15.8.2012

ÖH an Töchterle: Rahmenbedingungen verbessern Aufgabe des Ministeriums!


Rankings schaden der Hochschullandschaft


Die Österreichische HochschülerInnenschaft wundert sich über Bundesminister Töchterles Versuch, sogar das Hochschulranking "Shanghai Academic Ranking of World Universities" für seine zwei Standard-Forderungen zu nutzen. "Töchterle betreibt eine versteckte Privatisierung der österreichischen Hochschullandschaft. Anstatt überfällige Reformen für die Verbesserung des Hochschulsektors endlich selbst anzugehen, fordert er mehr private Mittel, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, " kritisiert Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.

"Hochschulrankings sind kein geeignetes Mittel, um die Qualität von Hochschulen festzustellen. Diese Meinung wird auch in der Wissenschaft immer lauter. Zahlreiche Studien belegen, dass "Erfolge" in naturwissenschaftlichen Fächern viel stärker gewertet werden als zum Beispiel in geisteswissenschaftlichen - und so die Hochschulen Gefahr laufen, zu einem Einheitsbrei zu verschmelzen", so Janine Wulz vom Vorsitzteam. "Außerdem werden diese "Erfolge" fast nur darin gemessen, möglichst viele Publikationen zu sammeln. Hochschulen sind aber viel mehr als das!"

Peter Grabuschnig vom Vorsitzteam führt aus: "Die Qualität der Lehre, die gesellschaftliche Rolle von Universitäten als Bildungs- und nicht nur Ausbildungsstätten, die soziale Absicherung von Studierenden, die Entprekarisierung des wissenschaftlichen Personals - das sind alles Themen, denen sich das Wissenschaftsministerium endlich selbst annehmen muss, anstatt tatenlos Mantras zu wiederholen. Mit Forum Hochschule haben wir gezeigt, dass es für all diese Probleme Lösungen gibt - es muss nur ein Anfang gemacht werden!"  


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