Der Aufbau der FH Vertretung
Lokal
Folgende Vertretungseinrichtungen sind durch die Gesetz-Werdung eingerichtet worden: Jahrgangsvertretung, Studiengangsvertretung und Fachhochschul-Studienvertretung. Das sind dieselben Vertretungseinrichtungen die auch bisher schon üblich waren. Neu hinzukommt, dass sich jede FH-Studierendenvertretung selbst eine Satzung entwerfen und beschliessen kann, in der sie ihre Organisation und Entscheidungsprozesse ihren Wünschen entsprechend abbildet. In der Satzung können aber auch weitere Vertretungseinrichtungen wie Gruppen- und VerbandssprecherInnen oder Standortvertretungen festgelegt werden. Damit kann sich jede FH-Studierendenvertretung ideal an die Strukturen ihrer FH anpassen. Die verschiedenen FH-Studierendenvertretungen sind weisungsunabhängig und können ihre Entscheidungen selbst fällen – nicht einmal die Bundes-ÖH kann ihre Entscheidungen beeinflussen. Bei den Wahlen werden alle Studierenden die Möglichkeit haben ihre Jahrgangs- und Studiengangsvertretung in direkten Personenwahlen zu wählen. Fraktionen können bereits durch den Wahlmodus bedingt keinen Einzug auf die FHs erlangen. Die Vorsitzenden der Studiengangsvertretungen (bei kleinen FHs mit weniger als 5 Studiengängen auch die Vorsitzenden der Jahrgangsvertretungen) bilden danach gemeinsam die Fachhochschul-Studienvertretung und wählen unter allen Studierenden eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden mit 4 StellvertreterInnen. Allgemein können sich alle Studierenden für alle Vertretungsfunktionen zur Wahl aufstellen und müssen nicht, wie bisher üblich, bereits in der Studierendenvertretung aktiv gewesen sein.Einbindung in die bundesweite Vertretung
Bundesweit gibt es für die FHs zwei wichtige Vertretungsorgane. Einerseits gibt es die FH-Vorsitzendenkonferenz, andererseits die ÖH-Bundesvertretung mit ihrem Studierendenparlament. Die FH-Vorsitzendenkonferenz ist der Zusammenschluss aller Vorsitzenden der 20 österreichischen FHs, der sich regelmäßig gemeinsam mit dem Vorsitz der ÖH-Bundesvertretung trifft und spezielle FH-spezifische Themen bespricht. Die FH-Vorsitzenenkonferenz wird eine große Rolle bei der Positionierung der ÖH zu FH-Themen spielen. Das Studierenendenparlament ist ein Gremium, in dem StudierendenvertreterInnen der Universitäten, Pädagogischen Akademien und künftig auch der Fachhochschulen regelmäßig zusammenkommen und dort die zukünftige Ausrichtung der ÖH bestimmen. Jede Bildungseinrichtung, egal ob Universität, Pädagogische Hochschule oder Fachhochschule entsendet nach einem bestimmten, für alle gleichen Schlüssel in Abhängigkeit zur Studierendenzahl Mandatarinnen und Mandatare in die ÖH-Bundesvertretung. Sobald eine FH mehr als 1000 Studierende hat, wird eine Person für zwei Jahre in die Bundesvertretung gewählt. Momentan haben 15 FHs ihre Mandatarinnen und Mandatar in die Bundesvertretung entsendet. FHs die unter 1000 Studierende haben beteiligen sich an der sogenannten Wahlgemeinschaft und wählen gemeinsam mit Universitäten, Pädagogischen Hochschulen die ebenfalls unter 1000 Studierende haben zusätzliche Mandatarinnen und Mandatare in die ÖH-Bundesvertretung.Die Regelungen im gesetzlichen Wortlaut findest du im Fachhochschulstudiengesetz...
