Positionen - Sozialpolitik

Verteilungsgerechtigkeit

Einkommen, Vermögen, Lebenschancen und Bildung sind in Österreich ungleich verteilt. Diese Ungleichverteilung wird mitunter durch das bestehende Schulsystem, das Steuersystem und die Funktionsweise des konservativen Sozialstaatsmodells bereits über Generationen reproduziert.

Die ÖH-Bundesvertretung tritt für eine umfassende Verteilungsgerechtigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen ein: Jene die mehr haben, sollen auch mehr zur Finanzierung des Staates und seiner Aufgaben beitragen. Schärfer formuliert: Jene, die mehr genommen haben, sollen davon einen Gutteil wieder abgeben.

Verteilungsgerechtigkeit speist sich aus zwei Quellen. Einerseits soll der krassen Einkommens- und Vermögensungleichverteilung durch die Einführung eines stark progressiven Steuersystems, der Wiedereinführung von vermögensbezogenen Steuern sowie der Erbschafts- und Schenkungssteuer und der Abschaffung der Privilegien des Kapitals (z.B. Stiftungsrecht, Gruppenbesteuerung) entgegengewirkt werden.

Andererseits ist es Aufgabe eines modernen Bildungssystems, das vom Kindergarten über die Schulen und Hochschulen bis zur Erwachsenenbildung reicht, die Reproduktion von ungleichen Bildungschancen zu durchbrechen und damit zukünftiger Verteilungsungerechtigkeit zu verhindern.


Soziale Absicherung

Soziale Absicherung ist die Grundvoraussetzung für ein Studium, das emanzipatorisch wirkt und kritikfähig macht.

Erst die Unabhängigkeit von Bestehendem (Familie und soziales Umfeld, geographischen Räumlichkeiten, Rollen in der Gesellschaft, etc.) und die Sicherheit, keinem finanziellen Druck ausgesetzt zu sein (durch familiäre/private/gewerbliche GeldgeberInnen oder dem Zwang zur Erwerbstätigkeit) ermöglicht freie Hochschulbildung.

Die ÖH-Bundesvertretung, insbesondere das Referat für Sozialpolitik engagiert sich für soziale Absicherung Studierender auf mehreren Ebenen. Neben der alltäglichen Beratung von Studierenden in sozialrechtlichen Belangen arbeiten wir an einer kontinuierlichen Schließung von Regelungslücken oder Abschaffung von Ungerechtigkeiten in der bestehenden Studienförderung, vergessen aber darob nicht, Konzepte zu formulieren, um die soziale Absicherung Studierender auf neue Beine zu stellen.

Mehr Info: Referat für Sozialpolitik



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