with fear, the
chains are there and we womyn will break them!!!
Rapists, we?ll get you!
Abortion is a womyn?s right! Get rid of the anti-choice fascists!
Attack men?s networks! Smash patriarchy!
Solidarity among womyn is our weapon!
Ab dem Jahr 1942 wurde das Lagersystem des KZ Mauthausen aus mehreren Gründen ausgeweitet. Einerseits scheiterte die sogenannte Blitzkriegstrategie, andererseits kam es im „Reich“ zunehmend zu einem Mangel an Arbeitskräften, da die meisten „wehr-“ und „arbeitsfähigen“ Männer an die Front einberufen wurden. Dieser Mangel sollte zuerst durch sogenannte „Fremdarbeiter“, später dann durch KZ-Häftlinge kompensiert werden. Daher wurden im weiteren Kriegsverlauf von den NationalsozialistInnen knapp fünfzig Außenlager des Stammlagers Mauthausen errichtet, die in der heutigen österreichischen Erinnerungskultur bis heute wenig bekannt sind oder gänzlich „vergessen“ wurden. Zu diesen ehemaligen Außenlagern zählt auch das ehemalige Frauenlager in Hirtenberg/Niederösterreich. Von September 1944 bis April 1945 wurden dort über 400 Frauen (vor allem Russinnen, Italienerinnen etc.) in der lokalen Patronenfabrik zur Arbeit gezwungen.
In einer ca. dreistündigen Begleitung durch das Gelände des Lagers sollen die Geschichte der Mauthausen Außenlager sowie des ehemaligen Frauenlagers Hirtenberg nachgezeichnet und auf den Umgang in der Erinnerungskultur eingegangen werden.
Wann: 6.11.2011, Beginn: 11 Uhr, Infos zu Anreise und Treffpunkt werden noch bekannt gegeben.
Anmeldung unter bis 30.10. unter: frauenreferat@oeh.ac.at
Boxen und Thaiboxen gehören zu den populärsten und ältesten Kampfsportarten. Der Workshop macht beide Disziplinen transparent und bricht mit dem Klischee einer Männer dominierenden, brutalen und primitiven Sportart. Boxen und Thaiboxen sind effektive Ganzkörpertrainings. Die Schritt- und Schlagtechniken fordern die Fähigkeit der körperlichen Koordination und diese wiederum eine hohe Konzentrationsfähigkeit. Es wird daher nicht nur der Körper trainiert sondern auch der Geist. Das Training beinhaltet neben den Grundlagen auch Kraft- und Konditionsübungen, Schnellkrafttraining, Ausdauer sowie Dehnungsübungen und Entspannungsübungen.
Das Leben in der postmodernen Gesellschaft ist geprägt von sozialer Distanz. Immer wieder entstehen im Alltag neue Grenzlinien die das Verhalten des Individuums und anderen AkteurInnen beschreiben. Der Workshop wirft daher auch einen Blick auf Grenzüberschreitungen und die bewusste Wahrnehmung des eigenen Raum- und Distanzverhaltens.Fragen wie „Wie schütze ich meinen Raum? Ab wann sind für mich Grenzen überschritten und wie gewinne ich Kontrolle über die Situation?“ werden gemeinsam erarbeitet.
Termine & Anmeldung:
18./19. November 2011: Boxworkshop 1 für Anfängerinnen
9./10. Dezember 2011: Boxworkshop 2 für Fortgeschrittene
Im Rahmen des Workshops werden grundlegende Techniken vorgestellt und gemeinsam erprobt. Es werden somit keine Vorkenntnisse voraus- gesetzt.
Der zweite Workshop wurde für all jene konzipiert, die schon Erfahrungen aus anderen (Kampfsport-)Trainings mitbringen. Hier bietet sich die Möglichkeit mit anderen Frauen gemeinsam zu trainieren, vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und sich auszutauschen.
Falls ihr Interesse habt, schickt bitte für Workshop 1 bis zum 10. November, sowie für Workshop 2 bis zum 1. Dezember ein Email an: frauenreferat@oeh.ac.at.
Da pro Workshop nur eine beschränkte Anzahl von Teilnehmerinnen möglich ist, können wir leider keine Plätze vorab garantieren. Weitere Informationen, wie Trainings-Programm, etc., werden nach der Anmeldung an alle Teilnehmerinnen ausgesendet.
Weitere Informationen über die Boxfabrik findet ihr unter: www.boxfabrik.at
Das Femref (Referat für feministische Politik) der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnen lädt herzlich zu vier weiteren Frauen*brunchterminen im neuen Semester ein. Das gemütliche Zusammensitzen bei Kaffee, Kuchen und anderen leckeren Dingen (auch für Veganerinnen wird gesorgt sein) findet im UnabhängigenFrauenOrt (Berggasse 5/24 1090 Wien) statt. Für intellektuelle, anspruchsvolle und spannende Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt: Bei jedem Frauenbrunch-Termin gibt es rund ums Frühstücken eine ausgewählte Veranstaltung, z.B. Vorträge, Lesungen, Kurzfilme, Workshops, usw. usf.
Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und angeregte Gespräche in netter Gesellschaft, die gern auch bis in die Nachmittagsstunden hinein dauern dürfen.
Gezeigt wird diesmal ein Spielfilm über eine Frau, die vor ihrem gewaltätigen Eheman flüchtet. Jedoch endet die Geschichte hier nicht, da er sie nicht gehen lassen möchte, und ihre Gefühle ihm gegenüber nach wie vor ambivalent bleiben.
Beginn: 11h30 im UFO
Berggasse 5/ 24
1090 Wien
Auswege aus Gewaltbeziehungen ist das Thema des gleichnamigen Spielfilms, der im Sommer 2002 in Wien und Umgebung gedreht wurde. Claudia, Margit und Sladjana – die Hauptfiguren in AUSWEGE – sind drei sehr unterschiedliche Frauen, die eines gemeinsam haben: Sie leben in Gewaltbeziehungen.
Mit diesem Problem stehen sie nicht alleine da: In Österreich ist laut Schätzungen jede fünfte Frau von Gewalt durch ihren Ehemann oder Lebensgefährten betroffen. Nicht der dunkle Park ist der gefährlichste Ort für die Betroffenen, sondern das eigene Heim.
Frauen aller Altersstufen, Schichten und Kulturen sind Opfer männlicher Gewalt. So wie Claudia, Margit und Sladjana.
AUSWEGE ist auf Initiative des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser entstanden und wurde an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Abteilung Film und Fernsehen hergestellt. StudentInnen der Filmakademie Wien haben den Film unter der Regie von Nina Kusturica realisiert, das Drehbuch stammt von Barbara Albert. AUSWEGE ist der Diplomfilm/Abschlussfilm von Nina Kusturica (Regie), Stefan Pfundner (Produktion) und Julia Pontiller (Schnitt).
2003, Regie: Nina Kusturica, nach einem Drehbuch von Barbara Albert.
Beginn: 19:00
Ort: Neues Institutsgebäude Hörsaal II
Universitätsstraße 7
1010 Wien
Denn Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall... Definitionsmacht und Zustimmung als feministisches Mittel im Kampf gegen sexualisierte Gewalt
Sexualisierte Gewalt ist leider in allen Gesellschaften der Welt noch sehr präsent. Es ist immer noch Tabu über sexualisierte Gewalt zu reden, und ein großer Teil der erlebten Gewalt wird nicht angezeigt bzw. kann gar nicht angezeigt werden, weil es dem Gesetz nach keiner Straftat entspricht.
Eine Möglichkeit sexualisierter Gewalt in ihren vielen Erscheinungsformen zu bekämpfen bieten Definitionsmacht und Zustimmung an. Zwei von der Unterstützer_innengruppe DEFMA werden das feministische Konzept der Definitionsmacht und Parteilichkeit kurz vorstellen, über Zustimmung sprechen und – wenn der Rahmen passt und alle Anwesenden damit einverstanden sind – eventuell auch (erfundene) Fallbeispiele durchgehen.
Wir hoffen auf reger Diskussion und freuen uns über Fragen! Wir wissen, dass es oft Diskussionsbedarf bei den Themen Definitionsmacht, Parteilichkeit und Zustimmung. Wir hoffen, dass es manchen leichter fallen wird, weil diese Veranstaltung nur für FrauenLesbenTrans ist.
SCHWEIGEN BEKÄMPFEN!!! FÜR EINE ANTISEXISTISCHE PRAXIS!!!
Da das Thema kein einfaches ist, bitten wir um einen respektvollen Umgang während und nach der Veranstaltung. Achtet auf eure Grenzen und die von anderen und seid euch dessen bewusst, dass beim Workshop und den Diskussionen Inhalte angesprochen werden können, die vielleicht bei Anwesenden zu einer Retraumatisierung der erlebten Gewalt führen können.
Beginn: 11h30 im UFO
Berggasse 5/ 24
1090 Wien
Durch die Diskussionen um den Strassenstrich und die Novellierung des Wiener Prostitutionsgesetzes, das am 1. November in Kraft trat, ist das Thema Sexarbeit in letzter Zeit vermehrt in den Fokus getreten. Die Strassenprostitution macht nur einen kleinen Teil der Sexarbeit aus, allerdings den sichtbarsten.
Prostitution diente immer schon als Projektionsfläche und ermöglicht durch ihre Existenz Abgrenzung und Konstruktion der bürgerlichen Identität. Wolfgang Maderthaner und Lutz Musner schreiben in ihrem Buch "Anarchie der Vorstadt": „So verkörpert die Vorstadt in der Gestalt der Dirne das ,Andere` der männlich bürgerlichen Sexualmoral.“
Auch heute sprechen Sexarbeiterinnen, Kunden und Sozialarbeiterinnen immer wieder von der "anderen Welt".
Es gibt in Wien kein dezidiertes Rotlichtviertel. "Sex für Geld" passiert in kleinen Konzentrationen und eher versteckt als auffällig.
Die Soziologin Martina Löw entdeckte in Wien viele verstreute Orte des Anderen, die gemeinsam einen eigenen Raum bilden, die aufeinander verweisen und sich ergänzen.
Insgesamt stehen in Wien ca. 100 bis 200 Frauen auf der Strasse. 2200 sind offiziell als Prostituierte registriert. (Schätzungen der Zahl der Nicht-Registrierten variieren je nach Quelle von 2000-5000.) 70-90% der Sexarbeiterinnen sind Migrantinnen.Schätzungsweise kaufen um die 15.000 Männer pro Tag sexuelle Dienstleistungen.
Wo findet das statt und was unterscheidet die Orte (Studio, Laufhaus, Wohnung, Strasse, Peep-Show)?
Welchen Einfluss hat die Topographie einer Stadt? Wie sind die ökonomischen, rechtlichen & gesellschaft lichen Rahmenbedingungen?
Wie ist der Umgang mit Sexarbeit anderswo und wie sehen die gesetzlichen Regelungen aus?
In einem feministischen Stadtspaziergang, der von Elisabeth Kofler gestaltet wird, wollen wir diese und andere Fragen erforschen, diskutieren und uns gemeinsam an das Thema Sexarbeit in Wien annähern.
Für Frauen*, Mädchen, Lesben, Trans* Only!
Treffpunkt:
U6 Thaliastrasse Ausgang Lerchenfelder Strasse
Dauer 2-3 Stunden
Teile des Weges werden wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, Radfahrerinnen treffen wir dann an der nächsten Station wieder.
Am 25. November 2001 ließ TERRE DES FEMMES zum ersten Mal die Fahnen wehen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Seither wurde die Aktion von zahlreichen Frauenbeauftragten, Verbänden und Ministerien aufgegriffen und weitergetragen. Rund 5800 Fahnen und Banner in über 850 Gemeinden und Städten wurden allein im Jahr 2010 gehisst.
Viele OrganisatorInnen konnten prominente Persönlichkeiten vor Ort für eine medienwirksame Fahnenhissung vor ihrem Rathaus oder anderen öffentlichen Gebäuden gewinnen. In den vergangenen Jahren entstanden somit wichtige Netzwerke und Bündnisse, die bis heute fortbestehen und noch weiter ausgebaut werden. Neben zahlreichen Verbänden im deutschsprachigen Ausland beteiligte sich in den letzten Jahren auch Südtirol an der Aktion und ließ 80 italienische und ladinische Fahnen drucken.
Auf Anregung des Frauenbüro Mainz ließ TERRE DES FEMMES auch englisch- und französischsprachige Fahnen produzieren, die gerne als Geschenk an Partnerstädte verwendet werden. Außerdem können Sie in unserem Shop Fahnen mit türkischem und spanischem Schriftzug sowie Sonderanfertigungen in anderen Größen und Sprachen bestellen. So beteiligen sich inzwischen auch Institutionen in Italien, Frankreich, Kenia, Israel und im Kongo an der Fahnenaktion.
Jährlich wird in vielen Städten und Gemeinden bundesweit mit Filmvorführungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen auf den Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen" aufmerksam gemacht. In zahlreichen Orten wird in Kooperation mit Bäckereien eine Brötchentüten-Aktion gestartet. Unter dem Motto "Gewalt kommt nicht in die Tüte" setzen die Beteiligten ein deutliches Zeichen für ein selbstbestimmtes Leben aller Frauen.
Weitere Infos unter: www.frauenrechte.de
Plakataufruf anlässlich des 25. November – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Liebe Frauen*, Lesben, Ladiezzz, Mädchen,
im Rahmen des diesjährigen 25. November sollen massig Plakate gedruckt werden, um die Welt erneut darauf aufmerksam zu machen, dass Gewalt gegen Frauen kein Einzelfall ist! Habt ihr eine Plakatidee, die ihr immer schon umsetzten wolltet...
… gegen: Den sexistischen Normalzustand!
… für: No means no!
… zu: Gewalt hat viele Gesichter!
… because: We strike back!
… ???
Dann schickt uns diese! Und zwar bitte bis spätestens 30. Oktober 2011 an frauenreferat@oeh.ac.at.
Zwei der Plakate werden in Printauflage erscheinen und erhalten entweder ein Preisgeld von 200 Euro (1) oder einen gleichwertigen Büchergutschein.
Des Weiteren werden alle eingereichten Plakatentwürde im Rahmen der 25. November Kampagne in einer Räumlichkeit zur Besichtigung ausgestellt.
Auf zahlreiche Einsendungen freut sich,
das Referat für feministische Politik
Weitere Infos unter: www.oeh.ac.at/fem
(1) Das Preisgeld wird als Honorar verrechnet, weshalb ein Werkvertrag und eine Honorarnote unterzeichnet werden muss!
ÖH Mitarbeiter_innen können an dem Wettbewerb nicht teilnehmen.
Anlässlich des 25.11., Internationalem Tag gegen Gewalt an Frauen organisiert das Referat für feministische Politik zwei Selbstverteidigungsworkshops:
Boxworkshops für Anfängerinnen und Fortgeschrittene
in Kooperation mit der
Boxfabrik Wien
Boxen und Thaiboxen gehören zu den populärsten und ältesten Kampfsportarten. Der Workshop macht beide Disziplinen transparent und bricht mit dem Klischee einer Männer dominierenden, brutalen und primitiven Sportart. Boxen und Thaiboxen sind effektive Ganzkörpertrainings. Die Schritt- und Schlagtechniken fordern die Fähigkeit der körperlichen Koordination und diese wiederum eine hohe Konzentrationsfähigkeit. Es wird daher nicht nur der Körper trainiert sondern auch der Geist. Das Training beinhaltet neben den Grundlagen auch Kraft- und Konditionsübungen, Schnellkrafttraining, Ausdauer sowie Dehnungsübungen und Entspannungsübungen.
Das Leben in der postmodernen Gesellschaft ist geprägt von sozialer Distanz. Immer wieder entstehen im Alltag neue Grenzlinien die das Verhalten des Individuums und anderen AkteurInnen beschreiben. Der Workshop wirft daher auch einen Blick auf Grenzüberschreitungen und die bewusste Wahrnehmung des eigenen Raum- und Distanzverhaltens.Fragen wie „Wie schütze ich meinen Raum? Ab wann sind für mich Grenzen überschritten und wie gewinne ich Kontrolle über die Situation?“ werden gemeinsam erarbeitet.
Termine & Anmeldung:
18./19. November 2011: Boxworkshop für Anfängerinnen
Im Rahmen des Workshops für Anfängerinnen werden grundlegende Techniken vorgestellt und gemeinsam erprobt. Es werden somit keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.
9./10. Dezember 2011: Boxworkshop für Fortgeschrittene
Der zweite Workshop wurde für all jene konzipiert, die schon Erfahrungen aus anderen (Kampfsport-)Trainings mitbringen. Hier bietet sich die Möglichkeit mit anderen Frauen gemeinsam zu trainieren, vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und sich auszutauschen.
Falls ihr Interesse habt, schickt bitte für Workshop 1 bis zum 10. November, sowie für Workshop 2 bis zum 1. Dezember ein Email an: frauenreferat@oeh.ac.at.
Da pro Workshop nur eine beschränkte Anzahl von Teilnehmerinnen möglich ist, können wir leider keine Plätze vorab garantieren. Weitere Informationen, wie Trainings-Programm, etc., werden nach der Anmeldung an alle Teilnehmerinnen ausgesendet.
Weitere Informationen über die Boxfabrik findet ihr unter: www.boxfabrik.at
Am 25. November ist wieder Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen, der erste der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen.
An einem solchen Tag kann man/frau sich schon mal gewisse Fragen stellen: Warum wird dieser Tag begangen? Warum richtet sich Gewalt oft gegen Frauen? Welche Form nimmt diese Gewalt an? Und was kann ich dagegen machen?
Dieser Tag wird begangen, um aufzuzeigen, dass Frauen in besonderer Weise von Gewalt betroffen sind. Frauen auf der ganzen Welt sind Opfer von Gewalt. Es betrifft sie in allen Lebensbereichen und in allen Gesellschaftsschichten. Das gilt es sich bewusst zu machen.
In allen Bereichen spiegelt sich die Benachteiligung wieder, die Frauen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung erfahren. Sie werden nicht nur in vielerlei Hinsicht als machtlos gesehen. Frauen werden oft auf ihr Frausein, das heißt, auf ihr Geschlecht reduziert. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass Frauen sehr viel stärker nach ihrem Aussehen und ihrer Attraktivität beurteilt werden als Männer. Oft scheint an einer Frau ihre Wirkung (besonders auf Männer) das Interessanteste zu sein.
In vielen Menschen ist diese Einstellung sehr tief verwurzelt, obwohl sie weder bewusst ist noch mit Absicht gefasst wurde. Frauen und Männer gewöhnen sich von klein auf daran, dass sie mit unterschiedlichem Maß beurteilt werden. Sie lernen auch, sich dementsprechend zu verhalten. All das bringt Frauen in eine defensive Position.
Bei dieser Debatte denkt man/frau in erster Linie an physische Gewalt. Diese passiert in allen Lebenslagen- besonders Frauen. Sie passiert auf der Straße, im Unterricht oder am Arbeitsplatz, in der U- Bahn, im eigenen Zuhause. Frauen werden geschlagen, genötigt und vergewaltigt.
Aber Gewalt ausüben heißt nicht nur, zuzuschlagen oder jemandem auf irgendeine Art körperliche Schmerzen zuzufügen. Besonders Frauen sind auch auf ganz anderen Ebenen Gewalt ausgesetzt. Sie werden bedroht und unter Druck gesetzt- und oft genug steht dabei ihr Geschlecht und damit ihre Sexualität im Fordergrund. Das hat die Einstellung zur Folge, dass eine Frau benutzt werden darf um eigene Bedürfnisse auszuleben und zu befriedigen, auch wenn sie das selbst nicht will. Doch wenn Frauen sich schön anziehen, dann tun sie das nicht nur, um Männer zum Flirten zu ermutigen. Wenn Frauen tanzen, dann tanzen sie nicht nur, damit Männer ihnen dabei zusehen.
Eine Frau braucht es sich nicht gefallen zu lassen, dass sie gegen ihren Willen angesprochen oder gar beleidigt wird. Besonders in Lokalen und Bars, aber auch in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es auch nicht selten vor, dass Frauen sogar angefasst werden, ohne dass sie das wollen. Solche Handlungen verletzen die Würde von Frauen. Sie werden von außen oft nicht als schwerwiegend gesehen, aber sie können zu weit schlimmeren Situationen führen.
Um Gewalt an Frauen zu verhindern, wo immer das möglich ist, muss frau/man sich das Problem einmal bewusst machen. Das bedeutet als erstes, sich klar zu machen, welches Verhalten gegenüber Frauen angebracht ist. Es gibt immer wieder Situationen, wo frau/man ZeugIn von Verhalten wird, das diese Grenzen überschreitet. Wenn wir uns klargemacht haben, dass solches Verhalten nicht in Ordnung ist und eine gefährliche Entwicklung zur Folge haben kann, können wir auch angemessen reagieren.
Der zweite Schritt ist, die Scheu zu überwinden, sich in „private“ Angelegenheiten einzumischen. Die meisten Menschen sehen es als unhöflich an, zu kommentieren, was zwischen Fremden vor sich geht, auch wenn frau/man sich ihren/seinen Teil dazu denkt.
Diese Scheu ist uns von Kindheit an anerzogen worden. Sie trägt aber dazu bei, dass Täter viel leichteres Spiel haben und ihre Opfer unbehelligt in aller Öffentlichkeit aussuchen können. Dazu kommt, dass auch die Frauen selbst manchmal nicht die internalisierten Muster der Höflichkeit überwinden können, und sich deshalb nicht zur Wehr setzen.
Doch Menschen, die solche Situationen nicht einfach hinnehmen, können viel zur Bewusstseinsbildung beitragen. Es kann schon eine große Wirkung erreicht werden, indem sie/er einfach hingeht und sich erkundigt, ob alles in Ordnung ist, und der betroffenen Person Hilfe anbietet. Wenn sich der Verdacht als unbegründet herausstellt, muss frau/man eben mit der peinliche Situation leben.
Mit 16 Tagen im Jahr ist es noch nicht getan. Jeder Tag muss ein Tag gegen Gewalt an Frauen werden. Mit eurer Hilfe.
Beteiligen Sie sich an der Fahnenaktion 2011!
Gewalt an Frauen hat viele Gesichter und macht auch vor Grenzen keinen Halt. Laut der UNO wird jede dritte Frau einmal in ihrem Leben geschlagen, vergewaltigt oder anderweitig missbraucht. In diesem Jahr setzt sich TERRE DES FEMMES verstärkt gegen den Mythos Jungfräulichkeit ein. In vielen Familien wird der Zustand des Jungfernhäutchens der Tochter noch immer als „Ehrensache“ angesehen. Werden Zweifel daran laut, kann dies zu einer ernsthaften Bedrohung für das Leben der Mädchen werden. Es darf nicht sein, dass der Wert von Mädchen und Frauen vom Zustand ihres Jungfernhäutchens abhängig gemacht wird und ihnen ihre sexuelle Selbstbestimmung verweigert wird.
TERRE DES FEMMES möchte die bundesweite Beteiligung an der Fahnenaktion 2011 weiter ausbauen, um das Signal gegen Gewalt an Frauen noch zu verstärken und auf unser Schwerpunktthema Jungfräulichkeit aufmerksam zu machen. Ob mit großer Fahne oder kleinem Banner – Zeigen auch Sie Flagge für ein freies und selbstbestimmtes Leben von Frauen weltweit!
Rund um den 25. November finden die unterschiedlichsten Veranstaltungen, wie beispielsweise Fachtagungen, Lesungen und Konzerte zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ und unserem Schwerpunkt-Thema „Mythos Jungfräulichkeit“ statt. Besuchen Sie unseren Veranstaltungskalender und teilen auch Sie uns Ihre Aktionen zum Gedenktag online mit.
Wenn Sie uns Fotos von Ihrer Fahnenaktion bis zum 15. Dezember 2011 zukommen lassen, nehmen sie automatisch an der Verlosung unseres Jahreskalenders teil.
Die TERRE DES FEMMES Fahnenaktion seit 2001
Am 25. November 2001 ließ TERRE DES FEMMES zum ersten Mal die Fahnen wehen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Seither wurde die Aktion von zahlreichen Frauenbeauftragten, Verbänden und Ministerien aufgegriffen und weitergetragen. Rund 5800 Fahnen und Banner in über 850 Gemeinden und Städten wurden allein im Jahr 2010 gehisst.
Viele OrganisatorInnen konnten prominente Persönlichkeiten vor Ort für eine medienwirksame Fahnenhissung vor ihrem Rathaus oder anderen öffentlichen Gebäuden gewinnen. In den vergangenen Jahren entstanden somit wichtige Netzwerke und Bündnisse, die bis heute fortbestehen und noch weiter ausgebaut werden. Neben zahlreichen Verbänden im deutschsprachigen Ausland beteiligte sich in den letzten Jahren auch Südtirol an der Aktion und ließ 80 italienische und ladinische Fahnen drucken.
Auf Anregung des Frauenbüro Mainz ließ TERRE DES FEMMES auch englisch- und französischsprachige Fahnen produzieren, die gerne als Geschenk an Partnerstädte verwendet werden. Außerdem können Sie in unserem Shop Fahnen mit türkischem und spanischem Schriftzug sowie Sonderanfertigungen in anderen Größen und Sprachen bestellen. So beteiligen sich inzwischen auch Institutionen in Italien, Frankreich, Kenia, Israel und im Kongo an der Fahnenaktion.
Jährlich wird in vielen Städten und Gemeinden bundesweit mit Filmvorführungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen auf den Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen" aufmerksam gemacht. In zahlreichen Orten wird in Kooperation mit Bäckereien eine Brötchentüten-Aktion gestartet. Unter dem Motto "Gewalt kommt nicht in die Tüte" setzen die Beteiligten ein deutliches Zeichen für ein selbstbestimmtes Leben aller Frauen.
http://frauenrechte.de/online/index.php?option=com_content&view=category&id=40&Itemid=164
Liebe Freundinnen, politischen Gefährtinnen, Studentinnen, Arbeitslose
und und und...
Hier die Termine für die letzten 2 Vorbereitungstreffen für die
Demovorbereitungen der FrauenLesbenMädchenDemo für den 25.11.2010, den
„Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen":
**Fr., 19.11/ 19 Uhr im FZ/2.Stock
**Mo., 22.11/ 19 Uhr (letztes Vorbereitungsplenum!!!) im FZ/2.Stock
finden statt im FZ (autonomes FrauenLesbenMädchenZentrum):
Währingerstr.59/Stiege 6 (im Hof grüne Tür rechts)/ 2. Stock, 1090 Wien
Wenn ihr Redebeiträge auf der Demo halten wollt, kommt zu den Treffen!
Wenn ihr keine Zeit habt, aber gern was tun
wollt, schreibt uns eine e-Mail an: lesbenfrauennachrichten@gmx.at
AUFRUF zur FRAUENLESBENMÄDCHEN - DEMONSTRATION anlässliches des "INTERNATIONALEN TAGES GEGEN GEWALT AN FRAUEN"
Kundgebungs- und DemoTREFFPUNKT: Do., den 25.11.2010 um 17 Uhr Kundgebung U6 – Station Josefstädterstr./äußerer Gürtel
um 18 Uhr Demobeginn
im Anschluss an die Demonstration: FrauenLesbenFestl im der FZ - Bar (siehe unten)
Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern geht uns alle an!
Anlässlich des „Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen“ organisieren wir uns als FrauenLesbenMädchen als feministische Demonstration, erobern uns die Straße und die Nacht zurück. Wir rufen alle Frauen auf, unseren Frust und Schmerz, unseren Zorn und unsere Wut gemeinsam und organisiert auf die Straße zu tragen. Wir benennen und bekämpfen Gewalt gegen Frauen, beziehen uns aufeinander und handeln in Solidarität mit allen Frauen!
Als Frauen lernen wir von klein auf, dass unsere Rolle oder besser gesagt unsere Funktion darin besteht, unseren Ehemann oder Partner zu hegen, und im fortgeschrittenen Alter, dann auch noch zu pflegen, Kinder zu gebären und aufzuziehen, uns für den Arbeitsmarkt fit zu machen und das häusliche Heim fein und sauber zu halten.
Zusätzlich zu dieser patriarchalen Arbeitsteilung im Haushalt wird zum einen die Erwerbsarbeit in so genannten frauentypischen Berufen geringer entlohnt und zum anderen werden Frauen in den übrigen Berufsgruppen häufig schlechter bezahlt als Männer. Die neoliberale Ideologie spricht von Gleichberechtigung. Fakt ist aber, dass 80% der Frauen von ihrer Lohnarbeit nicht eigenständig leben können.
*Gleicher Lohn für gleiche Arbeit JETZT!
*Löhne rauf!
*Bedingungsloses Grundeinkommen für alle!
Von uns wird erwartet: immer nett zu lächeln, ja ruhig und verhalten zu sein, GästInnen zu bewirten, uns für die Typen schick zu machen, also: vorgegebene männliche Schönheitsnormen zu bedienen. Auch das sind Zwänge in denen Frauen gefangen gehalten werden. Zusätzlich sind Haarentfernung, Diäten, Brustvergrößerungen und -verkleinerungen oder Vaginalverengungen Zurichtungen unser Frauenkörper im Namen der patriarchalen Schönheitszwänge, die dem Profitinteresse der Ärzte und der Pharmaindustrie dienen.
Wie oft grübelt jede von uns für sich, löst Probleme lieber mit sich selbst, aus Angst und Scham oder fehlendem Selbstwertgefühl? Frauen haben im Gegensatz zu Männern gelernt angestaute Aggressionen gegen sich zu wenden, versuchen ihre Probleme mit sich selbst auszumachen als andere damit zu „belasten“.
Die Überlastung der Frau durch den Zwang der patriarchal - strukturierten Gesellschaft (Mehrfachbelastung durch Arbeit, Kinder und Haushalt...) ist heutzutage verbreitet denn je und führt nicht selten zu Depressionen, Burn Out und Suizidversuchen. Die systematische Umgangsform damit wie zb.: Zwangseinweisungen in psychiatrische Einrichtungen ist Gewalt. Die Reaktionen der Gesellschaft sind meist keine Hilfestellung, schnell werden die Betroffenen als "zu schwach", „verrückt“, „verhaltensgestört“ und „abnormal“ dargestellt, so lange bis sich Frauen dann selbst dafür verantwortlich machen.
*Wir nehmen unsere Probleme selbst in die Hand, lassen uns weder wegsperren noch ruhig stellen!
*Selbstbestimmung statt Bevormundung!
*Trotz Männergewalt, Arbeitszwang, Knast und Psychiatrie, uns Frauen brecht ihr nie!
Heute wollen wir als Demonstration zusammenkommen, die Isolation und das Schweigen durchbrechen, neue Antworten finden, gemeinsam stark sein!
Unsere Erfahrungen sind so verschieden wie unsere Lebensbedingungen ebenso wie unsere Methoden uns zu wehren. Die einen organisieren Demonstrationen in Städten, die anderen führen den bewaffneten Befreiungskampf in den Bergen, andere lassen sich gerade scheiden, die einen verteidigen sich gegen Vergewaltiger und Schläger.
Auch wenn wir uns manchmal gegeneinander aufhetzen lassen, miteinander streiten, Eifersucht und Konkurrenz gegeneinander ausüben, verbindet uns eine gemeinsame Realität in der wir nicht nur Opfer sind, sondern uns gemeinsam wehren. Wir wehren uns alltäglich in unseren Schlafzimmern, an unserem Arbeitsplatz, in unseren Beziehungen und in der Ehe, auf der Straße, in Familien gegen strukturelle Gewalt. Unabhängig davon in welchem Staat wir leben oder wo wir aufgewachsen sind, als Frau, als Mädchen, als Lesbe, als Migrantin, als Illegalisierte, als Angestellte oder Arbeiterin, als Schülerin, als Ehefrau haben wir alle unterschiedliche Erfahrungen mit patriarchaler Gewalt.
Die (neo)liberalen Ideologien erklären Geschlechterverhältnisse als persönliche Wahlmöglichkeit und damit zum individuellen Problem. "Moderne" Wissenschaften und Religionen begründen hierarchische Geschlechterverhältnisse und soziale Geschlechterrollen als biologisch, natürlich oder „gottgewollt“. Die maskulistische Väterrechtsbewegung will mittels verpflichtender „Gemeinsamer Obsorge“ wieder mehr Kontrolle über "ihre" Frauen und Kinder. Aber in 95% aller Trennungsfälle übernimmt die Frau das alleinige Sorgerecht für die Kinder.
*Gemeinsame Obsorge nur bei gemeinsamer Versorgungsarbeit!
*Keine gemeinsame Obsorge für gewalttätige Väter!
Abtreibungsgegner wie die KlerikalfaschistInnen HLI stellen die Selbstbestimmung der Frauen in Frage. Wenn Frauen bei ungewollten Schwangerschaften abtreiben wollen haben sie dies noch immer aus eigener Kasse zu zahlen. Auf dem Weg zur Entscheidungsfindung werden sie vom näheren Umfeld oder vor Kliniken von Abtreibungsgegnern unter massiven psychischen Druck gesetzt es nicht zu tun.
*Abtreibung ist Frauenrecht! Abtreibung und Verhütung in allen Bundesländern auf Krankenschein!
In der Porno- und Sexindustrie und durch die Pornografisierung der Gesellschaft in den Medien, der Werbung, Musik- und Kunstindustrie wird Gewalt gegen Frauen alltäglich. Sexismus ist brutaler Alltag. 70% der Gewaltdelikte gegen Frauen – Frauenmorde, Vergewaltigungen, Misshandlungen, sexuelle Ausbeutung, werden von Männern aus dem privaten Umfeld verübt. Männergewalt gegen Frauen hat System, ist Teil struktureller Gewalt. Diese Vergewaltigungskultur ist ein Angriff auf den Freiheitswillen und den Freiheitskampf von uns Frauen.
Die Straße, die Nacht erobern wir uns zurück, Kampf der Repression im öffentlichen Raum!
Mit der Demonstration nehmen wir uns als Frauen den öffentlichen Raum zurück.
Die Nutzung des öffentlichen Raumes wird immer mehr kontrolliert, überwacht und eingeschränkt, etwa durch Reglementierung von Demonstrationsrouten und Demoverboten.
Das seit Juni 2010 erneuerte „Wiener Landes Sicherheitsgesetz“ bedeutet Repression und Vertreibung von Personen und -gruppen, die nach der herrschenden Norm nicht ins öffentliche Stadtbild passen. Polizeiliche Razzien und gesetzliche Maßnahmen wie das Errichten von Schutzzonen und dem Bettelverbot sind ein Angriff gegen Obdachlose, BettlerInnen, Sexarbeiterinnen und Drogenabhängige.
Aktuell versucht die Stadt Wien sich des Straßenstrichs zu entledigen. Im Rahmen eines Feldversuchs im 15.Bezirk ist Sexarbeit nur noch auf zwei Straßen erlaubt - alles andere wurde zur „Schutzzone“ erklärt. Und die „Bürgerinitiative Felberstraße“ versucht Menschen gegen Sexarbeiterinnen aufzuhetzen. Die Sexindustrie ist ein Milliardengeschäft und wird aufrechterhalten, weil Männer im Patriarchat davon ausgehen, dass ihnen Frauen immer zur Verfügung stehen sollen, aus „Liebe“ oder über Geld. Die Hetze gegen Prostituierte ist ein Frauenhass und endet immer wieder in brutalen Frauenmorden.
Die Vertreibungen aus dem öffentlichen Raum gehen Hand in Hand mit verstärkten Razzien der Wiener Fremdenpolizei. U6 – Station Josefstädterstrasse ist nur einer von vielen Orten wo rassistische Passkontrollen durchgeführt werden.
Als Feministinnen wehren wir uns gemeinsam gegen Rassismus und Repression, gegen rassistische Gesetzgebung, wodurch gleiche ökonomische und soziale Ausgangsbedingungen für alle Menschen verhindert werden, Razzien und Übergriffe der (Fremden)polizei und gegen alltäglichen Rassismus.
Antirassistische Praxis statt Integrationszwang!
Neben der offensiven rechten Hetze von rechtsradikalen Parteien und Strömungen wo der Erhalt der staatlichen Leitkultur als Ausgrenzungsideologie fungiert, agiert der bürgerliche - liberale Rassismus, eher versteckt oft als liberaler Antirassismus verkauft. Wir kritisieren die Forderung in denen ausschließlich ein Bleiberecht für „gut Integrierte“ gefordert wird, denn das ist genauso offener Rassismus!
30 Stunden StaatsbürgerInnenkunde, Zwangsdeutschkurse, Deutschtests oder Sprachüberprüfungen als Bedingung für einen Arbeitsplatz ( wie zb. als Norm beim BFI), das immer wieder geforderte Kopftuchverbot oder getrennte „AusländerInnenklassen“ sind rassistisch!
Das Asylgesetz in Österreich (und in allen Ländern) ist sexistisch, da das Aufenthaltsrecht von Frauen an die Niederlassungsbewilligung (NB) vom Ehemann gekoppelt ist. Frauen, deren Ehemänner eine uneingeschränkte NB haben, müssen ein Jahr auf ein eigenständiges Aufenthaltsrecht warten.
Konkret heißt das: bei einer Scheidung hat die Frau keine rechtliche Basis, da eine sofortige Abschiebung droht.
*Wir fordern ein eigenständiges Bleiberecht für Frauen unabhängig vom Ehemann!
*Die Anerkennung von Sexistischer Gewalt, sexueller Versklavung, drohender Ehrenmorde, Lesbenverfolgung, Genitalverstümmelung als Asylgrund!
Wir sagen Schluss damit! Wir sind weder Lust- noch Sexobjekte, weder Freiwild noch Dienerin, noch sind wir still und schön, noch sind wir nur schlank und jung.
Wir sind freie, wilde Frauen, Mädchen, Lesben, Mütter, Töchter, Kolleginnen, Omas, Nachbarinnen, Tanten, Freundinnen und politische Verbündete. Wir leben selbstbestimmt, so wie wir wollen, lassen uns nichts vorschreiben, brechen alle patriarchalen Regeln, solidarisieren und beziehen uns aufeinander, wehren uns und leisten Widerstand im Alltag, in der Arbeit und gegen den Staat.
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im Anschluss an die Demonstration:
**FRAUENLESBEN - FESTl IN DER FZ - BAR:
*mit Installation & Performance von Heidi Rohrmoser "R.I.P. until revenge" (commemorating 8 women killed in austria by men in the year 2010. these were 8 different ways of killing freedom. 8 women, says the statistic of the police. There were certainly more, we do know. in remembrance of 8 of the victims of male violence, I make this performance. Die Installation wird einige Tage zu sehen sein.
* Danach: Auflegerei mit LetHettl
* Warmes Essen fuer die Demonstrantinnen
UKB: € 3
**im FZ (2. Stock): Amazonen-Vortrag
21:00-23:00 : Bilder und Ausschnitte aus Dokus von Dagmar Benedikt und Ruth Devime
Ab 20:00: Suppe und Tee
Ab 21:00: Vortrag und Film etc.
Achtung: Puenktlicher Beginn: welche zu spaet kommt, soll ein anderes Mal wieder kommen, es gibt den Vortrag noch oefters:))
Keine HuendInnen und rauchfrei!
Eintritt inkl. Essen: € 10
16 Tage gegen Gewalt an Frauen
Das Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik und das Referat für feministische Politik laden ein, an unterschiedlichen Veranstaltungen im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt teilzunehmen.
„16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr vom 25. November bis zum 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember) um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen.
25.11. FrauenMädchenLesben- DEMO am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Treffpunkt: 17.00 Praterstern (hinten beim Würstel-Prater), Demobeginn: 18.00 Uhr
Anschließend: Fest in der FZ Bar (Währingerstraße Ecke Prechtlgasse)
Als Treffpunkt für die diesjährige Demonstration am 25. November - dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen - wurde der Praterstern gewählt. In dieser Gegend kommt es besonders häufig zu sexualisierten Übergriffen und Vergewaltigungen.
Wir treffen uns dort, um gemeinsam Widerstand gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren. Gemeinsam wollen wir durch die Präsenz von vielen starken Frauen einen Raum zurückerobern, der uns genommen wurde. Die Wahl des Ortes ist symbolisch. Denn eigentlich müssten wir dazu in die Wohn- und Schlafzimmer gehen, denn Vergewaltigungen passieren nur zu einem geringen Teil im Park oder am Rande eines dunklen Weges. In den meisten Fällen kennen die Betroffenen die Täter. Es ist nur leider unmöglich, eine Demo durch tausende Wohnungen zu machen...
27.11. Führung durch die Ausstellung „Hinter der Fassade“
Treffpunkt 15h: Haupteingang Juridicum, Anmeldung bitte unter: mere@oeh.ac.at
Die Ausstellung "Hinter der Fassade" zeigt anhand einer nachgebauten Wohnung, wie gefährlich die eigene Beziehung oder Familie gerade für Frauen und Kinder sein kann. Der Ausstellungsort - das Juridicum der Universität Wien - unterstreicht die verantwortungsvolle Rolle der JuristInnen, etwa bei Polizei oder Justiz, bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt und beim Schutz der Opfer.
Hinter der Fassade - eine Ausstellung zum Thema Gewalt in der Familie
25. November bis 10. Dezember 2009, 9.00 bis 17.00 Uhr
(Sa 9.00 bis 13.00 Uhr)
Juridicum der Universität Wien, Schottenbastei 10-16
weitere Informationen: www.aoef.at
29.11. Frauen*brunch mit thematischer Veranstaltung
ab 11h im UFO (UnabhängigenFrauenOrt, Berggasse 5/24, 1090 Wien)
GEWALTIGE FRAGEN ÜBER TRANSPHOBIE
Auch dieses Jahr findet am 25. November wieder der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Bei der Thematisierung von Gewalt und Geschlecht findet mittlerweile, neben Sexismus und Homophobie, die Kategorie Transphobie mehr oder weniger (strittige) Miterwähnung.
Aus queer-feministischer Sicht ergibt sich der Ansatz Geschlechterdiversifikation und Heteronormativität aufzuzeigen, sowie dies in Verbindung mit dem asymmetrischen Verhältnis des Geschlechterdualismus zu sehen. Trotz Queer Studies und Co. gibt es über die spezifischen Ursachen, Wirkung und Formen von Gewalt gegen Trans*Menschen jedoch nach wie vor wenig zu erfahren.
Im Rahmen des Vortrags soll also einerseits versucht werden einen Überblick über die möglichen Gründe und vielschichtigen Formen transphober Gewalt zu geben. Andererseits stellt sich die Frage, inwiefern es Anknüpfungspunkte, aber auch Unterschiede, zu misogyner und homohober Gewalt gibt und wie wir diese im Verhältnis zueinander begreifen können.
5.12. Führung durch die Ausstellung „Hinter der Fassade“
Treffpunkt 15h: Haupteingang Juridicum, Anmeldung bitte unter: frauenreferat@oeh.ac.at
Die Ausstellung "Hinter der Fassade" zeigt anhand einer nachgebauten Wohnung, wie gefährlich die eigene Beziehung oder Familie gerade für Frauen und Kinder sein kann. Der Ausstellungsort - das Juridicum der Universität Wien - unterstreicht die verantwortungsvolle Rolle der JuristInnen, etwa bei Polizei oder Justiz, bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt und beim Schutz der Opfer.
Hinter der Fassade - eine Ausstellung zum Thema Gewalt in der Familie
25. November bis 10. Dezember 2009, 9.00 bis 17.00 Uhr
(Sa 9.00 bis 13.00 Uhr)
Juridicum der Universität Wien, Schottenbastei 10-16
weitere Informationen: www.aoef.at
Im Rahmen der 16. Tage gegen Gewalt an Frauen veranstaltet die Gruppe Frauen*Rat zwei Workshops und ein Fest:
das gesamte Programm findet sich hier
ANTISEXISMUS–PROFEMINISMUS-WORKSHOP
kollektive Erinnerungsarbeit nach Frigga Haug in Wort & Bild
Wir schreiben, malen & bearbeiten Erinnerungsgeschichten im Kollektiv
um noch mehr Selbstbestimmung & Handlungsfähigkeit zu erlangen.
Mit anschließendem gemütlichem beisammen sein im TÜWI.
WANN? Freitag, 4. 12. 2009, 13:00 – 19:00 Uhr
WO? TÜWI Baracke, Peter-Jordan-Straße 76, Ecke Dänenstrasse, A-1190 Wien
freier Eintritt & offen für Frauen* - beschränkte Teilnehmerinnenzahl
ANMELDUNG? frauenrat@gmx.at
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ILLUMINATION DER MIKROSTRUKTUREN DES SEXISMUS
Eine Einladung zur Arbeit an deiner un/bewussten Produktion und
Konsumption der Geschlechtsnormierungen und den Projektionen von ,Mann'
und ,Frau' in dir.
Mit Brunch und Abendessen gegen freie Spende und anschließender Party im Kaleidoskop.
WANN? Samstag, 5. 12. 2009, 13:00 – 19:00 Uhr
WO? TÜWI Baracke, Peter-Jordan-Straße 76, Ecke Dänenstrasse, A-1190 Wien
freier Eintritt & offen für alle gender – beschränkte Teilnehmer*innenzahl
ANMELDUNG? frauenrat@gmx.at
Treffpunkt: 17.00 Praterstern (hinten beim Würstel-Prater)
Demobeginn: 18.00 Uhr
Anschließend: Fest in der FZ Bar (Währingerstraße Ecke Prechtlgasse)
GEMEINSAM KÄMPFEN WIR FÜR EIN SELBSTBESTIMMTES LEBEN!
- Weil Frauen noch immer unzumutbaren Mehrbelastungen ausgesetzt sind und ihre Arbeit unsichtbar bleibt!
- Weil Frauen für dieselbe Arbeit ein Drittel weniger verdienen und die Einkommensschere in Krisenzeiten noch größer wird!
- Weil Frauen durch wirkungsvolle Männerseilschaften Mitbestimmung verwehrt wird!
- Weil Frauen ihr Leben lang mit sexistischen Verbalattacken und Witzen konfrontiert sind, und diese Nötigungen dauernd heruntergespielt werden!
- Weil Frauen von sexualisierten Übergriffen betroffen sind!
- Weil Frauen besonders schwerwiegend von anderen gesellschaftlichen Ungleichheiten betroffen sind (etwa wenn sie Migrantinnen sind)!
- Weil Frauen gesagt wird, wen sie lieben dürfen und wen nicht!
- Weil Frauen das Recht auf Abtreibung in Frage gestellt wird!
- Weil Frauen vorgeschrieben wird wie sie sein dürfen!
- Weil Frauen von Männern verprügelt, vergewaltigt und
ermordet werden!
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter.
Wir sind widerständig und setzen uns mit all unserer Wut dagegen zur Wehr.
Kommt hin und solidarisiert euch: Gemeinsam sind wir viele!
Treffpunkt Praterstern
Als Treffpunkt für die diesjährige Demonstration am 25. November - dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen - wurde der Praterstern gewählt. In dieser Gegend kommt es besonders häufig zu sexualisierten Übergriffen und Vergewaltigungen.
Wir treffen uns dort, um gemeinsam Widerstand gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren. Gemeinsam wollen wir durch die Präsenz von vielen starken Frauen einen Raum zurückerobern, der uns genommen wurde. Die Wahl des Ortes ist symbolisch. Denn eigentlich müssten wir dazu in die Wohn- und Schlafzimmer gehen, denn Vergewaltigungen passieren nur zu einem geringen Teil im Park oder am Rande eines dunklen Weges. In den meisten Fällen kennen die Betroffenen die Täter. Es ist nur leider unmöglich, eine Demo durch tausende Wohnungen zu machen...
Stündlich wird in Österreich eine Frau vergewaltigt
2/3 aller vergewaltigten Frauen kennen die Täter
60% der Vergewaltigungen finden in ihrer oder seiner Wohnung statt
82% der Vergewaltigungen wurden von den Tätern geplant
30-40 Frauen werden jährlich in Österreich ermordet, die Täter sind mehrheitlich (Ex) Lebenspartner
Vergewaltigung und Mord sind kein vereinzelter “Schicksalsschlag”, sondern tief verwurzelt in der gesellschaftlich patriachalen Ordnung. In den Rollen, in die Frauen gezwungen werden, steckt bereits Gewalt, der Frauen alltäglich und allnächtlich ausgesetzt sind.
Sexualisierte Gewalt beginnt dort, wo die Grenzen einer Frau/Lesbe überschritten werden, sei es von Unbekannten auf der Straße, in Lokalen oder in Beziehungen und Freundschaften.
Sexismus ist die Normierung von Frauen und Frauenkörper durch soziale, medizinische und wissenschaftliche Festschreibungen von (patriarchaler) Weiblichkeit. Mit Verhaltens- und Schönheitsnormen, Diäten, “Schönheits”- operationen, Geschlechtsoperationen und Reproduktionstechnologien wird die patriarchale Vorstellung von Weiblichkeit hergestellt.
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Millionen von Frauen weltweit erfahren mindestens einmal in ihrem Leben physische, psychische oder sexualisierte Gewalt durch Männer. Obwohl es in den meisten Gewaltverhältnissen eine ganz konkret betroffene Frau gibt, richtet sich diese Gewalt nicht gegen sie alleine. Vielmehr dient Gewalt gegen Frauen zur Aufrechterhaltung und Absicherung der patriachalen Herrschaft. In dieser sind Frauen täglich struktureller Gewalt ausgesetzt. Auf dem Rücken der Frauen soll der gesellschaftliche Reichtum vermehrt werden. Dazu dienen Strukturen, in denen Frauen gratis oder unterbezahlt arbeiten.
Außerdem sind Frauen von spezifischen Gewaltverhältnissen in ihrer alltäglichen Lebensrealität betroffen zum Beispiel:
Migrantinnen und Illegalisierte, denen das Asylrecht erschwert und ein vom Mann unabhängiges Bleiberecht verwehrt wird.
Sexarbeiterinnen, die als sittenwidrig entrechtet und kriminalisiert werden und oft den Frauenhaß als „Abschaum der Frauen“ zu spüren bekommen.
Alleinerzieherinnen, die die alleinige Verantwortung für die Kinder tragen müssen und in Armut gedrängt werden. Gleichzeitig versucht die VäterRECHTSbewegung (im Namen des “Kindeswohl”) Frauen (wieder) mit rechtlichen Mitteln zu kontrollieren und an einen (Ehe-)Mann zu binden.
Das Leben und die Liebe von Lesben wird im “normalen Alltag” ausgeschlossen und diskriminiert. Gleichzeitig werden Frauen-liebende-Frauen als “männerhassende Feindbilder” oder für sexuelle Männerphantasien benützt.
Gemeinsam sind wir stark
Widerstand gegen Gewalt und Unterdrückung leisten alle Frauen, die sich mit der momentanen Situation nicht abfinden. Tagtäglich bringen wir die Kraft und den Mut auf, uns gegen die herrschenden Verhältnisse zur Wehr zu setzen. Einige von uns kämpfen alleine, andere organisieren sich mit ihren Freundinnen oder Mitstreiterinnen. Letztendlich ist es ein gemeinsamer Kampf mit vielen Facetten für ein freies und wildes Leben.
Buchprojekt sucht Erzählerinnen!
Wir sind ein feministisches Herausgeberinnenkollektiv und planen ein Buch, das verschiedene Strategien des "erfolgreichen" und wehrhaften Umgangs mit sexualisierten Übergriffen sammelt. Erzähl deine Geschichte!
Alle von uns haben auf die eine oder andere Art Erfahrung mit sexualisierten
Übergriffen und sexualisierter Gewalt gemacht. Die Strategien, damit umzugehen bzw. darauf zu reagieren können sehr unterschiedlich sein und sind natürlich auch immer von der Art des Übergriffes abhängig. Die Orte an denen Übergriffe passieren sind so vielfältig wie unsere Lebensbereiche: Straßen, der Arbeitsplatz, privater Wohnraum, Uni/Schule, Bars, Discos, Beziehungen, Supermarkt, AMS, Altersheim, Wartezimmer, Krankenhaus, Behörden, Toiletten, Polizei...
Wie wir reagieren: Wir reagieren unmittelbar auf die Situation oder wir
bemerken erst später dass eine Belästigung/Übergriff statt gefunden hat, wir
schauen betreten zur Seite, wir lassen es über uns ergehen, wir schimpfen
zurück, es ist uns zu anstrengend schon wieder Energie fürs sich wehren
aufzubringen, wir lachen sie aus, wir schreiben Artikel, wir laufen davon, wir
suchen Unterstützung bei anderen, wir machen eine gemeinsame Aktion, wir
zertrümmern ihre Einrichtung, wir reden mit Kolleginnen und/oder mit dem/der BetriebsrätIn, wir schütten Bier über den Kopf, wir erstatten Anzeige, oder wir wehren uns erst Jahre nachdem der Übergriff erfolgt ist...
Jede von uns hat unterschiedliche Strategien auf Situationen zu reagieren. Wie und ob wir uns wehren ist auch von der eigenen Stimmungslage abhängig.
Gespräche unter FreundInnen, „Weißt du was mir unlängst in der U-Bahn/im
Café/in der Vorlesung/in der Rauchpause passiert ist...“ Die Geschichte wird
erzählt, es wird zugehört, beraten und eventuell sogar gelacht. "Erfolgreiche" Geschichten übers sich wehren zu erzählen oder zu hören macht Spaß, erheitert und stärkt. Wir suchen "erfolgreiche" Geschichten übers sich-wehren, wobei es schwierig ist, in diesem Zusammenhang überhaupt über "Erfolg" zu sprechen: Hier ist mit Erfolg vor allem das gemeint, was jede selbst unter erfolgreich versteht, entweder weil sie nachher über den Übergriff lachen konnte, weil sie das Gefühl hat sich gut gewehrt zu haben, weil nachher die Angreifenden die Trottel waren/davon laufen mussten/still waren/zum Arzt mussten/so was nie wieder machen werden ..., weil anders reagiert werden konnte als sonst, weil sie nach langer Zeit Genugtuung für einen lang zurück liegenden Übergriff hatte, weil die Geschichte gut zum Angeben ist.
Wir sind der Ansicht, dass Strategien gegen Übergriffe aller Art zu wenig
Thema sind, dass Frauen und Transfrauen als wehrhafte, handelnde Akteurinnen zu selten im Mittelpunkt der Erzählung stehen. Ziel unseres Buchprojektes ist, diese Strategien, über die (zu) wenig gesprochen wird, sichtbar zu machen, die Vielfalt an Wehrhaftigkeiten darzustellen und kollektiv nutzbar zu machen!
Schick uns deine wehrhaften Erzählung per Mail an: fem.book@reflex.at oder
schreib uns einen Brief an fem.book Weissgasse 4, 1170 Wien.
Die Geschichten werden anonymisiert veröffentlicht. Wenn dir ein Titel für
deine Geschichte einfällt schreib ihn am besten dazu. Damit das Buch gut lesbar ist, werden wir eventuell leicht umformulieren, vor Abdruck bekommt ihr eure Texte nochmals zu lesen. Leite diesen Aufruf auch weiter! Wir freuen uns auf eure Erzählungen, auch in anderen Sprachen. Wir sorgen für eine Übersetzung. mit feministischen Grüßen,
das Herausgeberinnenkollektiv