25.7.2012

ÖH zu PädagogInnenbildung: Grabenkämpfe bringen uns keinen Schritt weiter


es braucht Demokratisierung der Hochschulen


Die derzeitige Diskussion um die Bestellung von Elmar Märk zum Rektor der Tiroler PH hat auch das Thema der PädagogInnenbildung wieder ins Zentrum der Debatte gerückt. Die Institutionenfrage, also wo PädagogInnen ausgebildet werden sollen, steht nun wieder im Raum. „Anstatt sich hier Grabenkämpfe zu liefern, sollte allen Zuständigen bewusst werden, dass eigentlich StellvertreterInnendiskussion geführt werden, die am eigentlichen Thema vorbeigehen. Es macht keinen Sinn, an der Zersplitterung der Hochschullandschaft festzuhalten – die ÖH hat spätestens mit Forum Hochschule ein Konzept vorgelegt, das zeigt: ein Sektor, der demokratisch aufgebaut ist, ist genug“, so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.

„Die derzeitige Debatte um das Mitspracherecht bei den Postenbestellungen zeigt, dass es einen dringenden Bedarf an mehr Demokratie gibt, der seit Jahren unter den Tisch gekehrt wird. Pädagogische Hochschulen - sowie auch Unis und Fachhochschulen - müssen demokratisch konstituiert sein und aus gleichberechtigt besetzten, transparenten Gremien bestehen, was aktuell bei keinem der drei Sektoren der Fall ist. Nur auf dieser Basis können Entscheidungen getroffen werden und der derzeit viel zitierte Begriff der Autonomie diskutiert werden“, erklärt Peter Grabuschnig vom ÖH Vorsitzteam.

„Auch zur PädagogInnenbildung an sich ist zu sagen, dass viel mehr um grundlegende Punkte diskutiert werden sollte. Wir haben mit unserem Modell, das im Juni präsentiert wurde, u.a. darauf hingewiesen, dass es unbedingt eine fünfjährige, tertiäre Ausbildung für alle PädagogInnen braucht“, so Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam. „Das Modell dazu liegt am Tisch – wo bleibt die Diskussion?“

Forum Hochschule und das Modell zur PädagogInnenbildung finden sich unter diesen Links:
http://www.oeh.ac.at/#/studierenleben/forum-hochschule/
http://www.oeh.ac.at/#/informationnews/presse/pressematerial/


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