27.4.2012

Lange Nacht der Forschung: Demokratie in der Wissensgesellschaft


Plattform "Rettet die Österreichische Akademie der Wissenschaften“ und ÖH machen auf Defizite im Wissenschaftsbereich aufmerksam


Im Rahmen der heutigen langen Nacht der Forschung werden u.a. die Plattform "Rettet die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die Österreichische HochschülerInnenschaft der Thematik „Demokratie in der Wissensgesellschaft“ nachgehen. Ab 17.00 Uhr wird mit weiteren Institutionen in der Aula der Wissenschaften informiert und diskutiert.

"Gerade in Krisenzeiten, wie sie die Akademie der Wissenschaften zur Zeit erlebt, zeigt sich, wie wichtig die Mitentscheidung der MitarbeiterInnen über Budgetverteilungen und Forschungsschwerpunkte ist", halten Monika Mokre und Florian Ruppenstein von der Plattform "Rettet die Österreichische Akademie der Wissenschaften" fest. "Doch diese Rechte gibt es weder an der ÖAW noch an vielen anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen - noch nicht einmal in dem gleichen Ausmaß wie an den Universitäten oder in privatwirtschaftlichen GmbHs. Daher braucht es ein Forschungsorganisationsgesetz zur Gewährleistung dieser Rechte!"

Auch im Hochschulbereich gibt es in puncto Mitbestimmung einige Schieflagen. „Das Stimmengewicht der Hochschulangehörigen ist extrem ungleich verteilt – die Problematik fängt bei der Gremienstruktur an und führt bis zu den Dienstverhältnissen der WissenschafterInnen. Die derzeitige Aufspaltung des wissenschaftlich-künstlerischen Personals in Mittelbau und ProfessorInnen führt zu einem illegitimen hierarchischen Gefälle. Die ÖH hat im Zuge des Projekts Forum Hochschule ein Faculty Modell einer einheitlichen Kurie aller WissenschafterInnen entiwckelt. Dadurch, und durch eine Aufwertung der Kurie der Studierenden, sollen Entscheidungen demokratischer und gleichberechtigt fallen“, erklärt Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH.

„Neben der demokratischen gibt es besonders im Bereich der Wissenschaft auch eine soziale Schieflage. ForscherInnen werden zunehmend nur mehr befristet angestellt, was eine längerfristige Lebensplanung, unabhängige Forschung und Mitbestimmung im Universitätsbetrieb unmöglich macht. Um dem entgegenzuwirken braucht es ein Faculty Modell, in dem Beschäftigungsverhältnisse mit Perspektive und ein Abbau der Hierarchien endlich Realität werden“, so Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.

Nähere Infos zu den angesprochenen Problemfeldern und Lösungsansätzen sind im Forum Hochschule nachzulesen: www.oeh.ac.at

Alle Interessierten sind heute ab 17.00 Uhr herzlich in die Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27a, 1.Stock, eingeladen.


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