Töchterle drängt Unis zu Lasten der Studierenden in die Ecke
Wie einer Meldung der APA zu entnehmen ist, will Rektor Schmidinger ab kommendem Wintersemester autonom Studienbeiträge von Studierenden aus Nicht-EU-Ländern, sowie Studierenden, die über der für ein Fach vorgesehenen Regelstudienzeit liegen, einheben. "Wir sind enttäuscht von der Reaktion Schmidingers. Sie zeugt davon, dass die Regierung die Unis derzeit so sehr geißelt, dass derartige undurchdachte Vorschläge eingebracht werden. Schmidingers Vorschlag ist nicht viel mehr als eine kurzsichtige Panikreaktion. Für uns ist klar, dass wir Studierende dabei unterstützen werden, ihr Recht auf freie Bildung einzuklagen", stellt sich Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH klar hinter die Studierenden.
"Gerade Ausländische Studierende als Problem darzustellen ist ein Armutszeugnis. Anstatt internationale Studierende als Chance zu begreifen, werden sie stigmatisiert und zu "ZahlerInnen" degradiert. Dasselbe geschieht mit Studierenden, die nicht in Mindestzeit studieren. Für längere Studienzeiten gibt es unzählige Gründe, die Schmidinger anscheinend komplett egal sind: Über 60% der Studierenden arbeiten mehr als 20 Wochenstunden; ein Zweitstudium, Betreuungspflichten, Krankheit oder unzureichendes Lehrangebot können die Studienzeit verzögern - wer auf diese keine Rücksicht nimmt, verkennt die, auch ohne Studiengebühren oft prekäre Lebensrealtiät der Studierenden", fordert Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.
"Töchterles Plan ist nun deutlich: er treibt die Universitäten so lange in die Ecke, bis ihnen jeglicher Handlungsspielraum genommen ist und sie auf rechtlich unsicherer Basis Studiengebühren einheben - so kann es nicht weitergehen! Das Ministerium ist aufgefordert, die fehlenden Millionen für die kommenden Semester aus den vorhandenen Rücklagen zu ersetzen und für eine Ausfinanzierung der Hochschulen Sorge zu tragen.", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH abschließend.



