am 4. Februar

ÖH: Proteste gegen den Burschenschafterball wichtiges Zeichen



Die Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft hat sich an den Protesten gegen den „Akademikerball“, der Nachfolgeveranstaltung des WKR-Balls beteiligt, da es uns ein wichtiges Anliegen ist gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie in Österreich und Europa aufzutreten. Beim WKR-Ball trafen sich in den vergangenen Jahren neben eine Vielzahl deutschnationaler Burschenschaften das Who-is-Who der europäischen rechtsextremen Szene, ein neues Türschild kann darüber nicht hinwegtäuschen.

Als Mitgliedorganisation des Bündnisses „Jetzt Zeichen setzen“ wurde eine antifaschistische Mahnwache am Heldenplatz mitorganisiert. Aber auch die Demonstrationen gegen die Nachfolge des WKR-Balls fanden wir wichtig und richtig. Wir haben uns für friedliche Proteste eingesetzt und verurteilen alle Gewalttaten - egal ob von Seiten der Polizei, der BallbesucherInnen oder DemonstrantInnen.

Es ist ein großer Erfolg aller Organisationen und Personen, die sich in den vergangenen Jahren an den Protesten beteiligt haben, dass…

  • … die Wiener FPÖ als Veranstalterin einspringen musste, nachdem die Betreibergesellschaft der Hofburg von der öffentlichen Resonanz gegen den WKR-Ball unter Druck gekommen war
  • … statt 3000 dieses Jahr nur 780 Rechtsextreme auf den Ball bekommen sind
  • … es in der Öffentlichkeit nicht ignoriert wird, wenn sich Menschen treffen, die mit rechtsextremer Ideologie strukturelle Gewalt an Minderheiten ausüben


Als ÖH wollen wir es möglichst vielen Studierenden ermöglichen, die genauso wie die ÖH aktiv gegen rechtes Gedankengut auftreten wollen, ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Faschismus zu setzen. Egal ob durch Informationsveranstaltungen, Mahnwachen, Lesungen oder Demonstrationen. Die ÖH hat einen allgemeinpolitischen Auftrag -  deshalb unterstützen wir (bekräftigt durch einen Beschluss in der Sitzung der Bundesvertretung) das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“ aktiv.

Zahlreiche lokale ÖH-Vertretungen haben sich ebenso dem Protest gegen den WKR-Ball angeschlossen. Diese agieren jedoch als eigene Körperschaften immer selbständig.


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