Lippenbekenntnisse alleine werden soziale Absicherung nicht verbessern
Die Österreichische HochschülerInnenschaft sieht nach der Präsentation der Studierenden Sozialerhebung letzten Freitag akuten Handlungsbedarf. „Die Daten sprechen für sich: Die BeihilfenbezieherInnenquote ist von 18,2 auf 14,7 Prozent gesunken, dem schrumpfenden monatlichem Budget stehen stark steigende Kosten gegenüber und immer mehr Studierende sind während dem Semester erwerbstätig“, Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. „Die Lebensrealität der Studierenden hat sich verändert, das muss auch die Politik zur Kenntnis nehmen und danach handeln.“
„Auch ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen kann schon viel getan werden“, so Schott weiter. „Die Direktauszahlung der Familienbeihilfe, die automatische Antragsstellung auf Studienbeihilfe bei Inskription und die Einführung des Status TeilzeitstudentIn mit einhergehender Anpassung der Mindeststudienzeit und des für Beihilfen relevanten Leistungsnachweises, sind drei Maßnahmen, die ohne hohe Kosten zu verursachen sofort umsetzbar sind und dennoch spürbare Verbesserungen für Studierende bewirken.“
„Die längst überfällige Inflationsanpassung der Familien- und der Studienbeihilfe darf dabei aber nicht ins Hintertreffen geraten. Noch länger dabei zuzusehen, wie der BezieherInnenkreis stetig schrumpft und die ausgezahlten Beihilfen real schrumpfen, ist absolut unverantwortlich“, so Schott. „Lippenbekenntnisse werden die soziale Absicherung der Studierenden nicht verbessern, den Worten müssen endlich Taten folgen.“




